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EUROPEA-Austria: Wie viel Europa braucht die Agrarbildung?
Agrarische Tagung
zu „No Walls In Education“

Die Personen v. l.: Dozent Thomas Ochsenhofer, Keynote-Speaker Philipp Mayer, Vizerektorin Elisabeth Hainfellner und EUROPEA-Generalsekretärin Elisabeth Hönigsberger
Foto Copyright: Jürgen Mück.

Wien/St. Pölten (29.11.2018) Anlässlich der Generalversammlung der EUROPEA-Austria fand gestern an der Hochschule für Agrar- und Umweltbildung in Wien die Tagung „Treffpunkt Hochschule“ zum Motto „No Walls In Education“ statt. Dabei wurde das Themenfeld „Wie viel Europa braucht die Agrarbildung“ von internationalen Bildungsexperten und Praktikern eingehend diskutiert.

Keynote-Speaker Philipp Mayer, der als Bio-Bauer in Finnland in der Rinderzucht tätig ist, trat für die kontinuierliche Weiterentwicklung des europäischen Bildungsraumes ein, die wesentlich zur Stärkung der europäischen Identität beiträgt. „Der Zugang zu internationalen Bildungsprogrammen muss für Studierende sowie Lehrkräfte noch attraktiver gestaltet und leichter zugänglich gemacht werden. Denn durch die Globalisierung der Wirtschaft und die fortschreitende Digitalisierung sind die Ländergrenzen bereits weitgehend überwunden“, so Mayer. „Gerade weil es wieder Tendenzen zur Abschottung der Nationalstaaten gibt, gilt es den Bildungsbereich zu öffnen, um die europäischen Werte zu stärken und das Verständnis sowie die Toleranz für andere Kulturen zu fördern.“


Präsentation von Elisabeth Hönigsberger und Barbara Geiswinkler.

Anschließend präsentierten Elisabeth Hönigsberger, Generalsekretärin der EUROPEA International, und Dozentin Barbara Geiswinkler den Status-quo der Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der „Charta der europäischen Agrarbildung“. „Nach 20 Jahren ist es nun an der Zeit die Charta zu adaptieren und an die neuen Gegebenheiten, wie eine kompetenzorientierte Pädagogik und  digitale Lernformen, anzupassen. Dabei gilt es abzuwägen, welche Aufgaben eine gelungene Agrarbildung im Europa des 21. Jahrhunderts erfüllen muss“, so Hönigsberger und Geiswinkler.
An der Podiumsdiskussion nahmen Bio-Bauer Philipp Mayer, Dozentin Beate Kralicek, Barbara Sterkl, Landjugend Österreich, und Direktor Peter Prietl (Fachschule Kobenz, Steiermark) teil. Die Veranstaltung wurde von Dozent Thomas Ochsenhofer moderiert.

LR Teschl-Hofmeister: Engagierte Bildungsarbeit für ein gemeinsames Europa
„An den Landwirtschaftlichen Fachschulen (LFS) in NÖ wird nicht nur praxisorientierte Ausbildung auf hohem Niveau geboten, hier wird auch die europäische Idee mit Leben erfüllt. Zahlreiche Projekte der Fachschulen mit europäischen Partnerschulen zeigen, dass der Dialog über Ländergrenzen hinweg intensiv gepflegt wird“, betont Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Zudem sind die Schülerinnen und Schüler auf dem europäischen Parkett äußerst erfolgreich, wie die vielen Erfolge bei internationalen Bewerben zeigen. So stellen die Fachschulen den Europameister der Jungwinzer, die Europameisterin sowie den Vize-Europameister der Waldarbeit und den Vize-Europameister der Jungfleischer“, so Teschl-Hofmeister. „Dass Fachlehrerin Elisabeth Hönigsberger von der Weinbauschule Krems zur Europäerin des Monats gekürt wurde, ist eine besondere Anerkennung der jahrelangen Arbeit auf Europaebene im landwirtschaftlichen Bildungsbereich“.

EUROPEA ist das europäische Netzwerk der landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen, Schulen, Colleges und Fortbildungseinrichtungen. Derzeit gibt es 25 Mitgliedsländer, neben 22 EU-Ländern auch Norwegen, die Schweiz und Serbien. Die EUROPEA wurde 1992 gegründet. Der Vorsitz orientiert sich an der EU-Präsidentschaft. Internet: www.europea.org.

(Schluss)


Der Vorstand der EUROPEA hielt an der Hochschule seine Generalversammlung ab.