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Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen: Pädagogische Initiative „MOVE“
Seminar zur Anwendung neuer Lernformen

 

Vom 20. bis 21. Oktober fand in Altlengbach ein Seminar zum Thema „Neue Pädagogik“ statt, an dem 20 LandwirtschaftslehrerInnen teilnahmen. „Diese Veranstaltung ist ein wesentlicher Teil der neuen pädagogischen Initiative ‚MOVE‘, die das Ziel verfolgt, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren“, erklärte Dipl.-Päd. Elisabeth Hönigsberger, Leiterin des Seminars. „Um zeitgemäße Lernformen zur Anwendung zu bringen, vernetzen wir bereits vorhandene Initiativen an den Schulen und zeigen Alternativen im Bildungsbereich auf, die den Schüler in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens stellen“, so Hönigsberger. Am Programm stand die Verbesserung der Kompetenzen der LehrerInnen in den Bereichen Pädagogik, Moderation, Kommunikation und Kooperation. Ebenso wurde verstärkt an der Erstellung von Lernaktivitäten in den Fachrichtungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft gearbeitet. Diplomlebensberaterin Manuela Schmied-Wolfsbauer beleuchtete in ihrem Vortag die Rolle des Lehrers als Coach für die Schüler: Das Rollenbild der Pädagogen verändert sich zunehmend hin zum Lernberater, der die Schüler beim eigenständigen Lernen begleitet und eine schülerorientierte Lernkultur fördert.

Selbstverantwortliches Lernen an den Landwirtschaftsschulen
„Künftig sollen an allen Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich verstärkt neue Lernformen angewendet werden, um den veränderten Bedürfnissen der SchülerInnen gerecht zu werden“, informierte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „Mit dieser pädagogischen Initiative wollen wir die LehrerInnen unterstützen im Unterricht neue Lernmethoden einzusetzen“, so Friewald. Landesschulinspektor Friewald trat in seinem Statement auch für die Vielfalt der pädagogischen Unterrichtsformen ein, wobei künftig vermehrt Unterrichtsmethoden, wie das offene Lernen, der projektorientierte Unterricht, das selbsttätige Lernen oder das problemorientierte Lernen zur Anwendung kommen sollen. „In Zukunft gilt es die Team- und Kooperationsfähigkeit der LehrerInnen zu stärken, um neue Lernformen zu etablieren“, betonte Friewald. Bei den Schülern soll vermehrt die Erlangung von Kompetenzen gefördert und nicht nur Fachwissen abgeprüft werden. „Jede Schule soll die Möglichkeit haben eine individuelle und regional abgestimmte Entwicklung durchzuführen und das pädagogische Konzept auf den Standort sowie auf eigene Stärken abzustimmen“, so LSI Friewald.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.