Wikipedia | LMS | WebMail | PHOnline | Impressum
headerbild
headerbild
headerbild
english version

Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof:
Fachtag „Wald und Holz“ abgehalten

Am 14. Jänner wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof der traditionelle Fachtag „Wald und Holz“ veranstaltet, der unter dem Motto „Zu wenig Holz – zu viele Schweine?“ stand. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionsrunden standen die Situation am Holzmarkt und die künftige Sicherung des Holzbedarfs sowie die Wildschadenssituation beim Schwarzwild. „Derzeit ist die Nachfrage nach frischem Sägerundholz weiterhin gut und der Preis liegt derzeit mit EUR 95,- je Festmeter relativ stabil auf hohem Niveau, obwohl im Dezember leichte Preisabsenkungen zu verzeichnen waren“, erklärte Dipl.-Ing. Ludwig Köck. Direktor Dipl.-Ing. Franz Breiteneder dankte besonders den Organisatoren Dipl.-Ing. Werner Sinn und Ing. Willi Wiltschko sowie den Moderatoren Forstdirektor Dipl.-Ing. Werner Löffler und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich, welche das große Interesse der Waldviertler Bauern an der Fachveranstaltung hervor hoben.

Energieholznachfrage: Tendenz steigend – Wirtschaftlichkeit problematisch
Alle Energieholzsortimente sind laut Prognosen weiterhin gut nachgefragt. Einig waren sich alle Vertreter, dass die intensive Holzwerbung der vergangenen Jahrzehnte Holz als Brennstoff gut positionieren konnte. „Die Auslastung am Fernwärmesektor ist jedoch für einige Werke problematisch“, betonte Prokurist Herbert Mandl von der Firma BioMA Energie AG.
Dr. Dipl.-Ing. Klemens Schadauer vom BFW führte in eindrucksvoller weise den Besuchern vor Augen, dass die Holznutzung in Österreich in den letzten Jahren bereits zugenommen hat. Da aber auch der Holzvorrat angestiegen ist, wurde somit die Nachhaltigkeit weiter gesichert. „Zielgruppen“ für jede Form der „Holzmobilisierung“ sind weiterhin die Klein- und Kleinstwaldbesitzer. Die Statistik unterscheidet in der Zwischenzeit differenzierter. „Ein gutes Beispiel dafür ist die von den Waldviertler Waldwirtschaftsgemeinschaften gegründete ‚Holzland GesmbH‘, die 2011 bereits über 100.000 Festmeter Holz vermarktete“, berichtete Geschäftsführer Anton Besenböck. Die Tendenz ist steigend, da die Kleinstwaldbesitzer verstärkt das Angebot nutzen.

Wildeinflussmonitoring und Schwarzwildbewirtschaftung
Die Interpretation der Ergebnisse fiel für das Waldviertel etwas besser aus als für andere Regionen. Die Wildeinflüsse auf die Baumartenverteilung in verschiedenen Höhen ist unterschiedlich - die Situation hat sich jedoch „auf relativ hohem Niveau leicht verbessert“, so die Zusammenfassung von Forstdirektor Dipl.-Ing. Werner Löffler. Nach den Inputs von Bezirkshauptmann HR Dr. Michael Widermann, Kammerobmann Dietmar Hipp und Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker diskutierten am Nachmittag über 40 Grundeigentümer und JägerInnen unter der Leitung von Ing. Herbert Grulich über die Schwarzwildsituation. Nach einer phasenweise sehr intensiven Debatte kam es zu höchst interessanten Ideen, die den zuständigen Gremien präsentiert werden sollen.
Die teilweise sehr konstruktiven Vorschläge werden vom Moderator und den Referenten zusammengefasst und der Öffentlichkeit präsentiert. Ein „Miteinander“ zwischen Land- und Forstwirtschaft sowie den Jagdausübungsberechtigten ist unerlässlich. Unterschiedliche Bewirtschaftungsmöglichkeiten des Schwarzwildes im Groß- und Kleinwald kamen stark zum Ausdruck. Die „Jungjägerinitiative“ der NÖ Fachschulen wurde sehr begrüßt.
Alle Referate und Ergebnisse stehen auf der Homepage der LFS Edelhof und der LK-Niederösterreich zum Download bereit.