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Neue Kühlhalle für Saatzucht an Landwirtschaftlicher Fachschule Edelhof eröffnet

LR Teschl-Hofmeister: Wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der genetischen Sortenvielfalt bei Getreide

Foto (v.l.n.r.) Betriebsleiter Hubert Hofbauer, Direktorin Michaela Bauer, Erwin Arocker (Verein zur Förderung einer nachhaltigen und regionalen Pflanzenzüchtung), Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Geschäftsführer Philipp Karoshi (Saatzucht Edelhof GmbH) und Saatzucht-Leiterin Elisabeth Zechner vor der neuen Saatzucht-Kühlhalle am Edelhof
Foto Copyright: Jürgen Mück

Edelhof (5.11.2020) Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die neue Kühlhalle der Saatzucht der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof in Betrieb gegangen. Auf über 300 Quadratmetern kann nun das wertvolle Zucht- und Vermehrungsmaterial bei konstanter Temperatur ohne den Einsatz von Chemie bis zu zehn Jahre gelagert werden.

„Die neue Kühlhalle ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der genetischen Sortenvielfalt bei Getreide. Denn die zeitgemäße Infrastruktur bildet den Grundstein für die innovative wissenschaftliche Saatzucht am Edelhof“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Bei der Züchtung von klimafitten und regional angepassten Getreidesorten konnte man schon große Erfolge erzielen. Erst voriges Jahr wurden gleich fünf neue Sorten zugelassen, das ist eine große Anerkennung der intensiven Forschungsarbeit“, so Teschl-Hofmeister.

„Der Neubau der Kühlhalle war notwendig, weil die Züchtungsaktivitäten durch die neue Kooperation mit der Saatzucht Edelhof GmbH stark zugenommen haben und wir an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Einerseits hat die Forschungstätigkeit rund um die an Klimaerwärmung angepassten Getreidesorten zugenommen. Andererseits hat die Anzahl der Wertprüfungskandidaten auf nationaler und auch internationaler Ebene deutlich zugenommen“, betont Saatzucht-Leiterin Elisabeth Zechner. „Mit der temperierten Kühlung bleibt die Keimfähigkeit des Zucht- oder Vermehrungsmaterials bis zehn Jahre erhalten. Ernteausfälle können somit problemlos ausgeglichen werden. Zudem treten durch die konstante Temperatur Schädlinge wie die Kornmotte oder der Kornkäfer nicht auf und der Einsatz von Pestiziden ist somit nicht notwendig“, so Saatzucht-Betriebsleiter Hubert Hofbauer.

Die Baukosten mit einem Volumen von 480.000 Euro wurden vom Verein zur Förderung einer nachhaltigen und regionalen Pflanzenzüchtung getragen, mit der die Saatzucht Edelhof kooperiert. Neben der Kühlhalle umfasst der Neubau auch eine Einstellhalle für Geräte und Maschinen. Der Strom für die Kühltechnik wird mit einer am Dach montierten Fotovoltaikanlage erzeugt.

Der Saatzuchtbetrieb am Edelhof, einer der ältesten Getreidezuchtbetriebe Österreichs, wurde 1903 gegründet und kann somit auf eine über hundert Jahre alte Tradition verweisen. Die züchterische Arbeit wurde kontinuierlich gesteigert, sodass die Saatzucht Edelhof heute international anerkannt ist mit Sortenzulassungen und Vermarktung von der Türkei über Russland bis Kanada und von Serbien bis Finnland. Ausschließlich am Edelhof werden österreichische Neuzüchtungen von Roggen, Sommergerste und Hafer mit hoher Qualität durchgeführt.

(Schluss)