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Pressetexte & Presse-Infos

PRESSEMITTEILUNG
Gaming, 31. Juli 2011

Fachschule Gaming: 2. Mostviertler Musizierwoche
Volksmusikseminar mit 70 begeisterten Sängern und Musikanten

Vom 25. bis 29. Juli fand an der LFS Gaming das traditionelle Volksmusikseminar statt. „Die Schule ist ein idealer Ort für die Durchführung der Singwochen. Die Räumlichkeiten verfügen über eine gute Akustik und die Lage der Schule mit dem großen Park ist wie geschaffen für Familien mit Kindern“, erklärte Direktorin Ing. Daniela Fux. „So nahmen dieses Jahr rund 70 begeisterte Sänger und Musikanten jeder Altersgruppe an der Singwoche teil, der jüngste Teilnehmer ist gerade mal sieben Jahre alt und der älteste Teilnehmer ist 71 Jahre“, informierte Direktorin Fux. Die Sänger nächtigten auch in der Schule. Nach intensiven Proben wurde am 26. Juli ein Singabend mit Norbert Hauer veranstaltet und der Höhepunkt des Musikseminars war der Volksmusikabend am 28. Juli in der Schule, wo auch Volkstänze aufgeführt wurden. Die beiden Seminarleiter Peter Ebner und Bernhard Karoh studierten mit den Sängern Lieder für den gemischten Chor ein, die vor etwa 250 Gästen in der Schule dargeboten wurden. Für die Koordination vor Ort war Fachlehrer Ing. Franz Raab verantwortlich. Weitere Referenten bei der Musikzierwoche waren Reinhard Gusenbauer, Richard Huber, Bertl Eppensteiner und Stefan Promegger.
Als Veranstalter des Volksmusikseminars zeichnet das Netzwerk der Mostvierteler Volksmusikanten verantwortlich, deren Ziele die Erhaltung und Förderung von Volksmusik und Regionalkultur sind. Das generationenübergreifende Musizieren von regionstypischer Volksmusik steht dabei im Vordergrund. Niederösterreichische Volkskultur wird so gepflegt und auch von den jüngeren Generationen mit Leben erfüllt.
PRESSEMITTEILUNG
Hohenlehen, 26. Juli 2011

LFS Hohenlehen: Rekordbeteiligung bei Familiensingwoche
144 Sänger bei Chorleiter Johannes Dietl

Vom 17. bis 24. Juli fand bereits zum 23. Mal die Familiensingwoche unter der Leitung von Prof. Johannes Dietl an der Bergbauernschule Hohenlehen statt. „Das Schloss Hohenlehen ist ein idealer Ort für die Durchführung der Singwochen. Die Räumlichkeiten verfügen über eine gute Akustik und die Lage der Schule mit dem großen Park und der Viehwirtschaft ist wie geschaffen für Familien mit Kindern“, erklärte Direktor Ing. Leo Klaffner. „So nahmen dieses Jahr 144 begeisterte Sänger und Musikanten jeder Altersgruppe an der Singwoche teil. Dabei mussten 25 Anfragen leider abgelehnt werden, weil mehr Personen an der Schule einfach nicht unterzubringen sind“, informierte Direktor Klaffner.
Susanne Dietl fungierte als Managerin der Singwoche und Gatte Johannes Dietl studierte mit den Sängern Lieder für gemischten Chor ein, die beim Abschlusskonzert am 23. Juli unter großem Beifall dargeboten wurden. Unterstützt wurden die Dietls von Ulli Baar und Marie Gimpel, Monika Bertle und Ingrid Schedlbauer, Vera Krska und Robert Lhotka, der mit den Teilnehmern Tänze einstudierte. „Dass dieses Programm mit der hohen Anzahl von Leuten überhaupt in den Ferien bewältigt werden kann, liegt an der perfekten Organisation durch das Team der Familiensingwoche und der Hohenleh`ner Mannschaft - eigentlich eine Frauenschaft“, betonte Direktor Klaffner. Vom 24. bis 31. Juli findet bereits die nächste Singwoche mit 97 Teilnehmern in Hohenlehen statt, diesmal unter der Leitung von Eva Dirninger.
Die Singwochen werden vom Bildungs- und Heimatwerk NÖ (BHW) veranstaltet, um das generationenübergreifende Musizieren von Familien zu fördern. Niederösterreichische Volkskultur wird so gepflegt und an die kommen Generationen weiter gegeben. „Die Familiensingwochen finden bereits seit 1957 an der LFS Hohenlehen statt und haben sich somit zur erfolgreichsten Veranstaltung des Bildungs- und Heimatwerkes NÖ entwickelt“, sagte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald, Landesvorsitzender des BHW NÖ.
PRESSEMITTEILUNG
Pyhra, 23. Juli 2011

Rumänien-Hilfsprojekt der Landwirtschaftlichen Fachschulen
LFS Pyhra baut Solaranlage für Kinderwaisenhaus

In den ersten beiden Ferienwochen baute ein Montageteam der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra eine Solaranlage am Dach eines Kinderwaisenhauses in Saniob, einem Ort im Nord-Westen Rumäniens. „Die 24 m² große Solaranlage mit einem 1000 Liter-Warmwasserspeicher hilft Stromkosten zu sparen und trägt somit zur nachhaltigen Energienutzung bei“, erklärte Projektleiter Ing. Georg Waach. „Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Kinderheimes konnte die Solaranlage sehr rasch errichtet und auch gleich in Betrieb genommen werden. Die Bauteile wurden bereits im Frühjahr mit tatkräftiger Unterstützung des NÖ Feuerwehrkommandos Tulln nach Rumänien gebracht“, informierte Waach. Für den Herbst ist der Bau einer weiteren Solaranlage sowie eines Folientunnels zur Selbstversorgung mit Gemüse in Saniob geplant. Das Projekt in Rumänien findet im Rahmen der sozialen Initiative „AURO-DANUBIA“ statt, das vom Stift Melk durchgeführt wird, um sozial bedürftigen Kindern und Jugendlichen zu helfen. Die Reisekosten wurden von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien getragen. Das Team der LFS Pyhra bestand aus Fachlehrer Ing. Georg Waach, Facharbeiter Franz Stupphan, Schüler Patrik Kummer sowie Elektriker Helmut Schellenbacher. Die Initiative der LFS Pyhra ist der Startschuss für das Engagement aller Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen beim Hilfsprojekt in Saniob.

Verein „AURO DANUBIA“ - hilft rumänischen Waisenkindern
Die Schirmherrschaft des Vereines „AURO DANUBIA“ hat das Stift Melk inne. Norbert Gollinger, Landesdirektor ORF NÖ, ist dessen Präsident und Vizepräsidenten sind Mag. Johann Culik, Generalmajor, NÖ Militärkommandant, Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor Raiffeisen Holding NÖ-Wien und Harald Knabl, Chefredakteur NÖ Nachrichten. Der Name leitet sich von AU wie Austria, RO wie Romania und DANUBIA wie Donau ab. Bis dato entstanden in Saniob, einem kleinen Ort in der Nähe von Oradea, drei Waisenhäuser, eine Tischlerei und ein Landwirtschaftsbetrieb. Ziel der Initiative ist, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Rumänien zu unterstützen. Die Trägerschaft dieses Sozialzentrums in Rumänien hat die internationale Stiftung „Caritas Centru Social Sf. Stefan Saniob“ übernommen, wobei Österreich, Deutschland, Holland und Rumänien beteiligt sind.

Kontakt
„AURO-DANUBIA“ - Stift Melk hilft Waisenkindern in Rumänien
Benediktinerstift Melk, Zentraldirektion
Abt-Berthold-Dietmayr-Straße 1
3390 Melk
Telefon: 02752/555-222
Internet: www.stiftmelk.at/saniob/solaranlage.htm

Sozialzentrum in Rumänien:
417192 Saniob 222
Jud. Bihor
Romania
Telefon: 0040 259 328 340

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PRESSEMITTEILUNG
Edelhof, 2. Juli 2011

Prämiere für Maurer-Lehrgang
LFS Edelhof: erstmals Maurer ausgebildet

Am 1. Juli 2011 fand erstmals der Abschluss des einjährigen Lehrganges „Maurer“ an der LFS Edelhof statt. „Alle zwölf Schüler schlossen die Ausbildung erfolgreich ab und starten nun bestens gerüstet ins Berufsleben“, freut sich Lehrgangsleiter Ing. Markus Haidvogl. Die Spezialausbildung findet in Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule Bau in Langenlois statt und setzt Schwerpunkte in der praktischen Ausbildung und der Fachkunde. „Maurer sind gefragte Handwerker, die neben Geschick auch fundiertes Fachwissen und viel Kreativität mitbringen müssen, schließlich müssen Gebäude Generationen überdauern“, sagte Fachlehrer Haidvogl bei der Überreichung der Abschlusszeugnisse. Neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick werden von Maurern auch räumliches Vorstellungsvermögen sowie die Fähigkeit im Team zu arbeiten, erwartet.

Vielfältige Tätigkeitsbereiche
Das Tätigkeitsfeld des Maurers geht vom Betonieren der Kellerfundamente bis zum Verputzen der Wände. Kenntnisse über die Eigenschaften künstlicher und natürlicher Baustoffe - wie Ziegel, Kalksandstein, Bimssteine, Betonsteine sowie Gipskartonplatten sind die Grundlagen. Die Ausbildung besteht aus der Fachkunde, die Know-how rund um die Werkstoffe sowie die Geräte- und Maschinenkunde umfasst. Die Bauphysik, Baukonstruktion und die Bauvorschriften zählen ebenso zu den Schwerpunkten im Unterricht. Bei der computergestützten Technologie kommen CAD und CNC-Maschinen zum Einsatz.
Aufnahmevoraussetzungen in den Lehrgang sind die erfolgreiche Absolvierung einer dreijährigen Landwirtschaftlichen Fachschule (unabhängig von der Fachrichtung) und ein Aufnahmegespräch mit dem Lehrgangsleiter. Information: Telefon: 02822/52402 und im Internet www.lfs-edelhof.ac.at .
PRESSEMITTEILUNG
Langenlois, 29. Juni 2011

Bildungszentrum des Gartenbaues feiert runden Geburtstag
Gartenbauschule Langenlois: 60 Jahre erfolgreiche Bildungsarbeit

Am 29. Juni 2011 fanden die Feierlichkeiten anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums der Gartenbauschule Langenlois statt. Direktor Ing. Franz Fuger sprach von einer 60-jährigen Erfolgsgeschichte in der Ausbildung der Gärtner und Floristen: „Die Gartenbauschule konnte sich als österreichweites Zentrum für die "grünen Berufe" bestens etablieren, wo auch besonderer Wert auf das Kurswesen gelegt und ein enger Kontakt zu den Gärtnern gepflegt wird“. Beim Festakt wurden drei weitere Jubiläen gefeiert: 40 Jahre Fachschule, 20 Jahre Meisterschule und 15 Jahre Absolventenverband. „In der Gartenbauschule werden Facharbeiter in den Lehrberufen Gärtner, Landschaftsgärtner, Blumenbinder (Floristik) und Friedhofsgärtner ausgebildet. Eine Meisterausbildung kann angeschlossen werden“, informierte Berufsschuldirektorin Dipl.-Ing. (FH) Anna-Maria Betz.
NÖ Landtagspräsident Ing. Hans Penz hob die gute Ausbildungsqualität, die Tradition mit der Moderne bestens verbindet, in seiner Festansprache hervor. „Gärtner sind kreative Botschafter der blühenden Natur“, so Präsident Penz. Bezirkshauptmann Dr. Werner Nikisch sprach von einem „Mekka des Gartenbaues in Österreich“, das Langenlois sei. Weitere Festgäste waren Nationalratsabgeordnete Anna Höllerer, Präsident Ök.-Rat Dipl.-HLFL-Ing. Josef Pleil, LAK Präsident Ing. Andreas Freistetter und Bürgermeister Hubert Meisl.

Bildungszentrum für Gartenbau mit Tradition
In der vierjährigen Fachschule werden Facharbeiter in den Lehrberufen Gärtner, Friedhofsgärtner, Landschaftsgärtner und Blumenbinder (Floristik) ausgebildet. Die anschließende Meisterausbildung kann in den Sparten Gärtner, Landschaftsgärtner und Floristik abgelegt werden.
An der dreijährigen Berufsschule werden Gärtnerlehrlinge aus Niederösterreich und Burgenland ausgebildet. Die Schwerpunkte sind dabei Zierpflanzen-, Gemüse- oder Baumschulgärtner, Landschaftsgärtner und Blumenbinder. Die Gartenbauschule Langenlois verfügt auch über eine Lehrgärtnerei mit den Betriebszweigen Blumenerzeugung, Zierpflanzenbau, Gemüsebau, Gehölz- und Staudenproduktion sowie Obstbau. Derzeit besuchen über 200 Schüler die Fachschule und rund 150 Schüler die Berufsschule, die von 28 Lehrern unterrichtet werden. Das Kursangebot wird von ca. 800 Personen wahr genommen. Da viele Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, verfügt die Schule auch über ein Internat.
PRESSEMITTEILUNG
Edelhof, 23. Juni 2011

Auszeichnung beim Wettbewerb „Naturschutz aus Bauernhand“
LFS Edelhof: Zweiter Platz für Projekt „Nützlingshotel“

Am 21. Juni 2011 wurde die Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof in St. Pölten im Landhaus mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Jung & Schlau“ beim Wettbewerb „Naturschutz aus Bauernhand“ von Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf ausgezeichnet. Im Rahmen des Bewerbes konnten landwirtschaftliche Betriebe und Schulen innovative Naturschutzideen und -projekte einreichen, die den Schutz einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart oder die Pflege eines Lebensraumes zum Ziel hatten. „Die Schüler der Klasse 2b bauten im Rahmen eines Pflanzenbauprojekts ein Biotop mit integriertem Nützlingshotel, das zur Erhaltung der Artenvielfalt in Fauna und Flora beiträgt“, informierte Fachlehrerin Dipl.-Ing. Michaela Bauer. „Für die Entscheidung der Jury war vor allem die Kombination von handwerklichem Können und die aktive Biotoppflege von maßgeblicher Bedeutung“, so Projektleiterin Bauer.
Die eingereichten Projekte zeigten eindrucksvoll, dass die Jugend aktiv ihre Zukunft mitgestaltet und dabei hoch motiviert ans Werk geht. Insgesamt wurden vier Schulprojekte in der Kategorie „Jung und Schlau“ ausgezeichnet. Beim anschließenden „Ideenkirtag“ konnten die Schüler Erfahrungen austauschen.
PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten/Tulln, 21. Juni 2011

400 Schüler nahmen an Sportbewerben teil
32. Sportfest der Landwirtschaftsschulen NÖ

Am 21. Juni 2011 fand an der Landessportschule in St. Pölten das traditionelle Sportfest der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs statt. 18 Schulen gingen mit rund 400 Schülern in 30 Wettbewerben an den Start. „Durch Sport können der Jugend Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Rücksichtnahme auf den Partner vermittelt werden, die wichtige Grundvoraussetzungen für den weiteren Bildungs- und Lebensweg sind“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Bewegung und Sport sind wesentliche Teile der Persönlichkeitsbildung, die wir mit der Austragung des Sportfestes fördern wollen. Sport verbindet die Menschen nicht nur im schulischen Bereich, sondern baut auch weltweit Brücken zwischen Staaten und Kulturen“, so Krenn. „Die sportlichen Wettkämpfe sind seit nunmehr 32 Jahren ein wichtiger Fixpunkt im Schuljahr der Landwirtschaftlichen Schulen in Niederösterreich“, sagte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. „Bereits zum zweiten Mal wurde die Sportveranstaltung in der Landessportschule St. Pölten abgehalten, weil im traditionellen Austragungsort Tullnerbach die Durchführung durch die Schulrenovierung nicht möglich war“, erklärten die beiden Organisatoren des Sportfestes Ing. Leopold Klingenbrunner und Andreas Sternath BEd. Die Siegerehrung führten Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Andreas Sternath BEd durch.

LFS Pyhra siegt in der Burschenwertung, LFS Gaming siegt bei den Mädchen
In der Gesamtwertung bei den Burschen (Burschen I und II) siegte die LFS Pyhra vor der LFS Edelhof. Den dritten Platz belegte die LFS Obersiebenbrunn. Bei der Gesamtwertung der Mädchen erreichte die LFS Gaming den ersten Platz, der zweite Platz ging an die LFS Zwettl und Dritte wurde die LFS Langenlois. Zur Austragung kamen Bewerbe der Leichtathletik, wie Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, Staffelläufe, 3.000-Meter-Lauf, 60- und 100-Meter-Läufe; Spielbewerbe waren Fußball, Völkerball, Tischtennis, Volleyball und Beachvolleyball.

Mädchen
1. LFS Gaming
2. LFS Zwettl
3. LFS Langenlois

Burschen Gesamtwertung
1. LFS Pyhra
2. LFS Edelhof
3. LFS Obersiebenbrunn

Burschen I
1. LFS Obersiebenbrunn
2. LFS Edelhof
3. LFS Pyhra

Burschen II
1. LFS Pyhra
2. LFS Gießhübl
3. LFS Edelhof
PRESSEMITTEILUNG
Edelhof, 9. Juni 2011

Auszeichnung durch Bildungsförderungsfonds
LFS Edelhof: Preis für „Gesundheit und nachhaltige Entwicklung“ erhalten

Am 9. Juni 2011 wurde die Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof im Naturhistorischen Museum in Wien mit dem Preis für „Gesundheit und nachhaltige Entwicklung“ vom Bildungsförderungsfonds ausgezeichnet. „Die SchülerInnen bauten im Rahmen eines fächerübergreifenden Schulprojekts ein Öko-Bett, bei dem von der Holzkonstruktion bis hin zu Bettwäsche alles selbst angefertigt wurde“, informierte Fachlehrerin Ing. Andrea Stiedl. „Für die Entscheidung der Jury war vor allem die Kombination von handwerklichem Können und dem Einsatz regionaler Werkstoffe von Bedeutung“, so Projektleiterin Stiedl. Sektionschef Kurt Nekula überreichte feierlich die Urkunden und sprach von einer „Leistungsschau an innovativen Schulprojekten“. „Die eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass die Jugend aktiv ihre Zukunft mitgestaltet und dabei hoch motiviert ans Werk geht“, sagte Sektionschef Nekula. Insgesamt wurden neun Schulprojekte aus dem gesamten Bundesgebiet ausgezeichnet. Nach der Präsentation der prämierten Projekte gab es für die SchülerInnen Führungen durch das Naturhistorische Museum.

Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung
Der von Unterrichtsministerium und Lebensministerium beauftragte Fonds zur Förderung und Finanzierung von Bildungsinitiativen zur Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt und Gesundheit unterstützt innovative Projektideen in der Schule. Am Ende des Schuljahres werden die besten Projekte ausgezeichnet. Im Zuge der Abschlussveranstaltung hatten die SchülerInnen die Gelegenheit ihre Projekte einem großen Publikum zu präsentieren. Weitere Informationen: www.umweltbildung.at .
Pressemitteilung
Poysdorf, am 8. Juni 2011

Prämierung von Schulprojekten für mehr Fairness und gegen Gewalt
LFS Poysdorf mit „Fairness Award 2011“ ausgezeichnet

Am 6. Juni wurde die Landwirtschaftliche Fachschule Poysdorf im Wiener MuseumsQuartier von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied für das Schulprojekt „Klimabündnis“ mit dem „Fairness Award 2011“ in der Kategorie „Verhaltensvereinbarungen“ ausgezeichnet. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass Schule gut gelingt und dass wir respektvoll und fair miteinander umgehen. Deshalb initiierten wir gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern ein Projekt, das Probleme in der Schule schon frühzeitig aufzeigt und so einen respektvollen Umgang miteinander erleichtert“, erklärte Direktor Dipl.-Ing. Martin Faber anlässlich der Preisverleihung. Beim prämierten Projekt wurden verbindliche Vereinbarungen festgelegt, die mehr Fairness im täglichen Umgang miteinander in der Schule ermöglichen. Durch die Gründung eines Schulparlaments, haben die Schüler nun die Gelegenheit der aktiven Mitsprache in Schulangelegenheiten.

Anti-Gewalt-Initiative
Der Fairness Award ist ein wichtiger Teil der vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur initiierten Anti-Gewalt-Initiative „Weiße Feder“. Dabei stehen Projekte, die sich nachhaltig für Partnerschaftlichkeit, Fairness und Respekt an Österreichs Schulen einsetzen. Insgesamt wurden über hundert Projekte eingereicht. Der Award wurde heuer bereits zum sechsten Mal in drei Alterskategorien vergeben: 6 bis 10 Jahre; 11 bis 14 Jahre und 15 bis 19 Jahre. Darüber hinaus wurde pro Alterskategorie eine Verhaltensvereinbarung ausgezeichnet sowie ein Sonderpreis vergeben. Internet: www.fairnessaward.at .
PRESSEMITTEILUNG
Langenlois, 8. Juni 2011

Klima-Aktions-Woche 2011: Klimaschutz wir tun was!
Gartenbauschule Langenlois:
Aktion „Klimafrühstück“ mit Landesrat Pernkopf

Am 8. Juni 2011 fand an der Gartenbauschule Langenlois anlässlich der Klima-Aktions-Woche 2011 ein „Klimafrühstück“ mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf statt, bei dem die Schüler regionale und saisonale Lebensmittel servierten. „Unser Ernährungsverhalten bestimmt maßgeblich den globalen Verbrauch an Ressourcen und verursacht erhebliche Treibhausgas-Emissionen: In Industrieländern kommen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen aus der Lebensmittelbranche. Mit einfachen Mitteln können gerade beim Kochen und Essen Verbesserungen für uns und unsere Umwelt erzielt werden“, betont Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf. „Dass Klimaschutz auch die Jugend bewegt, stellen die Schüler der Gartenbauschule Langenlois mit der Aktion "Klimafrühstück" eindrucksvoll unter Beweis“, so Pernkopf. „Produkte aus regionaler und bei Obst und Gemüse auch aus saisonaler Produktion haben kürzere Transportwege, sind frischer und verbrauchen weniger Energie“, so das Resümee der Gartenbauschüler.

Aktiver Klimaschutz durch Klimaprogramm 2009 - 2012
Mit über 300 Aktionen wird in der der Klima-Aktions-Woche auf die vielfältigen Klimaschutzmaßnahmen im Land NÖ aufmerksam gemacht, die jeder und jede Einzelne aktiv im Alltag setzen kann. Die Initiative soll den Klimaschutz verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rufen und die Möglichkeiten zum Klimaschutz im Alltag vor Augen führen. Im Vordergrund stehen dabei die Vorteile, die Klimaschutz für die Bevölkerung bringt. Klimaschutz eröffnet Chancen für innovative Regionen, zusätzliche Arbeitsplätze und folglich eine höhere Lebensqualität. Eine aktive Klimaschutzpolitik steht im Einklang mit der Vision einer ökonomisch wettbewerbsfähigen, sozial gerechten und ökologischen Entwicklung des Landes.
Das Land NÖ hat seine Klimaschutz-Ziele im Klimaprogramm 2009-2012 festgeschrieben. Das Klimaprogramm umfasst 269 konkrete Maßnahmen und setzt sich mit regionalen Lösungsansätzen auseinander. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird regelmäßig überprüft und die Fortschritte werden in jährlichen Klimaberichten dokumentiert. Mit dem NÖ Klimaprogramm hat das Land NÖ ein einzigartiges Maßnahmenpaket entwickelt und damit eine Vorreiterrolle eingenommen.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 5. Juni 2011

DIE GARTEN TULLN: Klettern im Hochseilgarten

Vom 3. bis 5. Juni konnte man auf der GARTEN TULLN im mobilen Hochseilgarten der Österreichischen Outdoor-Akademie die Geschicklichkeit in luftiger Höhe testen. Dabei standen die beiden Outdoor-Trainer Ing. Johannes Pakosta und Ing. Herwig Posch den meist jungen Kletteraspiranten mit Rat und Tat zur Seite. „Für die Jugendlichen bedeutet das Klettern neue Herausforderungen an Mut und Geschicklichkeit und gleichzeitig Spaß und Spannung zu erleben“, so Kletter-Profi Pakosta. Eine ausführliche Einschulung und die spezielle Ausrüstung mit Klettergurt, Helm und einer doppelten Sicherung garantieren eine größtmögliche Sicherheit der Kletterer. So können unter sicheren Bedingungen spektakuläre Einblicke in die Natur gewonnen werden, die zudem Geschicklichkeit und Köperbeherrschung erfordern.
Seit vier Jahren führt die österreichische Outdoor-Akademie Seminare, Schulungen und Lehrgänge durch, wobei verstärkt der „Lehrraum“ Natur und das soziale Lernen im Mittelpunkt stehen. Dabei wird intensiv mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen zusammengearbeitet. Dabei wird intensiv mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen zusammen gearbeitet. Die Trainer der Outdoor-Akademie sind meist als Lehrer an den Fachschulen tätig. Informationen unter www.outdoor-akademie.at .

Vielfältiges Programm der Landwirtschaftsschulen
Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen veranstalten in ihrem Mustergarten auf dem Gelände der GARTEN TULLN ein vielfältiges Programm, das besonderen Wert auf die ökologische Gartenbewirtschaftung und die Kultivierung von Gemüseraritäten legt. So gibt es am 8. Juni von der Gartenbauschule Langenlois Experten-Tipps zur Gestaltung eines Gemüsegartens. Am 11. Juni werden Garten-Workshops für Kinder veranstaltet und am Pfingstwochenende dreht sich alles rund um das Grillen im Freien.
Eine Broschüre informiert über das vielfältige Programmangebot der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, die kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) erhältlich ist. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at. Nähere Infos zur Landesgartenschau unter: www.diegartentulln.at und www.lako.at .
PRESSEMITTEILUNG
Hollabrunn, 2. Juni 2011

Besucherandrang bei Sonnenschein
Stallfest an der LFS Hollabrunn

Am 1. Juni 2011 fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn zum zweiten Mal das Stallfest statt, bei dem neben einem vielfältigen Unterhaltungsprogramm auch die fachlichen Schwerpunkte der Schule präsentiert wurden. „Die Gäste konnten sich beim Stallfest in ganz ungezwungener Atmosphäre über das umfangreiche Bildungsangebot und die gute Ausstattung der Fachschule informieren“, erklärte Direktor Ing. Rudolf Reisenberger. „Die Eröffnung des Stalles mit einem Fest war im Vorjahr ein so großer Erfolg, dass wir diese Veranstaltung nun regelmäßig durchführen werden“, so Direktor Reisenberger. Festrednerin Mag. Klaudia Tanner, Direktorin des NÖ Bauernbundes, wies auf die konstant hohen Schülerzahlen an den Landwirtschaftlichen Fachschulen hin: Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren für die Jugend, mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt. „Neben der soliden Bildungsarbeit sind die Landwirtschaftsschulen Vorreiter bei der Erzeugung von bäuerlichen Qualitätsprodukten, wie Wein und Fleisch, die für eine hohe regionale Wertschöpfung sorgen. Ziel der Landwirtschaft muss es sein, den Schulterschluss mit den Konsumenten zu festigen und dabei faire Preise für die Produkte zu erzielen“, so die Direktorin des blau-gelben Bauernbundes.
Kulinarisch gab es beim Stallfest Leckerbissen von der Hollabrunner Jungkalbin und dem Hollabrunner Strohschwein, dazu wurden edle Weine der Landesweingüter Hollabrunn und Retz serviert. Weitere Highlights des Festprogramms waren das Traktor-Oldtimertreffen, eine „Line Dance“-Vorführung, „Dogdancing“ und „Bauerngolf“. Für die passende Musik sorgten die „Saubergbuam“.

Kalbinnenmast im Weinviertel bietet Einkommenschancen
„Die LFS Hollabrunn forciert mit dem neuen Stall die Kalbinnenmast im Weinviertel, die gute Einkommenschancen für die Landwirte bietet“, informierte Direktor Reisenberger. Der Außenklimastall der Fachschule verfügt über 20 Mastplätze und eignet sich optimal für den praktischen Unterricht. Bei der Fleischverarbeitung wird intensiv mit dem Schlachthof Gantner und der Berufsschule für Fleischer Hollabrunn zusammengearbeitet.
PRESSEMITTEILUNG
Gießhübl, 31. Mai 2011

Mostviertler Bildungshof Gießhübl:
LR Pernkopf: Stall für zeitgemäße Rinderaufzucht eröffnet

Am 29. Mai 2011 wurde der neu errichtete Stall der LFS Gießhübl von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf feierlich eröffnet. „Die rasante Entwicklung im Bereich der Stalltechnik und der Tiergesundheit machten den Neubau des Stalles für die Kalbinnenaufzucht notwendig. Der Mostviertler Bildungshof ist nun Vorreiter in Sachen moderner Rinderhaltung, wo Schüler wie auch Erwachsene hautnah den fachlich richtigen Umgang mit Tieren erleben können“, erklärte Landesrat Pernkopf. „Die Kühe können sich im Stall frei bewegen, was für die artgerechte Tierhaltung besonders wichtig ist. Mit dem neuen Stallgebäude für 20 Kalbinnen können wir zeitgemäße Rinderaufzucht praxisnah im Unterricht und bei Kursen vermitteln“, sagte Direktor Ing. Gerhard Altrichter.

Moderne Rinderhaltung aus Tradition
Der neue Stall ist für die Außenklimahaltung mit Liegeboxen Platz ausgerichtet, wo sich die Kühe frei bewegen können. Die Holzkonstruktion und der offene Stall gewährleisten ein optimales Stallklima mit ausreichend Frischluft für die Kühe.
Die LFS Gießhübl kann auf eine rund 60-jährige Erfahrung im Bereich der Rinderzucht verweisen und zählt zu den Pionieren in der Melktechnik und der Rinderhaltung. Schon in den 80er-Jahren wurde ein Laufstall errichtet und wegweisende Fütterungsversuche mit verschiedenen Rinderrassen in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur durchgeführt. Die Milchleistung konnte so kontinuierlich erhöht werden und liegt derzeit bei einer Leistung von durchschnittlich 11.300 Liter Milch pro Kuh.

Agrarisches Bildungszentrum mit Geschichte
Derzeit besuchen 203 Schüler die dreijährige Schulform mit den Fachrichtungen Landwirtschaft und Ökologische Hauswirtschaft. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Obstverarbeitung, die Schweinehaltung und soziale Dienste. Auch mit einer Abendschule für Erwachsene, die aktuell 75 Personen besuchen, hat sich die Fachschule zu Recht die Bezeichnung als „Mostviertler Bildungshof“ verdient. Landwirtschaftliche Meister sowie Betriebs- und Dorfhelferinnen werden hier ausgebildet. Gießhübl ist auch Sitz des Maschinenringes Amstetten.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 26. Mai 2011

Projekte der Landwirtschaftlichen Fachschulen gefördert
Raiffeisen sponsert innovative Schulprojekte

Am 25. Mai wurden an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien feierlich das Sponsorengeld für innovative Schulprojekte übergeben. Prokurist Mag. Wolfgang Pundy, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, gratulierte gemeinsam mit Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn den Direktorinnen und Direktoren der geförderten Schulen zu den hervorragenden Aktivitäten, die seitens der Schulen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gesetzt wurden. „Das Sponsoring von Raiffeisen ermöglicht uns spezielle Schulprojekte zu realisieren, die in dieser Form nicht möglich gewesen wären, weil sie aus dem laufenden Schulbudget nicht finanziert werden können“, bedankte sich Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Insgesamt werden 21 Projekte an elf Landwirtschaftlichen Fachschulen mit einer Gesamtsumme von Euro 18.000,- unterstützt. Konkrete Projekte sind etwa die interdisziplinäre Tier-Therapie für Kinder, die Anlage einer Freiluftklasse sowie die Förderung von Juniorfirmen“, so Abteilungsleiter Dr. Krenn. „Mit unserem Sponsoring übernehmen wir Verantwortung im Bildungsbereich und fördern auf diese Weise sehr unbürokratisch die Jugend“, erklärte Prokurist Mag. Wolfgang Pundy. Das Sponsoring von Raiffeisen mit den Landwirtschaftlichen Fachschulen läuft bereits seit fünf Jahren und wird auch künftig fortgesetzt.
PRESSEMITTEILUNG
Warth, 24. Mai 2011

24. Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen in NÖ:
LFS Edelhof siegt bei „Burschen unter 17 Jahren“
LFS Warth siegt bei „Burschen über 17 Jahren“

Am 24. Mai 2011 wurde der Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen in Niederösterreich an der LFS Warth ausgetragen. „Beim 24. Forstbewerb der Fachschulen konnten die Schüler den fachgerechten Umgang mit der Motorsäge einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Insgesamt nahmen sechs Schulen aus NÖ, eine Schule aus der Steiermark  sowie zwei Schüler aus Finnland teil. Dieser Bewerb unterstreicht den hohen Stellenwert einer praxisgerechten Forstausbildung an den Fachschulen“, erklärte Förster Mag. Karl Lobner, der für die Organisation verantwortlich zeichnet. Bei der Mannschaftswertung „Burschen unter 17 Jahre“ siegte die LFS Edelhof mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Team der LFS Hohenlehen und der LFS Gießhübl. Das Team der LFS Warth konnte den Bewerb in der Kategorie der über 17-Jährigen für sich entscheiden und siegte vor der Mannschaft der LFS Pyhra. Den dritten Platz belegten die Burschen der Gastmannschaft der LFS Kirchberg am Walde (Steiermark). „Bei der Austragung des Wettkampfes standen besonders die Sicherheitstechnik und die persönliche Schutzausrüstung im Vordergrund“, betonte Dipl.-Ing. Ewald Gill, der die Urkunden und die Preise überreichte.

24 Jahre Waldarbeitswettbewerbe
„Die rege Teilnahme der SchülerInnen zeigt das große Interesse an diesen Waldarbeitswettbewerben. Den Jugendlichen wird mit diesem Wettbewerb ein passendes Forum geboten, um ihr Können unter Beweis zu stellen“, freut sich Forstmann Lobner. Dass die Waldarbeit nicht nur eine Männerdomäne ist, zeigte das Team des Francisco Josephinums, das auch ein Mädchen in den Wettkampf schickte. Die Austragung des Wettbewerbes motiviert Schüler und Betreuer gleichermaßen sich mit der Waldarbeit intensiv auseinander zu setzen. Für den landesweiten Waldarbeitswettbewerb finden an den Schulen Vorausscheidungen statt, um die besten Wettkämpfer zu ermitteln, die an den Start gehen. Der Wettkampf bestand aus den Bewerben: Fallkerb, Präzisionsschnitt, Stechen und Zusammenschneiden, Zielhacken und Blochrollen.
Austragungsorte des Schulvergleichswettbewerbs sind abwechselnd die Landwirtschaftlichen Fachschulen und die Wieselburger Messe. Hauptsponsoren des Wettbewerbs sind die Motorsägenfirmen Stihl, Husqvarna und Jonsered sowie die Gutsverwaltung Miesenbach, die das Blochholz für den Bewerb sponserte.

Mannschaftswertung Burschen I (unter 17 Jahre)
1. LFS, Edelhof, 218,5 Punkte
2. LFS Hohenlehen, 217,5 Punkte
3. LFS Gießhübl, 187 Punkte
4. HBLA Wieselburg 1, 186,5 Punkte
5. LFS Pyhra 2, 185 Punkte
6. HBLA Wieselburg 2, 178,5 Punkte
7. LFS Warth 1, 158,5 Punkte
8. LFS Pyhra 1, 137,5 Punkte

Mannschaftswertung Burschen II (über 17 Jahre)
1. LFS Warth 2, 176,5 Punkte
2. LFS Pyhra & Finnland, 161 Punkte
3. LFS Kirchberg am Walde, 127,5 Punkte

Einzelwertung
Bei den Burschen unter 17 Jahre siegt Andreas Trimmel, LFS Hohenlehen.
Bei den Burschen über 17 Jahre siegt Franz Breitfellner, LFS Warth.

Veranstalter:
Landwirtschaftliche Fachschule Warth
Landwirtschaftliche Koordinationsstelle - LAKO
Abteilung landwirtschaftliche Bildung, Amt der NÖ Landesregierung

PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 8. Mai 2011

DIE GARTEN TULLN:
Schaukochen mit Spargel

Am 7. und 8. Mai veranstaltete die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln im Rahmen der Aktivitäten rund um den Muttertag bei der GARTEN TULLN ein Schaukochen samt Verkostung. „In der Gartenküche der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen wurde gezeigt, wie einfach und dennoch sehr schmackhaft Spargel zubereitet werden kann. Die "Spargelpfanne", gekocht nach einem traditionellen bäuerlichen Rezept, schmeckte den Besuchern besonders gut, was die rege Nachfrage zeigte“, erklärte Ing. Ricarda Öllerer. Gemeinsam mit Fachlehrerin Ing. Hilde Paßecker von der LFS Tulln wurden die Besucher beide Tage bewirtet. Dazu gab es von den beiden Köchinnen nützliche Tipps und Rezepte rund um die „Spargel-Kulinarik“.

Worauf man beim Kaufen und Kochen achten soll
„Das Wichtigste beim Spargel ist die Frische. Deswegen sollte man Spargel aus der Region kaufen, denn so kommt er am schnellsten auf den Teller. Frischen Spargel erkennt man an den geschlossenen Köpfen und an den glatten, saftigen Schnitt-Enden. Wenn die Enden eingetrocknet sind: Finger weg“, weiß Gemüseexpertin Ricarda Öllerer. „Egal ob weißer oder grüner Spargel: die holzigen Enden werden am besten entfernt“, so Öllerer. Weißen Spargel sollte man stets schälen, bei grünem ist es nicht notwendig. Wer keinen Spargeltopf hat, kocht ihn am besten als Bündel zusammengebunden - aber nicht zu lange, das edle Gemüse verkocht schnell. Spargel kann aber auch mit ein wenig Fett glasig geröstet und dann gegart werden. In einem feuchten Tuch aufbewahrt sollte er binnen weniger Tage gegessen werden. Das kalorienarme Gemüse enthält viel Vitamin A und C sowie B-Vitamine, ist reich an Mineralstoffen. Spargel ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch ein echter Fitmacher. Mit einem Wasseranteil von über 90 Prozent ist das Edelgemüse äußerst kalorienarm.
Spargel ist als Gemüse und Heilpflanze seit langem bekannt. In China wurden die Stangen des Spargels vor über 5.000 Jahren schon gegen Husten, Blasenprobleme und Geschwüre verordnet. Die Ägypter verwendeten ihn vor 4.500 Jahren, Griechen und Römer kannten ihn bereits im 2. Jahrhundert vor Christus.
Pressemitteilung
Tulln/Pyhra 1. Mai 2011

LFS Pyhra: Feierliche Schuleröffnung durch Landesrat Pernkopf
Starkes bildungspolitisches Signal des Landes NÖ

Am 1. Mai wurden an der LFS Pyhra der neue Schulgebäude und die neue Mehrzweckhalle mit einem Festakt durch Landesrat Dr. Stephan Pernkopf eröffnet. „Die LFS Pyhra verfügt nun über eine moderne Infrastruktur, von der Schüler, Lehrer, Bedienstete und die Gemeinde gleichermaßen profitieren. Dies ist ein starkes bildungspolitisches Signal des Landes Niederösterreich, dem die zeitgemäße Ausstattung von Bildungseinrichtungen ein wichtiges Anliegen ist. Mit der Fertigstellung des Schulneubaues ist ein großer Schritt für die fundierte Ausbildung der bäuerlichen Jugend der Region gelungen“, erklärte Landesrat Pernkopf. Die Segnung des neuen Schulgebäudes nahm Propst Mag. Maximilian Fürnsinn vor, der von „zeitgemäßen Rahmenbedingungen für die Bildung im ländlichen Raum sprach“. Direktor Ing. Franz Fidler sagte, dass mit der Realisierung des neuen Schulgebäudes die LFS Pyhra nun auch räumlich die Anforderungen als landwirtschaftliches Bildungszentrum der Region St. Pölten bestens erfüllt sind. „Nach nur 16 Monaten Bauzeit wurden Klassen, Seminarräume, ein modernes Übungslabor, Büros, eine Schulküche und ein Speisesaal errichtet. Der Bau der Mehrzweckhalle fand in Kooperation mit der Gemeinde Pyhra statt“, informierte Direktor Fidler. Als Architekt zeichnet Dipl. Ing. Franz Pfeil aus Purkersdorf verantwortlich. Bürgermeister Mag. Werner Schmitzer betonte in seiner Festansprache die gute Zusammenarbeit mit der Schule und freut sich ganz besonders, dass bereits einige Vereine der Marktgemeinde die neue Mehrzweckhalle erfolgreich nutzen.

Moderne und funktionale Schularchitektur
Die rund 180 Schülerinnen und Schüler der LFS Pyhra finden nun optimale Voraussetzungen für die Absolvierung der dreijährigen Fachschule der Fachrichtung Landwirtschaft und der Schwerpunktausbildung „Lebensmitteltechnik und Ernährung“, sowie „ Agrarhandel“.
Für den Schulneubau wurde im Sommer 2008 ein zweistufiger öffentlicher Wettbewerb durchgeführt, der vom Architekten Dipl. Ing. Franz Pfeil ZT GmbH aus Purkersdorf gewonnen wurde. Nach zehn Monaten Planungszeit wurden die neuen Schulgebäude in 16 Monaten Bauzeit fertiggestellt. Der Neubau gliedert sich in drei zusammenhängende Baukörper: Unterrichtstrakt, Verbindungstrakt und Turnsaaltrakt. Die Anordnung der drei kubischen Baukörper gliedert das Objekt sehr klar nach seinen Funktionen. Bei den Klassen, den Seminarraum, dem Lebensmitteltechnologielabor und beim Speisesaal wurde auf eine schülergerechte Ausstattung besonderer Wert gelegt. Der Mehrzwecksaal verfügt über eine Bühne und bietet bis zu 400 Besuchern Platz. Bei der Innenraumgestaltung des Mehrzwecksaals wurde auf eine angemessene Verwendung des Werkstoffs Holz in Hinblick auf Ambiente und Akustik Bedacht genommen.
Im Rahmen der Schuleröffnung wurde auch der Tag der offenen Tür veranstaltet, wo es umfassende Information über das Bildungsangebot der LFS Pyhra gab. Musik und Kulinarik der Region rundeten das vielfältige Programm ab.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 28. April 2011

DIE GARTEN TULLN:
Umfangreiches Programm der Landwirtschaftsschulen für Gartenliebhaber
Gemüseraritäten im Bauerngarten

Rechtzeitig mit Beginn der Gartensaison präsentierten die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen auf dem Gelände der GARTEN TULLN ihr vielfältiges Programm für die kommende Gartensaison. „Der Mustergarten der Landwirtschaftsschulen zeigt die ökologische Gartenbewirtschaftung, die auf einfache und praktische Umsetzbarkeit besonderen Wert legt“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Das Motto des "Bauerngartens des 21. Jahrhunderts" lautet "Altes Wissen - neue Vielfalt", denn hier werden oft zu Unrecht vergessene Gemüsesorten, Kräuter und Blumen präsentiert“, so Dr. Krenn. „Die Landwirtschaftsschulen bieten die ganze Saison ein eigenes Lehr- und Unterhaltungsprogramm, das von Kochkursen in der Gartenküche bis hin zu Workshops für Kinder in der Gartenwerkstatt reicht“, erklärte die verantwortliche Projektleiterin Ing. Ricarda Öllerer. Eine Broschüre informiert über das vielfältige Programmangebot der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, die kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) erhältlich ist. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at.

Motto des Mustergartens: „Altes Wissen - neue Vielfalt“
„Zurück zum Authentischen, zum Echten, zum Unverfälschten“, heißt es derzeit nicht nur in der Spitzengastronomie, sondern auch im Bauerngarten der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen. Diesem neu geweckten Interesse an den völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Gemüseraritäten trägt der Mustergarten Rechnung, denn Gemüse-Exoten wie Pastinake, Topinambur, Haferwurzel, Andenbeere oder Erdmandel werden hier kultiviert. Diese Gemüsesorten finden inzwischen immer häufiger in privaten Küchen Verwendung und nicht nur in der gehobenen Gastronomie, wie es früher üblich war. Dies spiegelt sich auch im jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse wider, der von knapp 86 Kilo auf rund 103 Kilo in den letzten zehn Jahren gestiegen. Beim Ernährungstrend der Zukunft spielt das Gemüse also eine wesentliche Rolle.
Ein wichtiger Impulsgeber der „Gemüserenaissance“ war die Initiative „So schmeckt Niederösterreich“, die gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) durch Kurse, Veranstaltungen und Publikationen das Know-how rund um die Gemüseraritäten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Nicht zu vergessen sind dabei die heimischen Bauern, die Gemüsesorten kultivieren und in den Handel bringen, womit die „Gemüserevolution“ erst möglich wird. Die Zeichen der Zeit stehen eindeutig auf heimisches Gemüse mit all ihren regionalen Besonderheiten.

Infos & Broschüre
Die Broschüre „Altes Wissen - neue Vielfalt“ mit dem Programm der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ist kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle - LAKO erhältlich. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at .
Nähere Infos zur Landesgartenschau unter: www.diegartentulln.at und www.lako.at .
PRESSEMITTEILUNG
Langenlois / Tulln, 8. April 2011

Schüler gestalten einen „Ostseestrand“ bei DIE GARTEN TULLN
Gartenbauschule Langenlois: Projekt mit deutscher Schule

Vom 4. bis 8. April fand zwischen der Gartenbauschule Langenlois und der Fachschule für Agrarwirtschaft Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern eine Projektwoche statt, bei der ein Mustergarten für die Landesgartenschau DIE GARTEN in Tulln gestaltet wurde. „Die österreichischen und deutschen Schüler errichteten einen Garten ganz im Stil eines Ostseestrandes“, erklärte Fachschuldirektor Ing. Franz Fuger. „Dazu wurden Steinmauern errichtet, Sand aufgeschüttet, Schilf gepflanzt und Strandkörbe am Wasser platziert“, so Direktor Fuger. Die Schüler beider Länder konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte für die künftige Berufslaufbahn knüpfen. „Auslandserfahrungen und der fachliche Erfahrungsaustausch sind für die angehenden Gartenbauer eine wesentliche Grundvoraussetzung für den Einstieg ins Berufsleben“, betonte die Langenloiser Berufsschuldirektorin Dipl.-Ing. (FH) Anna-Maria Betz.

Schulkooperation „Natur im Garten“
Die Schulkooperation mit dem Schwerpunkt „Natur im Garten“ wurde durch ein Abkommen zwischen Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und dem Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus ermöglicht. Die Finanzierung des Projekts hat der Tourismusverband von Mecklenburg-Vorpommern übernommen.
Bereits im letzten Jahr war eine Delegation aus Güstrow, bestehend aus der Schulleiterin Dr. Gisela Spangenberg und Anke Nitschke, Leiterin der Abteilung Gartenbau, an der Gartenbauschule Langenlois, um das Schulprojekt vorzubereiten. Im Februar 2011 stattete die Gartenbauschule Langenlois einen Gegenbesuch ab, um Details für den Schüleraustausch zu klären.
Im September werden Langenloiser Schüler das Bildungszentrum Güstrow besuchen und ein Nützlingshotel im Natur- und Umweltpark von Güstrow errichten. An den Details wird bereits gearbeitet.
PRESSEMITTEILUNG
Unterleiten/Tulln, 7. April 2011

So schmeckt Niederösterreich:
Hauswirtschafts-Cup der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs:
Team der LFS Sooß siegt beim Hauswirtschafts-Cup
2. Platz: LFS Ottenschlag, 3. Platz: LFS Zwettl

Am 6. April 2011 fand an der Fachschule Unterleiten der vierte niederösterreichweite Hauswirtschafts-Cup für Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen statt. Sieben Teams aus den Schulen Gaming, Gießhübl, Ottenschlag, Poysdorf, Sooß, Warth und Zwettl waren am Start und stellten ihre Kompetenz in Sachen Hauswirtschaft unter Beweis. Das Team der Fachschule Sooß siegte vor dem Team der LFS Ottenschlag und dem Team der LFS Zwettl. „Mit der Durchführung des Wettbewerbes wurde der Stellenwert der hauswirtschaftlichen Bildung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert und die Schülerinnen stellten ihre praktischen Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihr Organisationstalent eindrucksvoll unter Beweis“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Das Team der Fachschule Sooß, bestehend aus den Schülerinnen Margarete Kropf, Bianca Mayerhofer und Franziska Steinacher siegte und wird als Vertreter von Niederösterreich am 28. April beim österreichweiten Hauswirtschaftswettbewerb in Bruck an der Glocknerstraße, Salzburg, starten. Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch und Dr. Friedrich Krenn überreichten feierlich die Preise. „Schülerinnen und Lehrerinnen haben besondere Kreativität bei der Speisenauswahl und dem Tischschmuck bewiesen“, erklärte Direktorin Ing. Marianne Schallauer. Die Jury zeigte sich vom vielseitigen Know-how und den professionellen Kochkünsten der Schülerinnen beeindruckt. Nationalratsabgeordneter Günter Kößl sprach vom großen Engagement der Schülerinnen und bedankte sich bei den Lehrerinnen für die gute Organisation. Weitere Ehrengäste waren Landtagsabgeordneter Ing. Franz Gratzer und Landtagsabgeordneter Anton Kasser sowie Sponsor Andreas Riess.

Hauswirtschaftliche Kompetenz
„Ziel des Wettbewerbes ist den Schülerinnen ein passendes Forum zu bieten, um ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten zu präsentieren“, erklärten Gerti Schweiger MDes und Ing. Rosina Neuhold, Organisatorinnen der Veranstaltung. „Der Wettbewerb gliederte sich in einen Team- und einen Einzelbewerb“, informierte Neuhold. Es wurden praktische Aufgaben, wie die Planung einer Veranstaltung und die Zubereitung eines Menüs gestellt. Aber auch ein Wissenstest war zu absolvieren. Beim Kochen wurde besonders auf eine kreative Küche und die Verwendung von regionalen sowie saisonalen Nahrungsmitteln geachtet. Insgesamt waren umfassende und komplexe Aufgaben des Haushaltes zu lösen. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Palette der Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft ist. In Zeiten, wo Ressourcen knapper werden, gewinnt hauswirtschaftliche Bildung immer mehr an Bedeutung und Managementkompetenzen werden wichtiger.
Die Jury bestand aus Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch, Ing. Bernadette Hofbauer (HLFS Sitzenberg), Bezirksbäuerin Leopoldine Hirtenlehner, Gabriele Danner, Erika Buchriegler, Ing. Herbert Grulich. Organisatoren der Veranstaltung waren Ing. Rosina Neuhold und Gerti Schweiger MDes mit dem Team der LFS Unterleiten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ statt.

Gesamtwertung
1. Platz LFS Sooß
2. Platz: LFS Ottenschlag
3. Platz: LFS Zwettl

Sieger der Einzelbewerbe
Küchenführung: Maria Haslinger (LFS Zwettl)
Schriftliche Aufgaben (Wissenstest): Katharina Holzmann (LFS Ottenschlag), Bernhard Krenn (LFS Warth) und Franziska Steinacher (LFS Sooß)
Fertigkeitenstraße: Maria Lechner (LFS Gießhübl)
Erkennungsstraße: Verena Hut (LFS Ottenschlag)

Sieger des Teambewerbs Veranstaltungsplanung
LFS Sooß: Margarete Kropf, Bianca Mayerhofer und Franziska Steinacher
PRESSEMITTEILUNG
Gießhübl/Tulln, 30. März 2011

Jagdausbildung an Landwirtschaftlichen Fachschulen:
Gewehrmodelle für die Schulpraxis übergeben

Am 29. März 2011 fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl die Übergabe von acht Gewehrmodellen durch die Firma Steyr-Mannlicher statt. „Die Schnittmodelle wurden von der Landesberufsschule Amstetten angefertigt und werden nun bei der Jagdausbildung an den Fachschulen eingesetzt“, informiert Direktor Ing. Gerhard Altrichter. „Die Schüler lernen so den Aufbau und die Funktion einer Jagdwaffe im Detail kennen, was wichtig für die sichere Handhabung der Gewehre ist“, so Direktor Altrichter. Die Finanzierung der Gewehrmodelle übernahm dankenswerterweise die Firma Steyr-Mannlicher, die auf die Herstellung präziser Jagdgewehre seit über 100 Jahren spezialisiert ist. „Es ist uns ein ganz besonderes Anliegen die Jungjäger bei ihrem Eintritt in den jagdlichen Alltag und ins "Hohe Weidwerk" bestmöglich zu unterstützen. Daher übernahmen wir das Sponsoring für die Gewehrmodelle“, erklärte Martin Fehringer, Verkaufsleiter von Steyr-Mannlicher.
An der Landesberufsschule Amstetten wurden aus den Gewehrmodellen der Firma Steyr-Mannlicher Schnittmodelle angefertigt. Dabei wurde der Schlagbolzen verkürzt und das Gewehr somit „deaktiviert“. Abzug, Sicherung, repetieren, etc. ist jedoch voll funktionstüchtig, sodass eine realistische Veranschaulichung bei der Waffenkunde ermöglicht wird.

Fachausbildung für die zeitgemäße Jagdausübung
„Die erfolgreiche Absolvierung des Schwerpunktfaches „Jagd“ im Rahmen der dreijährigen Fachschule und das Bestehen der Schießprüfung ersetzt für die Schüler die Jagdprüfung und die NÖ Jagdkarte kann somit gelöst werden“, erklärt Direktor Ing. Gerhard Breuer, Fachkoordinator und Bezirksjägermeister. Seit zwei Jahren besteht die Jagdausbildung an den acht Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof, Gießhübl, Hohenlehen, Hollabrunn, Mistelbach, Obersiebenbrunn, Pyhra und Warth.
„Wir sehen die Integration der Jagdausbildung in den regulären Unterricht der dreijährigen Fachschule als wichtigen Schritt zur Entschärfung des Spannungsfeldes Wald und Wild“, betont Ing. Grulich. „Fachinformation und Verständnis für die andere Seite sind in diesem Bereich von großer Bedeutung. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass Jagd und Forstwirtschaft bestens kooperieren können“, so Direktor Breuer. Schließlich hat die Jagd in der Landwirtschaft eine große Tradition und nur wer die Natur kennt, kann sie hegen und pflegen.
Im Jagdunterricht werden Bereiche von der Wildtier- bis zur Waffenkunde sowie vom Jagdrecht bis zur Revierpraxis eingehend behandelt. In Zusammenarbeit mit den Ausbildnern von Schießzentren wird von den Schülern die Schießprüfung abgelegt. „Die Sicherheit bei der jagdlichen Ausbildung hat oberste Priorität“, erklärt Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Erst durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Niederösterreichischen Landesjagdverband und der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung wurde die Jagdausbildung ermöglicht, da dafür eine Änderung im Jagdgesetz notwendig war“, informiert Ausbildungsleiter Ing. Herbert Grulich. Mit einem größeren „jagdlichen Nachwuchs“ ist also künftig zu rechnen.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Hollabrunn, 18. März 2011

Fokus Bildung: „Jugend ohne Gott?“
Agrarpädagogisches Jour fixe mit Weihbischof DDr. Helmut Krätzl

Am 17. März 2011 fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn das agrarpädagogische Jour fixe „Fokus Bildung“ statt, das sich dem Themenbereich „Jugend ohne Gott“ widmete und von Weihbischof DDr. Helmut Krätzl eingehend behandelt wurde. „Da viele Jugendliche der Kirche sehr kritisch gegenüberstehen, kommt dem Religionsunterricht eine zentrale Rolle zu, um die jungen Menschen auf der Sinnsuche zu unterstützen“, betonte Bischof Krätzl. „Der Religionslehrer ist für viele Schüler häufig die einzige Bezugsperson zur Kirche, der Fragen nach dem Ich mit den Jugendlichen ganz bewusst reflektiert und die Wurzeln unserer Kultur aufzeigt. Zudem motivieren Religionspädagogen die Schüler zu verantwortungsvollem Handeln in der Gesellschaft und der Kirche und befähigen sie persönliche Entscheidungen über Religion zu treffen“, erklärte Bischof Krätzl. Direktor Ing. Rudolf Reisenberger und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung mit rund 120 Teilnehmern und die angeregte Diskussion erfreut. Das Jour fixe moderierte Ing. Klaus Karpf. Zum Ausklang servierten Schüler der LFS Hollabrunn bäuerliche Schmankerl und es gab auch eine Verkostung der Landesweine.

Jugendliche bei Sinnsuche unterstützen
In einer säkularisierten Gesellschaft hat die Kirche ihre frühere Monopolstellung verloren und viele Menschen stehen ihr sehr kritisch gegenüber, meinte Bischof Krätzl in seinem Vortrag. Dennoch sind viele auf der Sinnsuche, auch abseits des herrschenden Materialismus und Hedonismus, was für die Kirche auch als Chance wahrgenommen werden sollte. Gerade bei der Jugend erlangt die Kirche vor allem durch die Aktivitäten der Diakonie und der Caritas an Glaubwürdigkeit. Auch die soziale Kompetenz der Kirche, als Anwalt derer, die in der Gesellschaft und Politik sonst keine Lobby haben, gilt es zu stärken. Laut Bischof Krätzl soll die Schule die Jugendlichen zu selbstständigen, kritikfähigen und verantwortungsvollen Menschen erziehen, die eine Persönlichkeit besitzen sowie tolerant und weltoffen agieren.

„Schulbischof“ DDr. Krätzl: Wertorientierte Bildung und Erziehung
Zwanzig Jahre hindurch war Dr. Krätzl in der österreichischen Bischofskonferenz „Schulbischof“, und damit zuständig für den Religionsunterricht im Allgemeinen, für die Privatschulen und für die Schulpolitik. Bischof Krätzl war im Rahmen der Österreichischen Bischofskonferenz für die Erwachsenenbildung, das Katholische Bibelwerk und das Seminar für Kirchliche Berufe zuständig. Das Referat „Ökumene“ teilte er sich mit Kardinal Christoph Schönborn. Im Jahr 2008 Rücktritt von den kirchlichen Ämtern und Ruhestand, wie vom Kirchenrecht vorgesehen.
Bischof Krätzl zählt zu den angesehensten Repräsentanten der katholischen Kirche in Österreich. Sein Einsatz für die konsequente Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils, für eine den Menschen nachgehende Seelsorge, für ökumenische Verständigung, für den Dienst der Kirche an der Gesellschaft von heute, für eine an echten Werten orientierte Bildung und Erziehung findet weit über den kirchlichen Bereich hinaus größte Beachtung. Aber auch seine Beiträge zur Europa-Problematik und zur Situation in den osteuropäischen Reformstaaten haben wesentlich zur Meinungsbildung in Kirche und Öffentlichkeit beigetragen.
Als enger Mitarbeiter Kardinal Königs war er stets bemüht, der katholischen Kirche Österreichs ein weltoffenes Profil zu geben und den Dialog mit den anderen christlichen Kirchen sowie mit den Angehörigen nichtchristlicher Konfessionen zu fördern.

Pädagogische Initiative „MOVE“
Mit dem Schuljahr 2009/2010 fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen in Niederösterreich. Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt. Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. "bewegt" werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.
PRESSEMITTEILUNG
Ottenschlag/Tulln, 11. März 2011

Landwirtschaftliche Fachschule Ottenschlag:
FARM-Symposium „Die Macht der Marke im Tourismus“

Experten aus der Tourismusbranche diskutierten am 11. März an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag den Themenbereich „Die Macht der Marke im Tourismus“. „Immer noch gilt die Marke als maßgeblicher Schlüssel, um neue Kunden für ein Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu binden, was besonders für den Tourismus zutrifft“, betonte Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler. „Eine starke Marke ist das wichtigste Kapital eines Unternehmens, denn sie bürgt für Qualität, bietet Sicherheit, schafft Vertrauen und ist gleichzeitig mit Emotionen besetzt“, informierte Marken-Experte Werner Platteter. Doch sich immer schneller ändernde Märkte, neue Kommunikationswelten und nicht zuletzt die Globalisierung fordern erfolgreiches Markenmanagement in noch nie gekannter Weise heraus, so der Tenor der Experten. Das Symposium war speziell für Betriebe von „Urlaub am Bauernhof“ und Tourismusbetrieben ausgerichtet.

Marken mag man eben
Werner Platteter, Geschäftsführer von Die Werbemakler hielt einen Vortrag zum Thema „Marken mag man eben“ und ging dabei besonders auf die Anforderungen der Verbandsmarke „Urlaub am Bauernhof“ ein. „Wichtige Elemente einer Marke sind Logo, Slogan, Farben, Fotostil und Textstil, die schließlich den Gesamtauftritt sowie ein unverwechselbares Image ergeben“, so Werbeprofi Platteter, der dazu anschauliche Beispiele aus der Werbung präsentierte. „Marken sind für den Kunden wichtige Wegweiser mit einem hohen Wiedererkennungseffekt, die für eine spezielle Qualität stehen und somit Vertrauen schaffen. Dies bedeutet aber auch, dass gleichbleibende Produkt- und Serviceleistungen die Basis für das Funktionieren von Markentechnik sind“, so Platteter. Dies trifft auch für den Tourismusbereich zu, der stark von Qualität und Leistung dominiert ist. So wird etwa mit der Verbandsmarke „Urlaub am Bauernhof“ den Mitgliedern eine starke Marke geboten wird, die von einem einzelnen Betrieb in diese Weise kaum aufgebaut werden kann. Zudem steht diese Marke für geprüfte Betriebe und bietet den Kunden somit die Sicherheit eine hohe Qualität zu erhalten.

Podiumsdiskussion
An der Podiumsdiskussion nahmen Professor Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer Niederösterreich Werbung GmbH, Mag. Sabrina Aigner, „Ja! Natürlich“, Rewe International AG, Mag. Hans Embacher, Geschäftsführer Urlaub am Bauernhof Österreich und Gerwald Hierzi, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus teil. „Im letzten Jahr wurden in Niederösterreich rund 6,5 Millionen Nächtigungen verzeichnet und es gab durch den Tourismus einen Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden Euro“, führte Professor Madl aus. Die Gäste kommen zu 70 Prozent aus Österreich, zu 14 Prozent aus Deutschland und zu je zwei Prozent aus Ungarn und den Niederlanden; Italien, die Tschechische Republik und Polen sind mit je einem Prozent vertreten. Bemerkenswert ist die Erfolgsgeschichte der Niederösterreich-Card, die es seit fünf Jahren bereits gibt. Letztes Jahr wurden davon ca. 100.000 Stück verkauft, wodurch die Niederösterreichischen Tourismusziele besser vermarktet werden können. Mag. Sabrina Aigner, die für die Vermarktung de Marke „Ja! Natürlich“ bei Rewe verantwortlich ist, wies auf zunehmende Bedeutung von Sozialen Internetplattformen, wie Facebook hin, die von den Kunden immer häufiger genutzt werden. Dadurch wird einerseits Kundenähe erreicht und andererseits wird die Transparenz des Unternehmens bzw. der Produkte damit gesteigert.
Für die Veranstaltungsorganisation zeichnen Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler und Monika Führer, Geschäftsführerin Urlaub am Bauernhof in NÖ, verantwortlich. Die Moderation führte in bewährter Weise Reinhard Butschell durch. Am Nachmittag wurde die Sonnentor Kräuterhandels GmbH in Sprögnitz besichtigt.

PRESSEMITTEILUNG
Edelhof/Tulln, 9. März 2011

Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof
Getreidefachtag: Vorträge zur Qualitätssicherung

Am 25. Februar 2011 fand an der LFS Edelhof der traditionelle Getreidefachtag statt, der unter dem Motto „Auf die Qualität kommt es an!“ stand. Experten erörterten dabei Bereiche rund um die Saatgutprüfung und die Schädlingsbekämpfung im Getreidebau. „Beim Fachtag wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert und Erfahrungen aus der Praxis durch anerkannte Referenten diskutiert. Somit sind die Landwirte immer am aktuellen Stand beim Getreidebau“, erklärte Organisatorin DI Elisabeth Zechner, von der LFS Edelhof. Neben den Fachvorträgen wurde auch der neue landwirtschaftliche Bildungsfilm „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“ dem Publikum präsentiert.

Vorträge von Getreidebauexperten
DI Christine Kargl, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), referierte über das Thema „Original-Saatgut - Was steckt hinter der Prüfung?“, DI Johannes Schmiedl, LK-NÖ St. Pölten, sprach über „Fungizide und Wachstumsregler im Getreidebau“ und die „Qualität von Getreide aus Sicht des Käufers“ beleuchtete Oberverwalter Gerhard Haffert, Raiffeisenlager Zwettl. DI Franz Enengl, Mona Naturprodukte GmbH Wien, behandelte in seinem Vortrag „Pflanzliche Drinks vom Feld“ die Soja-Drinks. Veranstalter des Getreidefachtages waren die LFS Edelhof in Kooperation mit der Bezirksbauernkammer Zwettl. Die Moderation übernahmen DI Elisabeth Zechner, LFS Edelhof, und DI Rudolf Assfall, Pflanzenbaureferent der BBK Zwettl.
Die bereits traditionelle Exkursion führte diesmal zum Raiffeisenlagerhaus Zwettl, wo verschiedene Analyseverfahren zur Qualitätsbestimmung bei der Getreideübernahme demonstriert wurden. Den Schlusspunkt bildete der Besuch der Brauerei Zwettl, wo die Gerste in ihrer wohl schönsten Form genossen wurde - es gab eine Verkostung verschiedener Biersorten.

Landwirtschaftlicher Bildungsfilm vorgeführt
Beim Getreidefachtag fand auch die Niederösterreich-Premiere des Bildungsfilmes „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“ statt. „Der Film zeigt die Geschichte der Pflanzenzüchtung von den ersten Versuchen unserer Vorfahren über die bahnbrechenden Erkenntnisse von Gregor Mendel bis hin zu den neuen Methoden des 21. Jahrhunderts“, erklärte Produktionsleiter DI Bernhard Nindl bei der Filmvorführung. „Moderne Pflanzenzüchtungsmethoden sind heute absolut notwendig, denn die Ernährung der Weltbevölkerung muss auch künftig gesichert werden“, so Nindl. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt dieser Film auf eine sehr anschauliche Art und liefert fachlich fundiertes Basiswissen. Die Dreharbeiten des Films fanden zum überwiegenden Teil in Waldviertler Betrieben statt. Drehorte waren die Niederösterreichische Saatbau-Genossenschaft Meires, die Saatzucht Edelhof, die Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof, Zwettl, Krems und Langenlois, das Raiffeisenlagerhaus Zwettl, Waldland, die Bäckerei Hausleitner sowie die Biogasanlage Ratheiser.
Die Firma Stanzl Media hat den Film im HD-Format produziert, der auch im neuen BlueRay-Standard in exzellenter Bild- sowie Tonqualität verfügbar ist und somit ein zeitgemäßes Medium für den Einsatz im landwirtschaftlichen Bildungsbereich darstellt. Der Film ist auch in Englischer Sprache erhältlich.

Filmbestellung
Der Film „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“, Spieldauer: 60 Minuten, ist bei Frau Renate Konturek: Telefon: 02272/9005-16611, E-Mail: renate.konturek@noel.gv.at zum Preis von € 19,- zzgl. Versand erhältlich.
Abteilung Landwirtschaftliche Bildung, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle, Amt der NÖ Landesregierung, Frauentorgasse 72-74, 3430 Tulln, Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at, www.lako.at, www.noel.gv.at.
PRESSEMITTEILUNG
Edelhof/Tulln, 4. Februar 2011

LFS Edelhof: Nachhaltiges Heizen mit Waldhackgut
LR Pernkopf eröffnet das Biomasseheizwerk Edelhof

Am 4. Februar wurde das neue Biomasseheizwerk der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf feierlich eröffnet. „Holz als nachwachsender Rohstoff bietet gerade im Waldviertel eine maximale Versorgungssicherheit durch die langfristige Absicherung der bäuerlichen Brennstofflieferung“, erklärte Landesrat Pernkopf. „Zudem ist Holz gegenüber Heizöl oder Erdgas kostengünstig und verbrennt CO2-neutral“, so Pernkopf. In Niederösterreich gibt es bereits über 500 Biomasseheizwerke, was die Vorreiterrolle des Bundeslandes beim Einsatz erneuerbarer Energie unterstreicht.
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn betonte in seiner Festrede die wichtige Beispielswirkung der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Sachen erneuerbarer Energie: „Mit dem Einsatz nachwachsender, heimischer Energieträger tragen die Fachschulen aktiv zum Klimaschutz bei und zeigen Verantwortungsbewusstsein im Umweltbereich. Zudem wird damit eine regionale Wertschöpfung erzielt, denn die Arbeitsplätze und das Einkommen bleiben im Waldviertel.“

Holzheizwerk Edelhof: nachhaltige Wirtschaftlichkeit
„Die Umstellung der Wärmeversorgung am Edelhof auf den biogenen Energieträger Holz ist erfolgreich abgeschlossen“, freut sich Direktor DI Franz Breiteneder. „Das Heizwerk ist mit zwei Kesseln für den Winter- und Sommerbetrieb ausgerichtet. Zum Einsatz kommt Waldhackgut aus der Region von rund 3.400 Schüttraummeter pro Jahr“, erklärte Direktor Breiteneder. Mit der Anlage werden rund 250.000 m³ Erdgas substituiert, wodurch ca. 476.000 Kilo Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Der Einsatz von Holz als Heizmaterial ist speziell im Waldviertel ein Gebot der Stunde und verbessert somit die Klimabilanz.
Alle Gebäude am Edelhof werden künftig über ein 238 Meter langes Verteilernetz mit Wärme versorgt. Im Detail sind das die LFS Edelhof, die LFS Zwettl, die Berufsschule Edelhof sowie sämtliche Bürogebäude und Werkstätten. Die Baukosten betrugen rund € 880.000,- und jährlich sind etwa € 60.000,- für das Hackgut veranschlagt, das der regionalen Wertschöpfung zu Gute kommt. Das Waldhackgut wird nach Bedarf angeliefert, wobei auch ein Pufferlager für die Versorgung mit Hackgut für zwei Wochen sorgt. Die Spitzenlast der Kesselanlage ist mit 620 kW vorgesehen. Dazu wird ein 16.000 Liter Wärme-Pufferspeicher für einen effizienten Kesselbetrieb und maximale Ausnutzung der Biomassekessel sorgen. Der Betrieb erfolgt durch die Schule selbst, womit die Bioenergieanlage auch für Schulungs- und Demonstrationszwecke genutzt werden kann.

Heizstoff Holz: CO2-neutrale Verbrennung
Holz verbrennt CO2-neutral, das heißt, es gibt nur das CO2 ab, das während des Wachstums aufgenommen worden ist. Somit wirkt Holz dem Treibhauseffekt entgegen und leistet einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Umwelt. Was man von Heizöl nicht gerade behaupten kann. Emittiert doch ein Liter Heizöl ca. 2,9 Kilo klimaschädigendes CO2. Beim Ersatz alter Heizanlagen kommt es zu einer wesentlichen Reduktion aller umweltschädlichen Emissionen. Die Feinstaubemissionen einer modernen Holzheizung beträgt nur einen Bruchteil der Emissionen eines alten Brennstoffkessels.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Edelhof, 4. Februar 2011

Präsentation des Films „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“
Landesrat Pernkopf: Verantwortungsvolle Pflanzenzüchtung sichert Ernährung

Landesrat Dr. Stephan Pernkopf präsentierte am 4. Februar an der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof den Film „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“. „Der Film zeigt sehr anschaulich die Geschichte der Pflanzenzüchtung und spannt den Bogen von den ersten Versuchen vor rund 12.000 Jahren bis hin zur Spitzentechnologie des 21. Jahrhunderts“, erklärte Landesrat Pernkopf. „Für eine verantwortungsbewusste Landwirtschaft sind moderne Züchtungsmethoden von grundlegender Bedeutung, denn nur damit kann die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe nachhaltig gesichert werden“, so Pernkopf. Den veränderten Ansprüchen der Menschen, der Umwelt sowie der Produktionsmethoden kann nur eine innovative Pflanzenzüchtung gerecht werden. Fragen der Nachhaltigkeit und der Erhalt der Kulturlandschaft spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle, wie biotechnologische Eingriffsmöglichkeiten und die Zuchtmethodik. Pflanzen sind unsere Lebensbasis, daher erbringt die Pflanzenzüchtung unverzichtbare Leistungen für die Gesellschaft und den Agrar- und Ernährungssektor. Am 25. Februar wird der Film beim Getreidefachtag an der LFS Edelhof dem Fachpublikum vorgestellt.

Landwirtschaftlicher Bildungsfilm
Mit diesem Film wird das wichtige Thema der Pflanzenzüchtung den SchülerInnen und den AbsolventInnen der Landwirtschaftsschulen näher gebracht und die Bedeutung von Originalsaatgut für die Österreichische Landwirtschaft veranschaulicht werden. Über Jahrtausende wurden die Werkzeuge der Pflanzenzüchtung durch Kreuzungen und Auslese stetig weiterentwickelt, um bessere Sorten und hochwertiges Saatgut zu erhalten. Mit der ersten Auslese von Urformen des Weizens im fruchtbaren Zweistromland wurde der Grundstein der Pflanzenzüchtung gelegt. Heute wird in diesem Bereich komplexe Spitzentechnologie angewendet, die sich wissenschaftlicher Methoden bedient, um die gewünschten Züchtungsziele zu erreichen.
Die Firma Stanzl Media hat den Film im HD-Format produziert, der auch im neuen BlueRay-Standard in exzellenter Bild- sowie Tonqualität verfügbar ist und somit ein zeitgemäßes Medium für den Einsatz im landwirtschaftlichen Bildungsbereich darstellt. Der Film wurde im Auftrag der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) in Zusammenarbeit mit Land-Impulse, Landimpulse-Österreich, der Vereinigung der Pflanzenzüchter und der Saatgutkaufleute produziert. Experten der Universität für Bodenkultur sowie der AGES fungierten als Fachberater. Für die Umsetzung nach einer Idee von DI Sissy Zechner und DI Sandra Berger, beide Lehrerinnen an der LFS Edelhof und Mitarbeiterinnen der Saatzucht Edelhof, zeichnen Produktionsleiter Bernhard Nindl und Regisseur Rudolf Schirmbrand verantwortlich. Der Film ist auch in Englischer Sprache erhältlich.

Filmbestellung
Der Film „Die wunderbare Welt der Pflanzenzüchtung“, Spieldauer: 60 Minuten, ist bei Frau Renate Konturek: Telefon: 02272/9005-16611, E-Mail: renate.konturek@noel.gv.at  zum Preis von € 19,- zzgl. Versand erhältlich.
Abteilung Landwirtschaftliche Bildung, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle, Amt der NÖ Landesregierung, Frauentorgasse 72-74, 3430 Tulln, Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at , www.lako.at , www.noel.gv.at .
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 2. Februar 2011

LFS Gaming als erste Klimabündnisschule Österreichs ausgezeichnet

Am 1. Februar wurde die LFS Gaming für ihre langjährige Tätigkeit als Klimabündnisschule im Rahmen der Feier „Netzwerke NÖ feiern“ durch Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in St. Pölten ausgezeichnet. „Die Fachschule Gaming war mit ihrem Beitritt 1998 Österreichs erste Klimabündnisschule und führt seitdem gezielt Projekte mit den Schülern im Umweltbereich durch“, erklärte Direktorin Dipl.-Päd. Daniela Fux bei der Überreichung des Dekretes. „Konkret geht es dabei um die Themenbereiche Klima- und Bodenschutz, Mobilität und Konsumverhalten“, so Direktorin Fux. Dazu gibt es auch regelmäßig Vorträge und Workshops, etwa über die Bedeutung des Regenwaldes für das Weltklima und für die dort lebende Bevölkerung.
„An den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen wird großer Wert auf angewandten Umweltschutz und praktizierte Nachhaltigkeit gelegt“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Durch die Beschäftigung mit ökologischen Themen werden die Schüler für den Umweltaspekt sensibilisiert“, so Dr. Krenn. Bei der Festveranstaltung „Netzwerke NÖ feiern“ wurden auch die Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof, Sooß, Poysdorf und Warth sowie die Berufsschule Edelhof für ihre zehnjährige Tätigkeit als Klimabündnisschulen ausgezeichnet. Die Veranstaltung wurde von Mag. Dr. Margit Meister und Ing. Herbert Grulich moderiert.

LFS Gaming: Vorreiter beim Klimabündnis
„Die ersten Klimabündnisprojekte an der LFS Gaming beschäftigten sich mit dem Trinkwasser, dem Waldsterben und dem umweltschonenden Einsatz von Putzmitteln im Haushalt. Ebenso werden regelmäßig Müllsammelaktionen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gaming durchgeführt“, informierte „Klimabündnis-Lehrerin“ Ing. Doris Stockinger. „Ähnlich wie Klimabündnis-Gemeinden können auch Schulen und Kindergärten dem Klimabündnis beitreten. Dabei unterstützen sie die Gemeinden bei der Erreichung des Klimabündnis-Ziels“, erklärte Lehrerin Stockinger. „Die Rolle der Schulen im Bereich Klimaschutz ist eine besonders Wichtige, denn dort werden nicht nur die VerbraucherInnen, sondern auch die Verantwortlichen der nächsten Generationen ausgebildet. Die Suche nach Verbündeten in Sachen Klimaschutz muss deshalb schon bei den Kleinsten beginnen“, betonte Lehrerin Stockinger.

Klimabündnis: Partnerschaft mit Völkern Amazoniens
Das Klimabündnis ist eine globale Partnerschaft zwischen über 1600 europäischen Gemeinden bzw. Städten und indigenen Völkern des Regenwaldes in Amazonien und setzt sich für den Schutz des Weltklimas ein. In Österreich haben sich bisher über 770 Städte und Gemeinden, alle Bundesländer, 406 Betriebe und mehr als 170 Schulen und Bildungseinrichtungen dem Klimabündnis angeschlossen. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen, die verantwortlich für die Erderwärmung sind, zu reduzieren und die BündnispartnerInnen im Amazonasgebiet bei der aktiven Regenwalderhaltung zu unterstützen.
Um diesen Beitrag zu leisten setzt das Klimabündnis auf das Engagement und die Vielfalt der lokalen Ebene. Informationen unter www.klimabuendnis.at .
PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten/Tulln, 21. Dezember 2010

10 Jahre Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn
Leiter der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung feiert 10-Jahre-Jubiläum

Hofrat Dr. Friedrich Krenn begeht sein zehnjähriges Jubiläum als Leiter der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung. Erste Gratulanten waren Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesrat Mag. Johann Heuras, die seine Verdienste rund um die Erneuerung der Bildungsangebote an den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich würdigten. „Im letzten Jahrzehnt nahmen die Schülerzahlen an den Landwirtschaftsschulen um rund 30 Prozent zu, was einmal mehr die gute Qualität der Bildungsarbeit unterstreicht“, so Pernkopf und Heuras. „Die Bemühungen, die Landwirtschaftsschulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Die entscheidenden Gründe für den Schulbesuch sind die vielfältigen Berufsabschlüsse und die hohe Sozialkompetenz der Fachschulen. Dazu kommt, dass an den Schulen eine neue pädagogische Initiative gestartet wurde, die auf eine neue Lernkultur und die Anwendung moderner Unterrichtsformen abzielt. Auch neue Ausbildungssparten, wie die „Haustierhaltung“ an der LFS Hollabrunn, die „Heizungstechnik“ an der LFS Tulln sowie die „Lebensmitteltechnik und Ernährung“ an der LFS Pyhra, sind für die Jugendlichen Bildungsangebote mit guten Berufschancen.

Attraktive Bildungsangebote: vielfältige Fachrichtungen
An den 18 Landwirtschaftlichen Fachschulen und zwei Berufsschulen in Niederösterreich wird eine zeitgemäße Ausbildung mit zahlreichen Bildungsschwerpunkten angeboten. Die Ausbildung beginnt mit dem 9. Schuljahr und dauert wahlweise drei bis vier Jahre. Vielfältiges Wissen und Können eröffnen den AbsolventInnen gute Berufschancen in land- und hauswirtschaftlichen Fachbereichen.
Neben den klassischen Fachrichtungen „Landwirtschaft“ sowie „Hauswirtschaft und Soziales“ werden auch noch Gartenbau, Pferdewirtschaft sowie Weinbau geführt. Im agrarischen Bereich gibt es verschiedene Schulschwerpunkte, die von Ackerbau und Rinderzucht bis zu Agrarmarketing reichen. Im Hauswirtschaftsbereich werden die Schwerpunkte Eco-Design, Tourismus und Soziale Dienste mit den Ausbildungen zum/r Heimhelfer/in, KinderbetreuerIn, Tagesvater/mutter, Bürofachkraft für den medizinischen Bereich angeboten. Anschließend bestehen für die AbsolventenInnen der Fachrichtung Hauswirtschaft Ausbildungsmöglichkeiten zur Betriebs- und Dorfhelferin sowie im Bereich der Altendienste und Pflegehilfe. Auch der Lehrabschluss Betriebsdienstleistung kann erworben werden.

Mehrberufliche Ausbildung
Die im Anschluss angebotene „Mehrberufliche Ausbildung“, die für alle AbsolventInnen einer dreijährigen Fachschule offen steht, führt innerhalb eines Jahres zur Lehrabschlussprüfung in einem der folgenden Berufe: LFS Edelhof: Zimmerei, Tischlerei und Maurer/Maurerin LFS Gießhübl: Maschinenfertigungstechnik LFS Hohenlehen: Zimmerei, Tischlerei und Maurer/Maurerin LFS Mistelbach: Informationstechnologie-Technik LFS Warth: Metallbearbeitung; Berufsreifeprüfung an der LFS Gießhübl und der LFS Hollabrunn.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 1. Dezember 2010

Tagung „Gesunde Ernährung in der Schulküche“

Am 1. Dezember 2010 fand an der LFS Tulln die Tagung „Gesunde Ernährung in der Schulküche“ statt, an der KüchenleiterInnen und Lehrkräfte des Fachbereiches Ernährung der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen teilnahmen. „Die Schulen sind gefordert eine ausgewogene sowie gesunde Ernährung anzubieten und gleichzeitig auf die Essgewohnheiten der Jugendlichen positiv einzuwirken“, erklärte Tagungsleiterin Ing. Rosina Neuhold. „Welches Angebot bei der Verpflegung die Schulen ihren SchülerInnen geben, prägt schon in jungen Jahren deren späteres Essverhalten“, so Neuhold. Ein gesundes, schmackhaftes und gut organisiertes Angebot wirkt sich positiv auf das Schulklima aus und kann als Teil der Schulkultur einen wichtigen Beitrag zur Esskultur von Jugendlichen leisten. Mit zahlreichen Fachvorträgen von ErnährungsexpertInnen wurde gezeigt, dass in der Großküche und beim Schulbuffet eine innovative und jugendgerechte Kulinarik möglich ist.

Unterschiede im Essverhalten zwischen Mädchen und Burschen
Einen interessanten Bereich der Ernährung beleuchtete Mag. Rosemarie Zehetgruber mit dem Thema „Genderaspekte in der Schulverpflegung“. „Das Geschlecht der Jugendlichen hat einen großen Einfluss auf das Ernährungsverhalten. Es gibt dadurch auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Erwartungen an die Schulverpflegung sowie bei der Zufriedenheit mit dem Angebot“, informierte Ernährungsexpertin Zehetgruber. Im Kindesalter, wie etwa in der Volksschule, gibt es praktisch keine Unterschiede beim Essverhalten von Mädchen und Burschen. Erst ab der Pubertät entwickeln sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Ernährungsverhalten. Der Nährstoffbedarf ist jedoch nur geringfügig verschieden und kann nicht als Erklärung für die großen Unterschiede dienen. Vielmehr sind die unterschiedlichen Essgewohnheiten durch die vorgegebenen Rollenbilder von Weiblichkeit und Männlichkeit begründet. Ernährungsstile sind geschlechtsspezifisch codiert und dienen ebenso wie etwa Kleidung oder Hobbys als „Geschlechtsverstärker“. Ab der Pubertät nutzen Mädchen und Burschen die ihnen zugeschriebenen, unterschiedlichen Vorlieben für bestimmte Lebensmittel oder Ernährungsformen, um ihre Männlichkeit oder Weiblichkeit darzustellen. Burschen greifen dann gerne zu Fleisch oder fettreichem Fast Food. Bei Mädchen kommt häufiger Obst, Gemüse oder Salat auf den Tisch. Bei den Getränken werden Wasser und Fruchtsäfte gerne von den Mädchen getrunken, bei den Burschen sind es Wasser, Softdrinks und Lightgetränke.

Veränderung durch Mitbestimmung
Die Veränderung des geschlechtsspezifischen Essverhaltens kann in der Schule nur dann funktionieren, wenn alle Beteiligten gemeinsam aktiv werden und Schülermitbestimmung auch gelebt wird. Dies betrifft auch die Küchenleitung und die Direktion, die durch ihre Zuschreibungen die Rollenbilder von Mädchen und Burschen häufig noch weiter verstärken. So kommt in Schulen mit mehr Burschen nachweislich mehr Fleisch auf den Teller, hingegen bekommen Mädchen häufiger Gemüse serviert. Schule muss sich ihrer Verantwortung bei der Prägung der Konsumgewohnheiten der Jugendlichen bewusst sein. Ziel sollte es daher sein, das Angebot an Speisen und Getränke für Mädchen und Burschen gleichermaßen ansprechend zu gestalten. Oft sind nur kleine Umstellungen nötig, um das zu erreichen.
Vorträge gab es bei der Tagung von DI Simon Ziegler, Firma Biogast, Franz Brixner, Firmengruppe Kastner zum Thema „Bio und Regionalität in der Gemeinschaftsverpflegung“, Mag. Georg Frisch referierte über „Gemeinschaftsverpflegung in der Praxis“ und Ing. Norbert Mayer über „Lebensmittelhygiene in der Gemeinschaftsverpflegung“.

PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten/Tulln, 18. November 2010

Kochbuch der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen
Landesrat Pernkopf und Landesrat Heuras:
Kulinarische Reise durch Niederösterreich

Im Rahmen des Erntedankfestes im Landhaus in St. Pölten am 18. November präsentierten Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesrat Mag. Johannes Heuras das neue Kochbuch der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen. „Hier werden Menüvorschläge präsentiert, die allesamt typisch für die regionale und saisonale Küche in Niederösterreich sind. Die Landwirtschaftsschulen zeigen damit deutlich ihre zentrale Stellung als Bildungszentren im ländlichen Raum, wo die niederösterreichische Kultur ganz bewusst gelebt und zeitgemäß vermittelt wird“, betonten Landesrat Pernkopf und Landesrat Heuras. „Die richtige Ernährung und gesundheitliche Aspekte werden bei der Ausbildung an den Fachschulen großgeschrieben, wofür das vorliegende Kochbuch ein gutes Beispiel ist. Ebenso ist das Buch der beste Beweis für die optimale Verbindung von Theorie und Praxis“, so der Kommentar von Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn.
„Wer an der zeitgemäßen Kunst des Kochens im Land unter der Enns interessiert ist, wird im Kochbuch zahlreiche interessante Rezepte zum Nachkochen finden“, informierten Ing. Rosina Neuhold und Gertraud Schweiger MDes, die für die Buchredaktion verantwortlich zeichnen. Das Kochbuch „Leckerbissen“ ist ein Teil der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“.

Küchenklassiker und „Nouvelle Cuisine“ aus Niederösterreich
„Leckerbissen - eine kulinarische Reise durch Niederösterreich“ hält auf knapp 100 Seiten über 100 Rezepte bereit für diejenigen, die an der zeitgemäßen Kunst des Kochens im Land unter der Enns interessiert sind. Unter fachkundiger Anleitung der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen werden Menüvorschläge präsentiert, die von absoluten Küchenklassikern bis zur „Nouvelle Cuisine“ aus Niederösterreich reichen. Der kulinarische Bogen wird von einfach zuzubereitenden Gerichten bis zu raffinierten Rezepten - speziell für Gourmets - gespannt. Das Kochbuch „Leckerbissen“ steht für die Verbindung von Tradition und Moderne in der Küche, das neben den Rezepten auch alle Tipps und Tricks für die Zubereitung sowie den Einkauf der Zutaten leicht auffindbar darstellt. Eine Zusammenstellung der Ab-Hof-Läden der Landwirtschaftsschulen rundet diesen kulinarischen „Guide“ durch Niederösterreich ab, der für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet ist. Ein „Genuss-Kochbuch“ über die vielseitige und abwechslungsreiche Küche Niederösterreichs.

Initiative „So schmeckt Niederösterreich“
Im Zeitalter der Globalisierung und der großen Märkte ist es besonders wichtig, die regionale Qualität und die Herkunft unserer Nahrungsmittel zu betonen. Ebenso ist es ein Gebot der Stunde, auf die Besonderheiten der typisch niederösterreichischen Küche mit all ihren regionalen Facetten hinzuweisen. Denn Herkunft, Echtheit und Vielfalt von Lebensmitteln zu kennen, zu schätzen und diesen Wert auch zu würdigen, ist entscheidend für unsere Lebenskultur. Wer dabei Produkte aus der Region verwendet, die gerade Saison haben und nicht weit transportiert werden müssen, tut etwas für die eigene Gesundheit, aber auch für die regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Umwelt und das Klima.
Um den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern die Vorteile regionaler Köstlichkeiten verbunden mit hoher Qualität bewusst zu machen, wurde die Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestartet. Durch die intensive Kooperation mit Wirtschaft und Tourismus, aber auch mit der Kultur soll der ländliche Raum als Lebens- und Wirtschaftsraum erhalten und gestärkt werden. Das Kochbuch „Leckerbissen - eine kulinarische Reise durch Niederösterreich“ ist ein wichtiger Teil von „So schmeckt Niederösterreich“, das die Vorzüge der regionalen Küche sehr anschaulich in den Mittelpunkt stellt.

Buchbestellung
Das 100 Seiten starke Kochbuch „Leckerbissen eine kulinarische Reise durch Niederösterreich“ ist bei Frau Renate Konturek: Telefon: 02272/9005-16611 E-Mail: renate.konturek@noel.gv.at zum Preis von € 9,90 zzgl. Versand zu bestellen.
Herausgeber des Kochbuches: Abteilung Landwirtschaftliche Bildung, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle, Amt der NÖ Landesregierung, Frauentorgasse 72-74, 3430 Tulln, Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at, www.lako.at, www.noel.gv.at.
PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten, 18. November 2010

Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen in NÖ
LR Pernkopf und Präsident Penz: Erntedankfest und Weintaufe

Am 18. November fanden im Landhaus in St. Pölten das Erntedankfest der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen und die Jungweintaufe statt. „Die Fachschulen machen mit dem traditionsreichsten Fest des Bauernstandes auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Landwirtschaft aufmerksam“, betonte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. Taufpate des neuen Weines war der Präsident des NÖ Landtages Ing. Hans Penz, der dem Jungwein den Namen „Optimismus“ gab, wobei er sich auf die neue pädagogische Initiative „MOVE“ der Landwirtschaftsschulen bezog. Der Taufwein stammt aus dem Landesweingut Hollabrunn und ist ein Grüner Veltliner mit 12,5 Prozent Alkohol, der durch seine frische und angenehm würzige Note im Duft besticht. Die feierliche Segnung der Erntegaben und des Jungweins nahm der Abt der Benediktinerabtei Stift Melk Georg Wilfinger vor. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn wies darauf hin, „dass das das Erntedankfest die Bildungsarbeit der Schulen in den Mittelpunkt rückt, die für den ländlichen Raum von großer Bedeutung ist“. Die Landwirtschaftsschulen präsentierten in diesem feierlichen Rahmen ihre bäuerlichen Produkte, wie Käse, Honig und Most, und luden zu einer Schmankerlverkostung ein.

Jungweine 2010: trotz Ernteeinbußen fruchtige Weine
Präsident Penz würdigte den Wein als ein Getränk des Genusses und sprach sich für natürliche sowie unverfälschte bäuerliche Produkte aus. „Die Landwirtschaftlichen Fachschulen haben durch ihre fachlich fundierte und sehr praxisnahe Ausbildung wesentlich dazu beigetragen, dass der österreichische Wein weltweit im Spizenfeld rangiert“, betonte Präsident Penz.
Im Zuge der Veranstaltung fand auch eine Jahrgangspräsentation statt, die Kellermeisterin Judith Hartl vornahm und über den Weinjahrgang informierte: „Die Weinernte wird rund dreißig Prozent niedriger ausfallen als die Durchschnittsernte in den vergangenen Jahren. Besonders dramatisch sind die Verluste beim Weißwein, jedoch gibt es große regionale Unterschiede.“ Hauptgründe für die Ernteeinbußen sind ein geringer Traubenansatz, eine verregnete Blüte sowie Frostschäden. Abgesehen von der geringen Erntemenge scheint aber die Qualität zu passen, denn das schöne Herbstwetter hat sich positiv auf die Zuckergrade ausgewirkt: Weinexpertin Hartl erwartet „fruchtige und duftige Weißweine, die mit einer pikanten Säure und vor allem einer ausgezeichneten Fruchtbrillanz ausgestattet sind sowie fruchtige und würzige Rotweine. Im Vergleich zum Vorjahr ist der diesjährige Wein deutlich säurebetonter, hat aber auch eine gute Zuckergradation aufzuweisen. „Wir können uns trotz der Witterungsprobleme auf einen qualitativ interessanten Jahrgang sowohl bei Weiß- als auch bei Rotwein freuen, die stark vom Winzer geprägt sind“, stellte Kellermeisterin Hartl fest.

NÖ Landesweingüter setzen auf Qualität
„Das Interessante am Wein ist, dass jeder Jahrgang verschieden ausfällt und das fachliche Know-how der Winzer immer wieder stark gefordert ist“, erklärte Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. „Die Landesweingüter setzen verstärkt auf Qualität, was die zahlreichen Auszeichnungen bestätigen“, informiert Rosner. So gab es letztes Jahr gleich drei Mal Gold bei der Austrian Wine Challenge für die Landesweine sowie zahlreich Auszeichnungen bei Weinprämierungen in Niederösterreich.
Auf rund 40 Hektar betreiben die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Weinbau und können mit einem vielfältigen Sortiment aufwarten. Die besten Weine der NÖ Landesweingüter Hollabrunn, Krems, Mistelbach und Retz werden unter der Premiummarke „Campus“ vermarktet und bieten für Weinliebhaber die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs.
Der Weinkeller im St. Pöltner Regierungsviertel bietet das gesamte Sortiment der NÖ Landesweingüter zum Verkauf an. Der Landhauskeller wird von der Kellermeisterin Judith Hartl geleitet, die auch bei der Wahl des passenden Weines beratend zur Seite steht. Der Landhauskeller ist jeden Dienstag von 8.30 bis 16.00 Uhr geöffnet. Adresse: Landhausplatz, Haus 12, 3109 St. Pölten. Bitte beachten Sie die Beschilderung - der Weinkeller befindet sich im Kellergeschoss. Nähere Infos unter www.noe-landesweingueter.at , hier finden Sie auch das aktuelle Weinsortiment.
PRESSEMITTEILUNG
Langenlois/Tulln,16. November 2010

„Lehrertag 2010“ der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in NÖ
Thema: Ist die Bildung noch zu retten?

Am 16. November 2010 fand an der Gartenbauschule Langenlois der traditionelle „Lehrertag“ der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Niederösterreichs statt, an dem rund 350 PädagogInnen teilnahmen. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn wies auf das positive Arbeitsklima an den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen hin, und sagte: „Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt, was die hohen SchülerInnenzahlen der letzten Jahre deutlich machen“. Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald hob die ambitionierten pädagogischen Initiativen an den landwirtschaftlichen Schulen hervor, die neue Lernformen zur Anwendung bringen und somit den veränderten Bedürfnissen der SchülerInnen gerecht werden. Um optimale Voraussetzungen dafür zu schaffen, werden neue Lehrpläne erarbeitet, die sich nicht nur an den jeweiligen Fächern sondern an Lernfeldern und Kompetenzen orientieren. Anlässlich des Lehrertages hielt Direktor Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, einen Vortrag zum brisanten Thema „Ist die Bildung noch zu retten?“. Am Nachmittag arbeiteten die LehrerInnen in Workshops zu Fachthemen. Direktor Ing. Franz Fuger, der „Hausherr“, und Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch, die Organisatorin der Veranstaltung, hoben das große Interesse der LehrerInnen an der Weiterbildung hervor.
Abschließend stellte Dipl.-Päd. Elisabeth Hönigsberger das Projekt „ALIVE“ (Authentic Learning In Vocational Education) vor, bei dem LehrerInnen europaweit im Bereich des "Authentischen Lernens" tätig sind.

Josef Kraus: Ist die Bildung noch zu retten?
Bildungsexperte Josef Kraus, Gymnasiallehrer, Psychologe und seit 1987 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, gilt als streitbarer Kritiker des deutschen Schul- und Bildungssystems, was er mit seinen Büchern „Spaßpädagogik - Sackgassen deutscher Schulpolitik“ (1998), „Der PISA-Schwindel“ (2005) und „Ist die Bildung noch zu retten: Eine Streitschrift“ (2009) verdeutlicht. Nach Josef Kraus könne es im Bildungsbereich kein „Jedem das Gleiche“ geben, denn es geht nicht um Chancenverteilung, sondern um die Nutzung von Chancen durch Bildungsangebote und „für Chancen gibt es keine Garantien“. „Bildungsgerechtigkeit" ist meist gut gemeint, verkehrt sich aber oft ins Zwanghafte. Ansprüche werden nivelliert, Inhalte normiert, Ziele standardisiert, Eliten diskreditiert, Universitäten „Bologna'-konform konfektioniert. Der Bildungsexperte Josef Kraus schlägt Alarm: Der Ruf nach Gerechtigkeit verkommt zur Zivilreligion der Gleichmacherei. Statt pauschal zu vereinheitlichen, gilt es, Bildung vom reinen Nutzdenken zu befreien und dafür zu werben, dass Bildung Chancen bietet, die aber keine Garantien sind.
Josef Kraus bekleidete von 1979 bis 1987 verschiedene Vorstandsämter im Deutschen Philologenverband und ist seit 1987 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL). Ab 1980 unterrichtete er für 15 Jahre als Gymnasiallehrer in Landshut und war als Schulpsychologe für den Regierungsbezirk Niederbayern zuständig. Seit Februar 1995 ist er als Oberstudiendirektor am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg bei Landshut tätig. Seit 1987 ist er Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.
PRESSEMITTEILUNG
Mistelbach/Tulln, 3. November 2010

Focus Bildung: „Die Pubertät und ihre Krisen“
Agrarpädagogisches Jour fixe mit Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich, Kinder- und Jugendpsychiater

Am 3. November 2010 fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach das agrarpädagogische Jour fixe „Focus Bildung“ statt, das sich dem Themenbereich der Pubertät widmete und von Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich eingehend behandelt wurde. Psychiater Max Friedrich trat in seinem Vortag für ein besseres Verständnis für die Probleme von Kindern und Jugendlichen ein, speziell in dieser so schwierigen Lebensphase, die auch oft für gehörige Verwirrung bei Erwachsenen sorgt. „In dieser Sturm und Drang-Zeit sind Konflikte im Elternhaus und in der Schule vorprogrammiert, denn die jungen Menschen sind auf der Suche nach ihrer neuen Identität, was meist nicht reibungslos verläuft“, so Prof. Friedrich. In dieser Lebensphase sind der Dialog, aktives Zuhören sowie die Fähigkeit zur Toleranz die wichtigsten Prinzipien der Erziehung.
Direktor Ing. Christian Resch und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die angeregte Diskussion erfreut. Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Lehrer und Autor Rudi Weiß Fotos von Jugendlichen mit Bildtexten passend zum Thema. Zum Ausklang servierten Schüler der LFS Mistelbach bäuerliche Schmankerl unter fachkundiger Leitung von Fachlehrerin Ing. Veronika Schreder. Rund 150 Gäste nahmen am Jour fixe teil.

Jugendliche zur Reife heranführen
Jedes Kind reagiert anders auf das Einsetzen der hormonellen Umstellung, meinte Kinder- und Jugendpsychater Max Friedrich. Unerwartet und unvorhersehbar treten Veränderungen auf, wenn Jugendliche ihre Körperlichkeit sowie Liebe und Sexualität entdecken, wenn sie auf dem Weg zur Reife die Suche nach ihrem eigenen Ich als Konfrontation mit der Welt der Erwachsenen erleben.
„Ein guter Lehrer kann durch die sogenannte pädagogische Diagnostik die Stärken der Jugendlichen erkennen und fördern“, betonte Kinderpsychiater Max Friedrich in seinem Fachvortrag. „SchülerInnen sollen im Unterricht vermehrt ermutigt werden Leistungen zu erbringen“, so Friedrich. „Für Jugendliche sind die Übernahme von Verantwortung und die Ausübung von Toleranz zentrale Punkte. Auf dem Weg zur Reife von jungen Menschen ist die Fähigkeit Glück und Liebe zu empfinden besonders wichtig“, erklärte Friedrich.

Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich
Max Friedrich ist Kinder- und Jugendpsychiater sowie Vorstand der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters in Wien. Neben vielen Fachpublikationen veröffentlichte Friedrich Bücher wie „Tatort Kinderseele“ und „Lebensraum Schule“. Er ist auch Mitbegründer der Rote Nasen Clowndoctors. Bei der Veranstaltung soll eine angeregte Diskussion nicht zu kurz kommen. Der Abend startet mit einem Sektempfang und als Abschluss gibt es ein Buffet.

Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“
Die Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“ findet in enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung sowie der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle statt und widmet sich verschiedenen Themenschwerpunkten der Pädagogik.

Pädagogische Initiative „MOVE“
Mit dem Schuljahr 2009/2010 fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen in Niederösterreich. Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt. Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. "bewegt" werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.

PRESSEMITTEILUNG
Ottenschlag / Tulln, 22. Oktober 2010

SchülerInnen führen ein Cafe':
Eröffnung des Schlosscafe's an LFS Ottenschlag

Am 22. Oktober 2010 wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag durch Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn das neue Schlosscafe' feierlich eröffnet. „Durch das eigenständige Führen des Cafe's erwerben die SchülerInnen unternehmerische Kompetenzen und werden dadurch optimal auf das Berufsleben vorbereitet“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Die Investitionen in die neue Lehrküche und in das Cafe' sind gut angelegt, denn dadurch ist für die Jugendlichen eine zeitgemäße Ausbildung gewährleistet“, so Dr. Krenn. „Das Projekt Schlosscafe' ist ein wesentlicher Teil des Schulschwerpunktes -Tourismus und HaushaltsmanagementÂ�. Die SchülerInnen lernen so Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu organisieren“, erklärte Direktorin Ing. Karpf-Riegler und weiter: „Eine zeitgemäße Ausbildung machte die völlige Erneuerung der Küche notwendig. Die Arbeiten wurden in den Ferien durchgeführt, sodass der Schulbetreib nicht gestört wurde. Nun steht den SchülerInnen die neueste Küchentechnik zur Verfügung.“ Dechant Konsistorialrat Josef Reisenbichler nahm die Segnung vor und musikalisch wurde die Feier vom Schulchor umrahmt.

Schüler führen das Schlosscafe'
Das Schlosscafe' kann bereits auf eine sechsjährige Tradition zurückblicken und ist jetzt in neuem Ambiente jeden Donnerstag von 14.00 bis 19.00 Uhr (ausgenommen Feiertage) geöffnet. Dabei können die SchülerInnen ihre Ausbildung gleich in der Praxis umsetzen. Neben dem Service im Cafe' sind die Jugendlichen auch in der Küche eingesetzt und lernen so den gesamten Cafébetreib kennen. „Eigeninitiative und Selbstverantwortung stehen bei diesem Schulprojekt im Vordergrund, was einmal mehr ein wichtiger Schritt zur Etablierung einer neuen Lernkultur ist“, so Direktorin Karpf-Riegler.
Die Führung des Schlosscafe's ist ein wichtiger Teil des Schulschwerpunktes „Tourismus und Haushaltsmanagement“, schließlich haben hier die SchülerInnen die Möglichkeit der Lehrabschlüsse zur Köchin bzw. zum Koch und Restaurantfachfrau bzw. zum Restaurantfachmann zu erlangen. Auch der Abschluss in der Betriebsdienstleistung wird hier angeboten.
PRESSEMITTEILUNG
Edelhof/Tulln, 22. Oktober 2010

LFS Edelhof:
Fachtag „Wald und Holz“ zum Thema Forststraßenbau

Am 22. Oktober 2010 wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof der traditionelle Fachtag „Wald und Holz“ abgehalten, der unter dem Motto „Ohne Wege keine Pflege“ stand. Schwerpunkt der Veranstaltung war der Forstraßenbau. „Ohne Mindesterschließung sind Niederösterreichs Wälder weder zu bewirtschaften noch im Katastrophenfall, wie bei Windwurf, Feuer oder Borkenkäferbefall, zu erreichen“, erklärten Forstdirektor DI Werner Löffler und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. „Der zeitgemäße Forstwegebau in landschaftsschonender Baggerbauweise ist Grundvoraussetzung für eine moderne, nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes“, so die beiden Forstleute. Direktor DI Franz Breiteneder und Organisator Ing. Willi Wiltschko hoben das große Interesse der Waldviertler Bauern an der Fachveranstaltung hervor.

Forstlicher Wegebau in Niederösterreich
„Auch in Zukunft gilt es sinnvolle Projekte unter Rücksichtnahme auf Landschaft und Natur zu realisieren“, informierten DI Hans Grundner, DI Georg Rößlhuber von der Landesforstdirektion Niederösterreich. „Der Forststraßenbau wird nach genauer Prüfung durch den NÖ Landesforstdienst im Rahmen des EU-kofinanzierten Programms mit Fördermitteln unterstützt“, so die beiden Forstleute. Nach den Bestimmungen des österreichischen Forstgesetzes dürfen nur befugte Forstfachkräfte die Planung und Bauaufsicht für Forststraßen durchführen. Als Serviceleistung für Niederösterreichs kleinere Waldeigentümer ohne eigenes Forstpersonal übernimmt der Landesforstdienst die Planung und Bauaufsicht durch seine Fachkräfte. Eine ökologische Bauweise ist somit sichergestellt, vor allem auch durch die Umstellung von der Schubraupen- auf die wesentlich schonendere Baggerbauweise.

Sensibler Waldboden
Forsttechnik-Experte DI Nikolaus Nemestóthy, Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum
für Wald, Naturgefahren und Landschaft - BFW, erläuterte die Auswirkungen der Holzernte auf den Waldboden. „Wirtschaftliche Zwänge führen zur Vollmechanisierung der Holzernte im Wald, wobei auch die Maschinengewichte zunehmen und somit der Waldboden stark verdichtet wird“, so Nemestóthy. Durch sogenannte Niederquerschnitt-Niederdruck-Breitreifen kann der Bodendruck verringert werden. Auch Reisigmatten tragen zur Erhaltung der Befahrbarkeit bei. Um langfristige Schäden zu minimieren sollen nur rund 20 Prozent des Waldbodens befahren werden. Einmal angelegte Rückegassen dürfen nicht verlassen werden, denn ein flächiges Befahren gefährdet die Nachhaltigkeit der Waldfunktionen. Schäden im Boden sind noch nach Jahrzehnten nachzuweisen, denn das Waldgefüge ist äußerst sensibel.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 13. Oktober 2010

European Mobility: Jugendliche bei Auslandspraktika abgesichert
Rechtlich sichere Arbeitsvereinbarungen für Schüler und Lehrlinge in der EU

Mit Beginn dieses Schuljahres liegen rechtlich verbindliche Arbeitsverträge für Jugendliche vor, die in den EU-Ländern ein Praktikum absolvieren bzw. einer Arbeit im Rahmen der Ausbildung nachgehen wollen. „Bisher war das Arbeiten in anderen Ländern für Schüler und Lehrlinge oft mit rechtlichen Unsicherheiten verbunden, die mit den neuen Rahmenverträgen nun der Vergangenheit angehören“, erklärt Österreichs Vertreter Ing. Georg Waach. „Trotz des gemeinsamen europäischen Raumes bestehen Unterschiede in der Arbeitsgesetzgebung, die oft nur Experten im Detail kennen. Mit dem Projekt -European Mobility Agreement Customizer ist es nun gelungen eine Plattform für Arbeitsverträge im Bildungsbereich zu schaffen“, so Waach. Auf der Website www.european-mobility.eu besteht die Möglichkeit sich maßgeschneiderte Verträge ausarbeiten zu lassen. Dies ist alles online möglich und bietet einfache Handhabung und Sicherheit zugleich. Zentrale Bereiche die dabei behandelt werden sind: Arbeitsbedingungen, Tutorenbetreuung, Unterbringung, finanzielle Fragen und Haftung. Zielgruppen sind Schulen, Berater, Eltern, Studenten, Lehrlinge und Unternehmen.

Schnelle Hilfe bei rechtlichen Bestimmungen
Da es zahlreiche Unterschiede bei den Arbeitsverträgen in Europa gibt, wurden im Rahmen eines Leonardo-Da-Vinci-Projekts Vertreter aller EU-Länder an einen Tisch geholt, um Rechtssicherheit für die Arbeitsbedingungen Auszubildender in ihrem Land zu gewährleisten. Beispielsweise ist in einigen Ländern keine Lehrausbildung mit einem Praktikum im Ausland vorgesehen. Auch das Mindestalter für die Tätigkeit in einem Unternehmen hat eine Bandbreite von 14 bis 18 Jahren in den EU-Ländern. Dementsprechend unterschiedlich fällt auch die Bezahlung der Lehrlinge bzw. Schüler aus. Und genau bei diesen vielen gesetzlichen Bestimmungen helfen nun die Berater der Internet-Plattform European Mobility auf sehr unbürokratische und schnelle Weise weiter. Die Verträge werden dabei ständig aktualisiert und an die gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder angepasst.
Bei der Ausarbeitung der österreichischen Arbeitsverträge waren Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Mag. Wolfgang Dobritzhofer (NÖ Landwirtschaftskammer) und Mag. Heimo Gleich (NÖ Landarbeiterkammer) maßgeblich beteiligt.
Nähere Informationen unter: www.european-mobility.eu .

PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 25. September 2010

DIE GARTEN TULLN: Kürbisfest
Landwirtschaftsschulen veranstalten Schaukochen und Kürbis bemalen

Im Rahmen des Kürbisfestes bei DER GARTEN TULLN am 25. September 2010 veranstalteten die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen im Pavillon ihres Mustergartens ein Schaukochen. Auch für Kinder gab es ein Programm: sie konnten Kürbisse bemalen und mit nach Hause nehmen. „In unserer Gartenküche gab es eine Kürbiscremesuppe und gebratene Butternusskürbisse zu verkosten“, erklärte die verantwortliche Projektleiterin Ing. Ricarda Öllerer. Gemeinsam mit Fachlehrerin Ing. Hilde Paßecker von der LFS Tulln wurden die Besucher den ganzen Tag über bewirtet. Dazu gab es von den beiden Köchinnen nützliche Tipps rund um die „Kürbis-Kulinarik“. Auch Kinder kamen an diesem Tag auf ihre Rechnung. Elisabeth Kloner von der Gartenbauschule Langenlois führte mit den Kleinen das Bemalen der Kürbisse durch.

Motto des Mustergartens: „Altes Wissen - neue Vielfalt“
Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, vor allem die Gartenbauschule Langenlois, sind bei DIE GARTEN TULLN - NÖ Landesgartenschau 2010 mit einem eigenen Mustergarten vertreten. Das Motto des Gartens lautet „Altes Wissen - neue Vielfalt“, denn es werden hier oft zu Unrecht vergessene Gemüsesorten, Kräuter und Blumen präsentiert. Die Landwirtschaftsschulen bieten die ganze Saison ein eigenes Lehr- und Unterhaltungsprogramm, das von Workshops zu Gemüseraritäten und Kräutern bis hin zum Mostpressen reicht. Eine Broschüre informiert über das vielfältige Programmangebot der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen.

Infos & Broschüre
Die Broschüre „Altes Wissen - neue Vielfalt“ mit dem Programm der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ist kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle - LAKO erhältlich. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at.
Nähere Infos zur Landesgartenschau unter: www.diegartentulln.at und www.lako.at .

PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 23. September 2010

Schülerwallfahrt mit rund 2000 Jugendlichen zum Stift Göttweig
Landesrat Pernkopf: Starkes Zeichen der Gemeinsamkeit

Am 23. September 2010 fand die traditionelle Schülerwallfahrt der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich statt, die zum Stift Göttweig führte. „SchülerInnen, LehrerInnen und Bedienstete der Fachschulen nahmen daran teil und setzten damit ein starkes Zeichen der Gemeinsamkeit“, betonte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. „Mit dieser einmaligen Aktion im Schulbereich unterstreichen die Landwirtschaftsschulen, einmal mehr ihre wichtige Funktion bei der Wertevermittlung an die Jugend im ländlichen Raum. Die Verantwortung für das Leben, die Natur und die Gesellschaft steht dabei im Vordergrund“, so Landesrat Pernkopf. „Über 2300 Personen, davon rund 2000 SchülerInnen, nahmen an diesem Start-up ins neue Schuljahr teil“, informierte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Diese Wallfahrt ist auch ein Symbol für einen toleranten Umgang miteinander und der Solidarität in der Gesellschaft, die besonders in unserer Zeit wichtige Werthaltungen darstellen“, so Abteilungsleiter Krenn.

Wortgottesdienst mit Pater Georg Sporschill
Pater Mag. Georg Sporschill hielt den Wortgottesdienst und sprach von einer einmaligen Aktion der Schulen, die Gemeinschaft stiftet und den Jugendlichen die Natur und Kultur gleichermaßen näher bringt. „Alle Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen haben an dieser besonderen Schulveranstaltung teilgenommen, was den hohen Stellenwert der Wallfahrt einmal mehr unterstreicht“, betonte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. Die Schülerwallfahrt ist auch ein Teil der pädagogischen Initiative „MOVE“, deren Ziel es ist eine neue Lernkultur zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt. Bei der Abkürzung „MOVE“ steht der Buchstabe M steht für den Mut zu Neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg. „Eine Wallfahrt ist immer auch ein gesellschaftliches Ereignis, sie führt zu Begegnungen und zum Austausch zwischen Menschen. Vor allem für die neuen Schüler in den ersten Jahrgängen bietet diese Veranstaltung eine gute Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und sich einen Überblick über die landwirtschaftlichen Schulen zu verschaffen“, betonte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich.
Ehrengäste bei der Veranstaltung waren der Leiter des Diözesanschulamtes Mag. Karl Schrittwieser, LK-Vizepräsidentin Theresia Meier, BH-Stv. Mag. Daniela Obleser und Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. Für die Musik sorgte die Blasmusikgruppe der Landwirtschaftlichen Fachschulen unter der Leitung von Direktor Ing. Franz Fidler. Die Schülerinnen der LFS Sooß führten ein Theaterstück auf, das auf originelle Weise die Ziele der MOVE-Initiative behandelte. Als Rahmenprogramm gab es ein Konzert mit Cantores Dei und es wurden Stiftführungen sowie Waldexkursionen zu den Mammutbäumen des Stifts und Rundholzbauten durchgeführt.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Hollabrunn, 12. September 2010

Weinversuchsanlage“ für beste Weinqualitäten
Landesweingut Retz: modernste Mikrovinifikationsanlage Österreichs eröffnet

Am 9. September 2010 wurde am Landesweingut Retz, einem Betrieb der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn, die neue Mikrovinifikationsanlage feierlich in Betrieb genommen. „Damit setzen wir einen zukunftsweisenden Schritt im Hinblick auf eine moderne Ausbildung unserer SchülerInnen und gleichzeitig kann damit der hohe Qualitätsstandard der regionalen Weine noch gesteigert werden“, betonte Direktor Ing. Rudolf Reisenberger. „Die computergesteuerte Anlage dient zum Ausbau von Weinen in Kleinbehältern, um die Auswirkungen verschiedener Hefen und Verarbeitungsverfahren exakt austesten zu können“, so Direktor Reisenberger. Schließlich verfügt das Weinviertel mit ca. 16.000 Hektar über ein Drittel der österreichischen Rebfläche. Die Erfolge mit der Weinmarke Weinviertel DAC - ein fruchtiger Grüner Veltliner - sollen auch durch entsprechende Technologien gefördert werden.

Große Bedeutung für NÖ Weinbau
Zu den Festgästen der Eröffnungsfeier zählte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Landtagsabgeordnete Marianne Lembacher, Bezirkshauptmann Mag. Stefan Grusch, Landeskammerrat Ernst Kellner, Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner, der Bürgermeister von Pulkau Manfred Marihart und der Vizebürgermeister der Stadt Retz KR Ing. Karl Burckert. Direktor Ing. Rudolf Reisenberger bedankte sich bei Finanzlandesrat Sobotka für die finanzielle Unterstützung des Landes Niederösterreich. Landeskammerrat Ernst Kellner hob die große Bedeutung dieses Projekts für den niederösterreichischen Weinbau und für das „Retzer Land“ hervor. Anschließend fand die Segnung der Anlage statt, die vom Retzer Stadtpfarrer Pater Markus zelebriert wurde. Das „Brass Quintett“, unter der Leitung von Weinbaulehrer DI Florian Hanousek, sorgte für den musikalischen Ausklang der Feier.

Mit der Mikrovinifikation beste Weinqualitäten erzeugen
Unter Mikrovinifikation versteht man den Weinausbau in Kleinstbehältern zu Testversuchen, um neue Verarbeitungsmethoden zu prüfen und um eine Weiterentwicklung in der Mostbehandlung in Richtung reduktivem bzw. oxydativem Ausbau beim Jungwein zu erreichen. „Mit dieser Methode können mit einer Mostprobe beide Verfahren ausgetestet werden“, informiert Kellerwirtschaftslehrer Ing. Walter Pollak. „Der einzelne Winzer kann dann entscheiden, welche Geruchs- bzw. Geschmacksrichtung er in Zukunft bevorzugen möchte. Wesentlich neu ist jetzt, dass dieser Vorgang auch bei unterschiedlichen Gärtemperaturen erforscht werden kann“, so Weinexperte Pollak. Viele Betriebe können bereits Gärtemperaturen steuern, wissen jedoch nicht sicher, welcher Temperaturbereich für sie der beste ist“, so Walter Pollak. Als Versuchstechniker agiert Christian Gerstorfer, der sich mit der neuen Mikrovinifikationsanlage bereits vertraut gemacht hat. Interessierte Betriebe können sich unter der E-Mail-Adresse lwg-retz@diefachschule.at anmelden und an einer der kommenden Verkostungen der Mikrovinifikationsanlage beteiligen.
PRESSEMITTEILUNG
Langenlois / Tulln, 2. September 2010

Sommerbildungstage der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen:
Neue Lernkultur fördern und zeitgemäße pädagogische Konzepte umsetzen

Vom 30. August bis 1. September 2010 fanden die traditionellen Sommerbildungstage der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen an der Gartenbauschule Langenlois statt. Dabei standen Vorträge und Workshops rund um den Bereich der zeitgemäßen Pädagogik auf dem Programm. „Die Teilnahme von knapp 300 LehrerInnen und Bediensteten an dieser Veranstaltung in den Sommerferien zeigt das rege Interesse an der Weiterbildung“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Über neue Unterrichtsformen und über die Folgen des gesellschaftlichen Wertewandels im schulischen Bereich wurde eingehend informiert“, betonte Krenn. Zu den Vortragenden zählten der ehemalige Schisprungtrainer Prof. Mag. Baldur Preiml sowie die beiden Bildungsexperten Wolfgang Endres und Mag. Erich Sammer. Die Pädagoginnen Mag. Anna Maria Kanter und Dipl.-Päd. Susanne Würleitner plädierten in ihren Vorträgen für den verstärkten Einsatz neuer Lernformen, die das selbstverantwortliche Lernen in den Mittelpunkt stellen. Landtagsabgeordneter. Ing. Josef Ober sprach zum Thema „Dem eigenen Leben neuen Wert geben“, MMag. Ingrid Pirker-Binder über „Stressless, die kleinen Schritte zu mehr Gelassenheit“ und Günther Panhölzl zu „Fit für die Zukunft“ - Die sieben emotionalen Energiequellen des Erfolges“. Neben den Fachvorträgen wurden zahlreiche Workshops zu schulischen Themen durchgeführt.

Erfolg durch mentales Training
Über die verschiedenen Parameter des Erfolges sprach Prof. Mag. Baldur Preiml in seinem Vortrag. Dabei verwies er auf seine Tätigkeit als Trainer der österreichischen Schispringer von 1974 bis 1980, die er mit neu entwickelten Trainingsmethoden an die Weltspitze führte. „Nur unter besonderer Beachtung mentaler und ernährungswissenschaftlicher Aspekte waren diese Erfolge möglich“, erklärte Prof. Preiml. Das Lebensmotto lautete dabei: „Größe der Persönlichkeit durch die eigene Kleinheit anstreben“. Die Zeit sei damals reif für eine neue Entwicklung gewesen. Wichtig war vor allem die Begeisterung bei der Arbeit, die auf die Mannschaft übertragen werden konnte. Er, Preiml, wollte selbst Olympiasieger werden, konnte dieses Ziel jedoch nicht erreichen. Die eigene Unzulänglichkeit, wie Preiml meint, sei die Antriebsfeder gewesen, die Jungen zu Höchstleistungen anzutreiben. In seiner aktiven Zeit hätte Preiml wenig Selbstvertrauen gehabt, jedoch die Erkenntnis gewonnen, dass man sich dieses aneignen könne. Der Psychologe Oscar Schellbach bildete die Grundlage für Preimls Lebenseinstellung. „Etwas richtig zu machen, bringt Erfolg, etwas falsch zu machen, bringt Misserfolg“, so lautet die einfache Formel aus Schellbachs Buch „Mein Erfolgssystem“. Schellbach entwickelte den Mental-Positivismus der auf Selbstbeeinflussung, also Autosuggestion, abzielt. Ebenso zählt er zu den Pionieren des mentalen Trainings, das eine wichtige Inspirationsquelle für Preiml`s Arbeit war.

Weiterbildung wichtig für Unterrichtsqualität
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn zeigte sich über die besonders hohe Teilnehmerzahl an der Sommerbildungswoche erfreut. „Rund 40 Prozent der LehrerInnen bzw. Angestellten an den Landwirtschaftlichen Fachschulen nahmen an der Weiterbildungsveranstaltung teil“, betonte Krenn. Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald, Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich hoben das vielfältige Programmangebot und das große Interesse der TeilnehmerInnen hervor.
Landesschulinspektor Friewald verwies auch auf die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fachschulen. „Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt“, erklärte Friewald. Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. "bewegt" werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen. Dabei kommt der laufenden Weiterbildung der PädagogInnen von besonderer Bedeutung zu.

PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Hollabrunn, 11. August 2010


Moderne Traktor- und Sähtechnik zum aktiven Bodenschutz:
Symposium „Mulch- und Direktsaat“ mit Feldtag

Am 11. August fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn das Symposium zum Themenbereich „Mulch- und Direktsaat“ statt, an dem rund 200 Personen teilnahmen. Dabei wurden die neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet von renommierten Fachleuten präsentiert. Am Nachmittag gab es einen Feldtag, wo die pflanzenbaulichen Aspekte und die neusten Maschinen in der Praxis präsentiert wurden. „Aktiver Bodenschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Landbewirtschaftung, die durch ein optimiertes Gründeckenmanagement, eine dauerhafte Bodenabdeckung sowie Mulch- und Direktsaat erreicht wird“, erklärte Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. „Neben den ökologischen Vorteilen wurden beim Symposium auch die ökonomischen Bereiche des Erosionsschutzes durch umweltschonende Bodenbearbeitungssysteme beleuchtet“, so Agrar-Experte DI Dr. Rosner. „Mit dem Symposium an der LFS Hollabrunn zeigen wir die praktische Umsetzung von fachlichem Know-how, um den Landwirten die Wichtigkeit einer schonenden Bodenbearbeitung möglichst plausibel zu zeigen“, betonte Direktor Ing. Rudolf Reisenberger. Als Tagungsteilnehmer konnten auch Dr. Hannes Lang, Aufsichtsratsvorsitzender der RWA, und Obmann Ing Johann Rohringer, Lagerhaus Hollabrunn-Horn, begrüßt werden.

Aktiver Bodenschutz für eine nachhaltige Landbewirtschaftung
Beim Symposium gab es zahlreiche Referate zum aktiven Bodenschutz. Dr. Wilfried Hartl, Bioforschung Austria, sprach zum Thema „Begrünungsmanagement und Boden“. Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Dr. Gernot Bodner von der Universität für Bodenkultur präsentierte die neuesten Versuchsergebnisse zur Begrünung, Wurzelentwicklung und Wasserbilanz. Dipl.-Ing. Dr. Josef Rosner, Abteilung Landwirtschaftliche Bildung, gab einen fundierten Überblick der Bodenbearbeitung und des Erosionsschutzes in Niederösterreich. Dr. Rolf Derpsch, ein Pionier der Direktsaat und konservierende Bodenbearbeitung, referierte zu „Direktsaat - ein global verbreitetes System“. Die Auswirkung von Bodenbearbeitungsmethoden auf die CO2-Emission wurde von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Andreas Klik, Universität für Bodenkultur, behandelt. Dipl.-Ing. Harald Summerer, Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn, präsentierte die Versuchsergebnisse der LFS Hollabrunn. Und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Günther Breuer, Universität für Bodenkultur, sprach zu den ökonomischen Aspekten von Mulch- und Direktsaat.
Am Nachmittag fand der Feldtag statt, bei dem die Direktsaatmaschinen in der Praxis vorgeführt wurden. Dipl.-Ing. Michael Deimel, Landwirtschaftskammer NÖ, leitete die Maschinenvorführung auf den Demonstrationsfeldern. Dabei wurde die modernste Sähtechnik zahlreicher Hersteller präsentiert. Als Veranstalter zeichnen LandImpulse, die LFS Hollabrunn und die Landwirtschaftskammer verantwortlich.

Umweltschonende Bodenbearbeitung
In Österreich sind durch den Anbau von Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Sojabohnen und Kartoffeln sowie durch die Kultivierung von Weinreben und Obst über 450.000 Hektar als potentiell erosionsgefährdet anzusehen. Um die Bodenerosion zu verringern nehmen bodenschonende Bearbeitungen zu. Die geschieht einerseits durch die ÖPUL-Maßnahmen (Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft) und andererseits durch eine geänderte Denkweise der Landwirte, die auf den ökonomischen Druck, aber auch durch ökologische Überlegungen reagieren. Die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft in den hochentwickelten Ländern führt zu einem Trend zu Großmaschinen. Diese Geräte finden sich zunehmend in den Ackerbaugebieten Österreichs und werden über Maschinenringe oder Betriebsgemeinschaften eingesetzt. Das führt dazu, dass immer höhere Gewichte über die Felder transportiert werden, zudem steigen durch intensive Bearbeitungsmaßnahmen die Befahrhäufigkeiten. Die Tragfähigkeit der Ackerböden wird übermäßig beansprucht und es wird anschließend versucht, mit tieflockernden Maßnahmen das gestörte Gefüge wieder zu reparieren, der Erfolg ist aber zweifelhaft.
Aus diesem Grund werden auf den Landesgütern der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich seit fast zwei Jahrzehnten Bodenbearbeitungsversuche angelegt. Neben konventionellen Verfahren werden Mulch- und Direktsaatmethoden erfolgreich getestet. Erosionsmessungen gemeinsam mit dem Institut für Hydraulik und landeskulturelle Wasserwirtschaft der Universität für Bodenkultur zeigen Reduktionen der Erdabträge durch Mulchsaat von 68 Prozent und durch Direktsaat von 83 Prozent. Ähnliche Tendenzen sind bei den Nährstoff- und Pestizidabträgen zu beobachten. Die Erträge ändern sich durch die mulchende Bodenbearbeitung bzw. Direktsaat nicht signifikant, lediglich die Mykotoxinwerte sind bei falscher Bodenbearbeitung zu verfolgen.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Wieselburg, 1. Juli 2010

23. Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen:
LFS Warth siegt bei Burschen über 17 Jahren
LFS Hohenlehen siegt bei Burschen unter 17 Jahren

Am 1. Juli 2010 fand im Rahmen der Wieselburger Messe der Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen in Niederösterreich statt. „Beim 23. Wettbewerb der Fachschulen konnten die SchülerInnen ihren fachgerechten Umgang mit der Motorsäge einer breiten Öffentlichkeit präsentieren“, erklärten die beiden Organisatoren Forstdirektor DI Werner Löffler und LAKO-Mitarbeiter Ing. Karl Toifl. „Außerdem weisen wir mit dieser Veranstaltung auf die Wichtigkeit einer soliden Forstausbildung hin“, so Löffler und Toifl. Das Team der LFS Warth konnte den Bewerb in der Kategorie der über 17-Jährigen für sich entscheiden und siegte vor der Mannschaft des Francisco Josephinums Wieselburg; den dritten Platz belegten die Burschen der serbischen Mannschaft der LFS Kraljevo. In der Mannschaftswertung „Burschen unter 17 Jahre“ siegte die LFS Hohenlehen - bereits zum fünften Mal in der Geschichte des Wettbewerbes - vor dem Team der LFS Warth und der LFS Pyhra. Mit einem ersten und einem zweiten Platz ist die LFS Warth somit der große Gewinner der Bewerbe. „Bei der Austragung des Wettkampfes standen besonders die Sicherheitstechnik und die persönliche Schutzausrüstung im Vordergrund“, betonte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald, der gemeinsam mit Forstdirektor DI Werner Löffler die Urkunden und Preise überreichte.

23 Jahre Waldarbeitswettbewerbe
„Die rege Teilnahme der SchülerInnen zeigt das große Interesse an diesen Waldarbeitswettbewerben“, freut sich Ing. Herbert Grulich. „Diesmal waren sieben Teams aus Niederösterreich und zwei Gastmannschaften aus Serbien am Start“, informierte Ing. Toifl. „Den Jugendlichen wird mit diesem Wettbewerb ein passendes Forum geboten, um ihr Können unter Beweis zu stellen“, betonte Forstdirektor DI Werner Löffler, Forstabteilung der Landwirtschaftskammer NÖ. Dass die Waldarbeit nicht nur eine Männerdomäne ist, zeigte das Team des Francisco Josephinums, das aus zwei Burschen und zwei Mädchen bestand. Die Austragung des Waldwirtschaftswettbewerbes motiviert Schüler und Betreuer gleichermaßen sich mit der Waldarbeit intensiv auseinander zu setzen. Für den landesweiten Waldarbeitswettbewerb finden an den Schulen Vorausscheidungen statt, um die besten Wettkämpfer zu ermitteln, die an den Start gehen. Der Wettkampf bestand aus den Bewerben: Fallkerb, Präzisionsschnitt, Stechen und Zusammenschneiden, Zielhacken und Blochrollen.
Austragungsorte des Schulvergleichswettbewerbs sind abwechselnd die Landwirtschaftlichen Fachschulen und die Wieselburger Messe. Diesmal waren für die Organisation Ing. Herbert Grulich, Ing. Karl Toifl, Fachlehrer DI Johannes Bichl und DI Michael Gruber, Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, verantwortlich. Hauptsponsoren des Wettbewerbs sind die Motorsägenfirmen Stihl, Husqvarna und Jonsered sowie die Zeitung „Der fortschrittliche Landwirt“ und Ötscher-Berufsbekleidung.

Mannschaftswertung Burschen II (über 17 Jahre)
1. LFS Warth 2, 235,5 Punkte
2. HBLA Wieselburg Mixed, 205,4 Punkte
3. LFS Kraljevo (Serbien), 193,5 Punkte
4. LFS Sremska Mitrovica (Serbien), 138 Punkte

Mannschaftswertung Burschen I (unter 17 Jahre)
1. LFS Hohenlehen, 247,6 Punkte
2. LFS Warth 1, 228,0 Punkte
3. LFS Pyhra, 200 Punkte
4. LFS Edelhof, 182,8 Punkte
5. LFS Gießhübl, 147,5 Punkte


Einzelwertung
Bei den Burschen über 17 Jahre siegt Manuel Vollnhofer, LFS Warth.
Bei den Burschen unter 17 Jahre siegt Michael Karner, LFS Hohenlehen.

Veranstalter:
Forstabteilung der NÖ Landwirtschaftskammer
Landwirtschaftliche Koordinationsstelle - LAKO
Abteilung landwirtschaftliche Bildung, Amt der NÖ Landesregierung
Landwirtschaftliche Fachschulen

PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten/Tulln, 24. Juni 2010

400 Schüler nahmen an Sportbewerben teil
31. Sportfest der Landwirtschaftlichen Fachschulen NÖ

Am 24. Juni 2010 fand an der Landessportschule in St. Pölten das traditionelle Sportfest der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs statt. 15 Schulen gingen mit rund 400 Schülern in 30 Wettbewerben an den Start. „Durch Sport können der Jugend Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Rücksichtnahme auf den Partner vermittelt werden - das sind wichtige Grundvoraussetzungen für den weiteren Bildungs- und Lebensweg“, erklärte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „Bewegung und Sport sind wesentliche Teile der Persönlichkeitsbildung, die wir mit der Austragung des Sportfestes fördern wollen. Sport verbindet die Menschen nicht nur im schulischen Bereich, sondern baut auch weltweit Brücken zwischen Staaten und Kulturen“, so Friewald. „Die sportlichen Wettkämpfe sind seit nunmehr 31 Jahren ein wichtiger Fixpunkt im Schuljahr der Landwirtschaftlichen Fachschulen“, sagte Ing. Leopold Klingenbrunner, Organisator des Sportfestes. „Dieses Jahr wurde die Sportveranstaltung erstmals in der Landessportschule St. Pölten abgehalten, weil im traditionellen Austragungsort Tullnerbach, durch die Schulrenovierung die Durchführung nicht möglich war“, so Klingenbrunner. Die Siegerehrung führten Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald und Direktor Ing. Franz Fidler durch.

LFS Edelhof siegt in der Burschenwertung, LFS Gaming siegt bei den Mädchen
In der Gesamtwertung bei den Burschen (Burschen I und II) siegte die LFS Edelhof vor der LFS Gießhübl. Den dritten Platz belegte die LFS Mistelbach. Bei der Gesamtwertung der Mädchen erreichte die LFS Gaming den ersten Platz, der zweite Platz ging an die LFS Zwettl und Dritte wurde die LFS Pyhra. Zur Austragung kamen Bewerbe der Leichtathletik, wie Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, Staffelläufe, 3.000-Meter-Lauf, 60- und 100-Meter-Läufe; Spielbewerbe waren Fußball, Völkerball, Tischtennis, Streetball, Volleyball und Beachvolleyball.

Burschen I
1. LFS Pyhra
2. LFS Gießhübl
3. LFS Warth

Burschen II
1. LFS Edelhof
2. LFS Gießhübl
3. LFS Mistelbach
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Pöchlarn, 23. Juni 2010

LFS Edelhof und LFS Hohenlehen:
Weiße Fahne bei Tischler- und Zimmererausbildung

Am 18. und 19. Juni fand in der Landesberufsschule für Holzbearbeitung in Pöchlarn die kommissionelle Prüfung für die angehenden Zimmerer und Tischler der beiden Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof und Hohenlehen statt. Die 19 Prüflinge stellten sich gut vorbereitet den Prüfungskommissionen der Wirtschaftskammer sowie der Innung der Tischler und Zimmerer, sodass die weiße Fahne für zehn Tischler und neun Zimmerer gehisst werden konnte. Die Prüfung bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, bei dem ein Prüfungswerkstück hergestellt werden musste. Die Prüflinge konnten mit fachlichem Wissen und praktischem Können punkten. Die Ausbildung zum Tischler und Zimmerer findet im Anschluss der dreijährigen Landwirtschaftlichen Fachschule statt und bietet den Schülern neben dem Landwirtschaftlichen Facharbeiter eine zweite Berufsausbildung in nur einem Schuljahr. Dabei wird intensiv mit der Landesberufsschule für Holzbearbeitung in Pöchlarn zusammen gearbeitet.
PRESSEMITTEILUNG
Gießhübl/Tulln, 20. Juni 2010

Festakt am Mostviertler Bildungshof: LFS Gießhübl feiert 75-jähriges Bestehen
Landesrat Heuras: 75 Jahre erfolgreiche Bildungsarbeit im Mostviertel

Am 20. Juni 2010 fanden die Feierlichkeiten anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl statt. Landesrat Mag. Johann Heuras sprach von einer Erfolgsgeschichte der Fachschule in der land- und hauswirtschaftlichen Bildung. „Der Mostviertler Bildungshof konnte sich als ein agrarisches Bildungszentrum in der Region bestens etablieren, wo auch besonderer Wert auf das Kurswesen gelegt wird und ein enger Kontakt zu den Landwirten gepflegt wird“, betonte Landesrat Heuras in seiner Festansprache. „Die Fachschule ist außerdem ein offenes Haus für kulturelle Veranstaltungen des Bezirkes Amstetten“, so Heuras. „Mit dem Kaufvertrag vom 17. Juni 1935 hat das Land Niederösterreich das 80 Hektar umfassende Gut Gießhübl zum Aufbau einer Landwirtschaftsschule angekauft“, informierte Direktor Ing. Gerhard Altrichter. „Bis heute wurde das Lehrangebot ständig erweitert und der Zeit angepasst, sodass die Fachschule von der ländlichen Jugend gerne besucht wird“, sagte Direktor Altrichter. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn hob die gute Ausbildungsqualität, die Tradition mit der Moderne bestens verbindet, in seiner Festansprache hervor.

Agrarisches Bildungszentrum mit Tradition
Derzeit besuchen 203 Schüler die dreijährige Schulform mit den beiden Fachrichtungen Landwirtschaft und Ökologische Hauswirtschaft. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Obstverarbeitung, die Schweinehaltung und soziale Dienste. Auch mit seiner Abendschule für Erwachsene, die aktuell 75 Personen besuchen, hat sich die Fachschule zu Recht die Bezeichnung als „Mostviertler Bildungshof“ verdient. Landwirtschaftliche Meister sowie Betriebs- und Dorfhelferinnnen werden hier ebenso ausgebildet. Gießhübl ist auch Sitz des Maschinenringes Amstetten.
Für den fachlichen Festvortrag „Landwirtschaft im Wandel“ konnte Prof. Dr. Rudolf Bretschneider von GfK Austria (Dr. Fessl Institut) als Referent gewonnen werden. Dabei beschrieb Prof. Bretschneider den Strukturwandel in der Landwirtschaft, der vom Übergang der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft geprägt war. „Rund 70 Prozent der Gesellschaft glaubt an die Modernisierung der Landwirtschaft und hat großes Vertrauen in die Bauern“, so Sozialforscher Bretschneider. Insgesamt skizzierte er positive Zukunftsperspektiven für die heimische Landwirtschaft, vor allem wegen der steigenden Nachfrage an Lebensmitteln.
Bei einer Diskussionsrunde kamen die ehemaligen Direktoren Ing. Leopold Daxbacher, Ing. Franz Krickl und Ing. Leopold Berger zu Wort und beschrieben die Entwicklung der Schule von den 40er-Jahren bis zu Gegenwarth. Direktor i.R. Krickl merkte an, dass durch die Zusammenlegung der LFS Haag mit der LFS Gießhübl der Stellenwert der Hauswirtschaft gestärkt werden konnte. Auch die Zertifikate an die neu ausgebildeten Dorfhelferinnen wurden in diesem feierlichen Rahmen übereicht. Für die Musik sorgte bestens die neue Bläsergruppe der Fachschule. Als Rahmenprogramm des Festaktes fand der Tag der offenen Tür statt, wo es Workshops und Schulführungen gab.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 10. Juni 2010

Innovative Schulprojekte mit dem LAKO-Kreativpreis prämiert:
LFS Edelhof gewinnt vor LFS Poysdorf und LFS Tullnerbach

Am 10. Juni 2010 wurde bereits zum fünften Mal der LAKO-Kreativpreis an die besten Schulprojekte der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich zum Themenbereich „Wir träumen einen Traum - Bausteine der Zukunft“ vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im Schloss Wolfpassing statt, an der rund 300 SchülerInnen teilnahmen. Landesrat Mag. Johann Heuras überreichte die Preise im Wert von insgesamt € 3.250 und sprach von einer „Leistungsschau an innovativen Schulprojekten“. „Die eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass die Jugend aktiv ihre Zukunft mitgestaltet und dabei hoch motiviert ans Werk geht“, erklärte Landesrat Heuras. „Mit dem Kreativpreis wird ganz bewusst auf eine neue Lernkultur hingewiesen, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt.“ Die LFS Edelhof wurde für das Projekt „Nachtgeflüster“ - SchülerInnen bauten dabei ein Öko-Bett - mit dem ersten Platz ausgezeichnet. „Für die Entscheidung der Jury war vor allem die Kombination von handwerklichem Können und dem Einsatz regionaler Werkstoffe von Bedeutung“, informierte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. Der zweite Platz ging an die LFS Poysdorf mit dem Projekt „Fahnenwald und Energie“, bei dem die SchülerInnen zum Themenbereich „Energie“ Fahnen gestalteten und für einen sozialen Zweck verkauften. Den dritten Platz belegt die LFS Tullnerbach mit dem Projekt „Lachen - lernen - Spiele machen“; hierbei entwickelten die Jugendlichen verschiedene Lernspiele. Die LFS Pyhra wurde mit einem „Sonderpreis der Jury“ für das Projekt „Ein Bauerngarten zum Träumen“ ausgezeichnet. Die Schülerinnen legten dabei einen Garten neu an, der durch den Brand eines Bauernhofes zerstört wurde.

Bunter Bogen kreativer Projekte
Die eingereichten 15 Schulprojekte zeigen die große Vielfalt an Aktivitäten und das enorme Engagement von SchülerInnen sowie LehrerInnen. Die Themen reichten von richtiger Ernährung, Wiederverwertung von Abfall bis zur Fassadengestaltung einer Schule und die Erstellung einer Rezeptsammlung über Gemüseraritäten. Die Jugendlichen zeigten sich besonders von der Musikgruppe „Vierkanter“, mit ihren humorvollen und zugleich kritischen Liedtexten, begeistert. Vorsitzender der Jury war Abteilungsleiter DI Christian Steiner, der mit seinem Team die Projekte nach einem detailliert vorgegebenen Kriterienkatalog bewertete. Folgende Schulen nahmen am Wettbewerb teil: LFS Edelhof, LFS Gaming, (zwei Projekte eingereicht), LFS Gießhübl, LFS Krems, LFS Langenlois (drei Projekte), LFS Obersiebenbrunn, LFS Ottenschlag, LFS Poysdorf, LFS Pyhra, LFS Tullnerbach, LFS Unterleiten und LFS Zwettl. Die Preisverleihung wurde von den Sponsoren Agrarmarkt Austria - AMA, der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, der Niederösterreichischen Versicherung maßgeblich unterstützt.
Für die Durchführung des Kreativpreises wurde die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle von der UNESCO-Kommission als österreichisches Dekaden-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Jahr 2008 ausgezeichnet. Der nächste Kreativpreis-Wettbewerb wird wieder in zwei Jahren stattfinden.
PRESSEMITTEILUNG
Warth/Tulln, 29. Mai 2010

„Zdimal-Preise“ 2010:
Beste Forstabsolventen ausgezeichnet

Am 27. Mai wurden an der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth die besten Forstabsolventen Niederösterreichs und der Försterschule Bruck an der Mur mit den „Zdimal-Preisen 2010“ ausgezeichnet. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Forstdirektor DI Werner Löffler nahmen die feierliche Preisverleihung in den Kategorien Forstwirtschaftsmeister, Forstfacharbeiter, Förster und Forstwart vor. „Eine fundierte Ausbildung in der Forstwirtschaft ist ein wichtiger Grundstein für die fachgerechte Bewirtschaftung des österreichischen Waldes“, betonten die Initiatoren Grulich und Löffler bei der 23. Preisverleihung. „Da sich die Anforderungen an die Forstwirtschaft laufend ändern, kommt der Weiterbildung künftig ein noch höherer Stellenwert zu“, so die beiden Forst-Experten. „Holz ist der Rohstoff der Zukunft, was die steigende Nachfrage an Rundholz und Energieholz deutlich zeigt. Eine verstärkte "Holzmobilisierung" ist daher dringend notwendig, was für die jungen Forstmänner eine große Herausforderung bedeutet.“

Fachleute für nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzmobilisierung
LAKO-Leiter Herbert Grulich verwies auf die überaus gute Zusammenarbeit bei der forstlichen Weiterbildung zwischen der Landwirtschaftskammer, dem Land Niederösterreich und den Landwirtschaftlichen Fachschulen hin. „Durch die praxisgerechte Ausbildung wird eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung in Niederösterreich forciert“, betonte Ing. Herbert Grulich, Organisator der Preisverleihung. „An den Landwirtschaftlichen Fachschulen werden gemeinsam mit der Forstabteilung, der Landwirtschaftskammer sowie der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle laufend Fachkurse für Waldbesitzer abgehalten“, so Grulich. Schließlich gehört Niederösterreich, mit einem Waldanteil von knapp 40 Prozent der Landesfläche, zu den waldreichsten Bundesländern. Die Zdimal-Preisträger sind ein Musterbeispiel für das lebenslange Lernen und häufig übernehmen sie wichtige Funktionen in Waldwirtschaftsgemeinschaften oder ähnlichen Organisationen.
Da sich der Holzmarkt und die regionale Versorgungssituation in kurzer Zeit massiv verändert haben, steht die österreichische Forstwirtschaft vor großen Herausforderungen. Es ergeben sich immer wieder Versorgungsengpässe bei der heimischen Säge-, Platten- und Papierindustrie. Jüngste Entwicklungen führen zu hohen Nachfrageeffekten an Energieholz und beeinflussen den regionalen Markt zusätzlich. Der europaweiten Nachfrage an Holz kann nur durch eine massive Holzmobilisierung wirksam begegnet werden.

Initiative für Forstausbildung in NÖ
„Namensgeber für den Forstpreis ist der verstorbene Forstdirektor DI Willibald Zdimal, der sich besonders für die Forstausbildung in Niederösterreich einsetzte“, betonte Forstdirektor DI Werner Löffler anlässlich der Preisverleihung. Die Autoren des Buches „Waldwirtschaft heute“ gründeten 1989 gemeinsam mit Hanna Zdimal diese Initiative. Entscheidend für die Auszeichnung ist der Notendurchschnitt in der jeweiligen Ausbildungsrichtung. Dieses Jahr wurden Preise im Gesamtwert von rund € 3.500,- vergeben. Sponsoren der Sachpreise waren die Firma Stihl, die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, der NÖ Forstverein, der Agrarverlag, die LAKO und die NÖ Landarbeiterkammer. Firma Stihl Geschäftsführer Alexander Hembach überreichte als Hauptpreis eine Motorsäge samt Zubehörkoffer an Forstwirtschaftsmeister Johannes Eigelsreiter.
Als Organisatoren der Zdimal-Preisverleihung zeichnen die Autoren des Lehrbuches „Waldwirtschaft heute“, die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, die Sozialversicherung der Bauern und die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle (LAKO) verantwortlich.

Zdimalpreisträger 2010

Bester Forstwirtschaftsmeister: Johannes Eigelsreiter, 3192 Hohenberg
Bester Förster, Försterschule Bruck an der Mur: Gernot Freimann, Trofaiach, Kärnten
Bester Forstfacharbeiter: Thomas Schachner-Ertlthalner, 3343 Hollenstein/Ybbs
Bester Absolvent Forstfachschule Waidhofen/Ybbs: Florian Stöckler, 3350 Haag
PRESSEMITTEILUNG
Warth/Tulln, 27. Mai 2010

Outdoorpädagogik: soziale Kompetenzen stärken
FARM-Symposium „Erlebnis Wald“

Experten diskutierten am 27. Mai an der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth den Themenbereich „Erlebnis Wald“, wobei ein umfangreiches Programm rund um die Outdoorpädagogik in der Praxis geboten wurde. „Mit dieser Veranstaltung zeigten wir neue pädagogische Lernformen auf, welche speziell die geänderten Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigen“, informierte Ing. Klaus Karpf. „Am Vormittag zeigte ein Erlebnisparcours für SchülerInnen die vielfältigen Möglichkeiten spielerischen Lernens auf. Im mobilen Hochseilgarten konnte man seine Geschicklichkeit testen, bei der Waldpädagogik war kreatives Gestalten in der Natur gefragt und die Bienenpädagogik informierte über Wissenswertes rund um die Imkerei. Zu Mittag wurden die hungrigen Symposiumsteilnehmer mit einem zünftigen Kesselgulasch vom Lagerfeuer verköstigt. Und am Nachmittag gab es von Bildungsexperten Vorträge über den vielfältigen Bereich der Outdoor- und Umweltpädagogik. Das Symposium wurde von DI Peter Culk sehr humorvoll moderiert.

Zeitgemäße Outdoorpädagogik
Mag. Dr. Manfred Hofferer erläuterte in seinem Vortrag den Begriff der Outdoorpädagogik, die sich als eigenständige pädagogische Richtung mit dem gezielten Bereitstellen von außergewöhnlichen Naturspiel-, Experimentier- und Entwicklungsräumen befasst. Das Ziel ist dabei die gemeinsame Erweiterung der Erlebens- und Handlungsfähigkeit sowie der Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen unter Berücksichtigung natürlicher Lern- und Entwicklungsformen.

Neue Lehrgänge der Outdoor-Akademie
Mag. Wolfgang Leirer wies in seinem Vortrag auf die gute Zusammenarbeit der Outdoor-Akademie mit WIFI NÖ hin und stellte die drei neuen Lehrgänge Outdoor-Ranger, Genuss-Guide und Wellness-Guide vor. Es handelt sich hierbei um drei diplomierte Lehrgänge im Umfang von jeweils 80 Stunden. Je nach Schwerpunkt steht das Erleben in der Natur, die Outdoor-Küche oder die Bewegung als eine ganzkörperliche Erfahrung im Mittelpunkt des Lehrganges.
Seit drei Jahren führt die österreichische Outdoor-Akademie Seminare und Schulungen durch, wobei verstärkt der „Lehrraum“ Natur und das soziale Lernen im Mittelpunkt stehen. Zielgruppen sind dabei sowohl Unternehmen als auch Schulen.
Beim Kursangebot besteht die Möglichkeit einzelne Schwerpunkte selbst zu setzen, wie z.B. Walderlebnis-Wanderungen oder Aktivitäten rund um den Bauernhof. Je nach Interessenslage können die angebotenen Module frei gewählt und kombiniert werden. Auch zeitlich besteht die Wahlmöglichkeit zwischen Tages-, Wochenend- oder Wochenseminar.

Zeitgemäße Umweltpädagogik
Mag. Dr. Birgit Karre, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, erläuterte in ihrem Vortrag die zeitgemäße Umweltpädagogik. Der Bogen wurde dabei von den Anfängen der Umweltpädagogik in den siebziger Jahren bis zum heutigen Perspektivenwechsel in Richtung eines ganzheitlichen Ansatzes gespannt. „Heute umfasst die Umweltbildung auch die soziale und ökonomische Dimension und versucht für alle Generationen Bildungsangebote bereitzustellen“, betonte Mag. Dr. Birgit Karre. Außerdem forderte sie Schulen zu Zentren für nachhaltigen Lebensstil zu etablieren.

Information
Über die Ausbildungsmöglichkeiten und Terminplanung informiert Akademieleiter Ing. Klaus Karpf, Telefon: 02629/2222-0, E-Mail: klaus.karpf@lfs-warth.ac.at  , unter www.outdoor-akademie.at  und www.landimpulse-oesterreich.at  .
Pressemitteilung
Tulln, 21. Mai 2010

DIE GARTEN TULLN
Lesung „Mannsbilder und Frauenzimmer“ mit Rudi Weiß und Isolde Kerndl

Am 20. Mai fand im Pavillon der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen auf der GARTEN TULLN die Lesung „Mannsbilder und Frauenzimmer“ mit der Waldviertler Dichterin Isolde Kerndl und dem Weinviertler Lyriker Rudi Weiß statt. Die treue Fangemeinde bekam heitere und tiefsinnige Betrachtungen über das starke und das schwache Geschlecht zu hören. „Fragt sich nur: wer ist mit "stark" und wer mit "schwach" gemeint?“, erklärte Rudi Weiß, der ausgewählte Gedichte aus seinen Büchern zum Besten gab. Der Autor verbindet scharfsinnige „Wortklaubereien“ und alltägliche Beobachtungen zu kritischen Kommentaren, mit einem feinen Gespür für Situationskomik. Allesamt Texte und Gedanken zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken.
Die Mundartdichterin Isolde Kerndl, schon zu Lebzeiten eine Waldviertler Legende, kommt mit spitzer Feder in ihren einzigartigen Prosastücken und Mundart-Gedichten auf den Punkt. Sie zeichnet mit Schmunzeln und Understatement jene Menschenbilder nach, die vom Leben auf dem Lande (meist des Waldviertels), nachhaltig geprägt sind. Gedichte und Geschichten die immer humorvoll, meist nachdenklich und manchmal zynisch sind, rundeten die Lesung ab.
Informationen zum Autor Rudi Weiß www.dieweinviertler.com und zur Autorin Isolde Kerndl: www.isolde-kerndl.at .

Motto des Mustergartens: „Altes Wissen - neue Vielfalt“
Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, vor allem die Gartenbauschule Langenlois, sind bei DIE GARTEN TULLN - NÖ Landesgartenschau 2010 mit einem eigenen Mustergarten vertreten. Das Motto des Gartens lautet „Altes Wissen - neue Vielfalt“, denn es werden hier oft zu Unrecht vergessene Gemüsesorten, Kräutern und Blumen präsentiert. Die Landwirtschaftsschulen bieten die ganze Saison ein eigenes Lehr- und Unterhaltungsprogramm, das von Workshops zu Gemüseraritäten und Kräuter bis hin zum Mostpressen und eben Lesungen reicht. Eine Broschüre informiert über das vielfältige Programmangebot der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen.

Infos & Broschüre
Die Broschüre „Altes Wissen - neue Vielfalt“ mit dem Programm der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ist kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle - LAKO erhältlich. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at.
Nähere Infos zur Landesgartenschau unter: www.diegartentulln.at und www.lako.at .
PRESSEMITTEILUNG
Mistelbach/Tulln, 20. Mai 2010

Focus Bildung: „Zukunftsfähig erziehen“
Agrarpädagogisches Jour fixe mit Univ.-Prof. DDr. Paul Michael Zulehner

Am 19. Mai fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach das agrarpädagogische Jour fixe „Focus Bildung“ statt, das sich den aktuellen Tendenzen in der Erziehungs- und Werteforschung widmete. Das Thema „Zukunftsfähig erziehen“ wurde mit Univ.-Prof. DDr. Paul Michael Zulehner eingehend diskutiert. „Pädagogik ist auf Zukunft hin orientiert. Da das pädagogische Interesse letztlich auf die Zukunft der heranwachsenden Generation abzielt, soll durch Erziehung und Bildung ein Gelingen des Lebens mit allen seinen Anforderungen gewährleistet werden“, betonte DDr. Zulehner. „Angesichts sozial-gesellschaftlicher Veränderungen wird der Erziehungsauftrag immer deutlicher an die Schule übergeben“, so Zulehner. Die junge Generation braucht nach ihrer Primärsozialisation angesichts vielfältiger gesellschaftlicher Fehlentwicklungen ein Lebenswissen, das ein menschenwürdiges Leben in Zukunft ermöglicht. Paul Michael Zulehner nennt diesen neuen Akzent in der Pädagogik Â�KontrasozialisationÂ�. Er verweist dazu auf eine der ältesten und elementaren Perspektiven des Christentums: Â�meta-noeteÂ� Â� lernt zu eurem Wohl euer Leben neu zu sehen und anders zu führen. Die Schulen sollten in diesem Sinne Â�ZukunftsbiotopeÂ� sein, also Lebensräume wo sich eine zukunftsfähige Lebenssicht entfalten kann und wo man zumindest um eine Verhaltensänderung ringt.
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald, Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch, LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Direktor Ing. Christian Resch zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die angeregte Diskussion erfreut. Das Jour fixe wurde von den Fachlehrern Ing. Klaus Karpf und Rudi Weiß moderiert. Rund 160 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

Drei Grundwerte der Erziehung: Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit
Wesentlicher Bestandteil zukunftsfähiger Bildung und Erziehung ist nach Paul Michael Zulehner die Diskussion rund um elementare Werte, deren gegenwärtige Gefährdung und deren zukünftige Lebensrelevanz für die Jugendlichen. Zulehner beleuchtete dazu die drei fundamentalen Wertekategorien in der christlich-abendländischen Kultur: Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Die europäische Freiheitskultur mit ihrer langen Tradition ist stets bedroht durch die Versuchung des Totalitarismus, nicht nur einst sondern auch und besonders heute. Verdeckte und latente Zugriffe auf den Menschen sind etwa die Steuerungsmechanismen in der modernen Medien- und somit Massenkultur. Unsere Freiheitsgesellschaft schafft eine Bedrohung durch die Freiheitsflucht: In unserer Kultur nimmt die Zahl junger Menschen zu, die inmitten der Freiheitskultur anfangen, die lästige Last der Freiheit wieder loszuwerden. Wachsende Unsicherheiten bei Grundbedürfnissen in Bildung, Arbeit, Familie und in der sozialen Umwelt fördern das Verlangen nach totalitären Lösungskonzepten.

Gerechtigkeitskompetenz stärken
Trotz fataler Entsolidarisierungstendenzen im reichen Europa ortet DDr. Zulehner auch solidarische Gegenbewegungen in Form starker Initiativen. Wir stehen vielleicht an einer historischen Wegscheide, welchen Wert Solidarität im Europa der Zukunft haben wird. Jedenfalls gilt das pädagogische Gebot, die Gerechtigkeitskompetenz zu stärken.
Eine zukunftsorientierte Lebensgestaltung bedarf auch einer kontinuierlichen Erkundung der Wahrheit und einer gesunden Selbsterkenntnis im Kontext spiritueller Wahrheitssuche. Professor Zulehner ortet derzeit eine Â�Kultur der AngstÂ�, die von der Politik massiv geschürt wird. Der Schule hat dabei die große Aufgabe Angst zu reduzieren, um die Zukunftsfähigkeit bei den Jugendlichen zu fördern.

DDr. Paul M. Zulehner
DDr. Paul M. Zulehner ist Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und gilt als Experte für religions- und kirchensoziologische sowie pastoraltheologische Fragen. Informationen: www.zulehner.org.

Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“
Die Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“ findet in enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung sowie der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle statt und widmet sich verschiedenen Themenschwerpunkten der Pädagogik.

Pädagogische Initiative „MOVE“
Mit dem Schuljahr 2009/2010 fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen in Niederösterreich. Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt. Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. Â�bewegtÂ� werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.
Pressemitteilung
Tulln, 14. Mai 2010

Nachhaltiges Bauen mit Holz
LFS Tullnerbach: Unterricht in Holzcontainern

An der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach findet seit September des Vorjahres der gesamte Unterricht in mobilen Holzcontainern statt. „Schüler, Lehrer und Angestellte sind mit dem Provisorium sehr zufrieden, denn die Wohnqualität ist durch die Holzbauweise besonders hoch“, betonte Direktor Ing. Franz Raith. „Auf rund 1.700 Quadratmetern findet für zwei Jahre der gesamte Unterricht der sechs Schulklassen statt“, so Raith. Wegen der Generalsanierung der Â�altenÂ� Schule wurde das Provisorium mit der mobilen Schule notwendig. Durch die Holzcontainer ist eine Lösung gefunden worden, die kostengünstig und umweltfreundliche zugleich ist. Das Raumklima ist durch die Holzwände angenehmer als in herkömmlichen Containern mit Stahlwänden. Zudem wurden rund 300 Kubikmeter Holz verbaut, was sehr positiv für die CO2-Bilanz und die heimische Forstwirtschaft ist. „Die Landwirtschaftsschulen setzen somit ein Zeichen, dass engergiebewusstes Bauen auch leistbar ist“, erklärten LK-Forstdirektor DI Werner Löffler, LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Baumeister Ing. Michael Schrott, die sich vor Ort von der nachhaltigen Bauvariante überzeugten.

Aus der Not eine Tugend gemacht
„Die Sanierung des 120 Jahre alten Schulgebäudes war dringend notwendig. Derzeit werden das Dach, die Fenster und die Installationen erneuert sowie die Decken verstärkt“, sagte Direktor Raith. „Außerdem werden eine Turnhalle, ein Pferdestall und eine Reithalle neu gebaut, denn die LFS Tullnerbach hat neben der Hauswirtschaft den Schulschwerpunkt Pferdewirtschaft“, so Direktor Raith. Im alten Schulgebäude sind noch das Internat und die Küche untergebracht. Bei der Suche nach geeigneten Containern für die mobilen Klassen fiel die Wahl ganz eindeutig auf die Holzcontainer. Somit machte man aus der Not eine Tugend und verband die Energieeffizienz mit preiswerter Bauqualität.
„Die Montagezeit der Holzcontainer betrug nur sechs Wochen, wobei die vorgefertigten Bauelemente in Modulbauweise errichtet wurden“, erklärte Baumeister Ing. Michael Schrott, Schmid Bauunternehmung-Holzbau GmbH. „Die Wände sind in Holzriegelkonstruktion mit Steinwolle ausgeführt und sorgen so für ein ausgeglichenes Raumklima“, so Schrott. Zudem sind die Container leicht abbaubar und können wieder verwendet werden. Im Sommer 2011 soll die Renovierung bereits abgeschlossen sein, damit das neue Schuljahr in der adaptierten Schule starten kann.
Informationen: www.lfs-tullnerbach.ac.at  und www.schmid-baugruppe.at .

Holz � der nachwachsende Baustoff
„Die Verwendung von Holz als Baustoff führt zu einer verstärkten Holznutzung und erhöht somit die Wertschöpfung in der heimischen Forstwirtschaft“, erklärten die Forstmänner DI Werner Löffler und Ing. Herbert Grulich. Österreichs Forst- und Holzwirtschaft ist nach dem Tourismus der zweitwichtigste Aktivposten der Außenhandelsbilanz. Zudem ist Holz ein ökologisches, innovatives und natürliches Material, das beständig nachwächst und durch sein Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) bindet. Holz hat sich vom reinen Naturbaustoff zu einem High-Tech-Baustoff entwickelt. Die Holzindustrie zählt zu einem der bedeutendsten und sichersten Arbeitgeber aller Industriezweige Österreichs. Der Großteil der Betriebe der Holzindustrie sind mittelgroße Betriebe.
Der Wald ist in Österreich zum Großteil (80,5 Prozent) Privatbesitz in den Händen von Waldbauern und dabei sehr kleinstrukturiert. Insgesamt bewirtschaften fast 170.000 Waldbauern Betriebe mit weniger als 200 Hektar Waldfläche und damit fast die Hälfte des gesamtösterreichischen Waldes. Insgesamt gibt es in Österreich über 170.000 Waldeigentümer. Weitere 9.000 Personen sind in der Forstwirtschaft überwiegend als Förster, Forstmeister, Forstwarte oder Forstarbeiter in privaten Forstbetrieben oder bei den Österreichischen Bundesforsten tätig.
PRESSEMITTEILUNG
Hollenstein/Tulln, 28. April 2010

Hauswirtschafts-Cup der Landwirtschaftlichen Fachschulen Österreichs:
Team der LFS Unterleiten siegt beim Bundes-Hauswirtschafts-Cup

Am 21. April 2010 fand am agrarischen Bildungszentrum Lambach, Oberösterreich, der Bundesbewerb des Hauswirtschafts-Cups für Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen statt, den das Team der LFS Unterleiten klar für sich entscheiden konnte. Die Unterleitener Mädchen siegten schon am 13. April beim Niederösterreichischen Hauswirtschaftswettbewerb und starteten so beim österreichweiten Entscheid, wo sie gegen die Teams der anderen Bundesländer antraten. „Ein beachtenswerter Erfolg für die Schülerinnen, der die solide Unterrichtsqualität an den Landwirtschaftlichen Fachschulen mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft einmal mehr unterstreicht“, freute sich Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. „Die Schülerinnen hatten sich gut vorbereitet und konnten so besondere Kreativität bei der Speisenauswahl sowie dem Tischschmuck beweisen“, erklärte Direktorin Ing. Marianne Schallauer. „Für die Landwirtschaftliche Fachschule Unterleiten mit den Schwerpunkt Eco-Design ist dies ein beachtenswerter Erfolg, der Schülerinnen wie Lehrerinnen gleichermaßen für die künftige Arbeit motiviert“, so Direktorin Schallauer.

Hauswirtschaftliche Kompetenz
Das Team der Fachschule Unterleiten, bestehend aus den Schülerinnen Andrea Buchriegler, Julia Huber und Claudia Wurm sowie der Fachlehrerin Martina Eschauer, trat gegen die Teams aus dem Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg an. Beim Bewerb wurden praktische Aufgaben, wie die Planung einer Veranstaltung und die Zubereitung eines Menüs gestellt. Aber auch ein Wissenstest war zu absolvieren. Beim Kochen wurde besonders auf eine kreative Küche und die Verwendung von regionalen sowie saisonalen Nahrungsmitteln geachtet. Insgesamt waren umfassende und komplexe Aufgaben des Haushaltes zu lösen. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Palette der Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft sind.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 25. April 2010

Frühlingserwachen bei der GARTEN TULLN:
Umfangreiches Programm der Landwirtschaftsschulen für Gartenliebhaber

Rechtzeitig mit Beginn der Gartensaison fand am 25. April 2010 auf dem Gelände der GARTEN TULLN das Frühlingserwachen statt, bei dem auch von den Landwirtschaftsschulen ein vielfältiges Programm geboten wurde. „Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen zeigen mit ihrem Mustergarten auf der GARTEN TULLN ihre Kompetenz bei der ökologischen Gartenbewirtschaftung, die auf einfache und praktische Umsetzbarkeit besonderen Wert legt“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. In der Gartenwerkstatt der Landwirtschaftsschulen veranstaltete die LFS Tulln einen Workshop zur „Kräutertopf-Bepflanzung“ für Kinder. „Hier konnten die Â�JunggärtnerÂ� ihr Lieblingskraut wählen, dieses topfen und kostenlos mit nach Hause nehmen“, erklärte die verantwortliche Projektleiterin Ing. Ricarda Öllerer. „Die Schülerinnen der LFS Unterleiten veranstalteten in der Gartenküche ein Schaukochen, bei dem die regionale und saisonale Küche im Mittelpunkt stand. Dabei konnte man eine Mostschaumsuppe sowie einen Mostpudding verkosten und Rezepte zum Nachkochen gab es auch“, betonte Direktorin Ing. Marianne Schallauer. Unter dem Motto „Frühlingsboten selbst gemacht“ führte die LFS Unterleiten auch einen Gestecke-Workshop durch, bei dem Fantasie und Kreativität gefragt waren.

Motto des Mustergartens: „Altes Wissen - neue Vielfalt“
Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, vor allem die Gartenbauschule Langenlois, sind bei DIE GARTEN TULLN Â� NÖ Landesgartenschau 2010 mit einem eigenen Mustergarten vertreten. Das Motto des Gartens lautet „Altes Wissen Â� neue Vielfalt“, denn es werden hier oft zu Unrecht vergessene Gemüsesorten, Kräuter und Blumen präsentiert. Die Landwirtschaftsschulen bieten die ganze Saison ein eigenes Lehr- und Unterhaltungsprogramm, das von Workshops zu Gemüseraritäten und Kräuter bis hin zum Mostpressen reicht. Eine Broschüre informiert über das vielfältige Programmangebot der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen.

Infos & Broschüre
Die Broschüre „Altes Wissen Â� neue Vielfalt“ mit dem Programm der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ist kostenlos bei der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle Â� LAKO erhältlich. Telefon: 02272/9005-16636, E-Mail: post.lf2lako@noel.gv.at.
Nähere Infos zur Landesgartenschau unter: www.diegartentulln.at und www.lako.at .
PRESSEMITTEILUNG
Ottenschlag/Tulln, 23. April 2010

Focus Bildung: „Wie Architektur das Lernen verändert“
Agrarpädagogisches Jour fixe mit Architekt Univ.-Prof. DI Dr. Christian Kühn, TU Wien

Am 22. April fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag das agrarpädagogische Jour fixe „Focus Bildung“ statt, das sich den aktuellen Tendenzen im Schulbau widmete. Das Thema „Wie Architektur das Lernen verändert“ wurde mit Architekt Univ.-Prof. DI Dr. Christian Kühn, TU Wien, eingehend diskutiert. International zeichnet sich immer deutlicher ab, dass ein Unterricht mit zeitgemäßen Lernformen am besten in Räumen stattfindet, die mit Schulgebäuden, so wie wir sie kennen, nur noch wenig zu tun hat, betonte Dr. Kühn. Vor allem die skandinavischen Ländern zeigen vor, wie sich neue pädagogische Konzepte auch räumlich umsetzen lassen: Eine offene Bauweise, die weitgehend auf geschlossene Räume verzichtet, jedoch mit Lernzonen und Rückzugsmöglichkeiten für die Schüler ausgestattet ist. Auch der Nutzung des Außenbereichs kommt große Bedeutung zu. Gelernt wird hier in einer planvollen Abfolge von Instruktions- und selbständigen Arbeitsphasen, ohne Schulglocke, aber mit klaren Vereinbarungen. Der Frontalunterreicht wird hier nur wenig zur Anwendung.
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die angeregte Diskussion erfreut. Das Jour fixe wurde von Fachlehrer Ing. Klaus Karpf moderiert.

Neue Schularchitektur in Skandinavien
Die Schule als Aneinanderreihung von Klassen an einem langen Gang ist ein Modell des 19. Jahrhunderts, das von der Arbeitswelt der industriellen Revolution geprägt ist. Um junge Menschen für die Anforderungen einer globalisierten Wissensgesellschaft fit zu machen, sind solche Räume alles andere als ideal. Die Dänen zeigen es vor: Es gibt eine Schularchitektur jenseits der Kasernenästhetik. Nicht die bunte Wand oder der behübschte Vorplatz unterstützen Bildungsprozesse, sondern eine intelligente Organisation von Lernprozessen im Raum. Vor allem in skandinavischen Ländern wird der Raum als „dritter Pädagoge“ (neben den Lehrern und den anderen Schülern) betrachtet und versucht, neue pädagogische Konzepte räumlich umzusetzen. Ein Trend dabei ist die Kreuzung von Hallenschule und offener Großraumschule, zwei Schultypen, die bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren populär waren. Klassenzimmer im üblichen Sinn kennen diese Schulen nicht mehr, einige Â� wie die Hellerup-Schule im Kopenhagener Vorort Gentofte Â� kommen überhaupt ohne geschlossene Räume aus, wenn man von Turnsaal und Werkstätten absieht. Organisatorisch gibt es in dieser Schule nach wie vor Stammklassen, denen allerdings kein eigener Raum zugeordnet ist. Stattdessen gibt es kleine sechseckige Paravents, die rund 25 Kinder für Phasen konzentrierten Zuhörens aufnehmen können. Drei solcher Gruppen teilen sich altersgemischt eine größere Lernzone mit frei aufgestellten Tischen und PC-Arbeitsplätzen, einer offenen Küche und einem eigenen Lehrerarbeitsraum. Wer einen Vormittag an der Hellerup-Schule verbringt, ist vor allem überrascht von der ruhigen und konzentrierten Atmosphäre, in der kein lautes Wort fällt und auch der Umgang unter den Kindern entspannter ist, als man es aus konventionellen Schulen gewohnt ist. Entwickelt wurde das Konzept in einem langen Planungsprozess gemeinsam von Lehrern und Pädagogen im Auftrag der Gemeinde, die eine neue öffentliche Schule für ein Stadterweiterungsgebiet errichten musste.

Christian Kühn
Geboren 1962 in Wien. Studium an der TU Wien (Dipl. Ing.) und an der ETH Zürich (Dr. sc. tech.). Professor an der TU Wien seit 2001. Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur 1995 bis 2000. Vorsitzender der Architekturstiftung Österreich seit 2000. Mitglied der Arbeitsgruppe für Evaluierung im OECD „Programme on Educational Building“ seit 2005. Publikationen: „Das Wahre, das Schöne und das Richtige. Adolf Loos und das Haus Müller in Prag“; 2001, „Anton Schweighofer Â� Der stille Radikale.“, 1999. Architekturkritiker für Zeitschriften und Tageszeitungen.

Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“
Die Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“ findet in enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung sowie der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle statt und widmet sich verschiedenen Themenschwerpunkten der Pädagogik. Ein weiterer Termin der Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“ ist am 19. Mai 2010, um 19.00 Uhr an der LFS Mistelbach zum Thema „Erziehung und Werteforschung“ mit Univ.-Prof. DDr. Paul Michael Zulehner.

Pädagogische Initiative „MOVE“
Mit dem Schuljahr 2009/2010 fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich. Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt. Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. Â�bewegtÂ� werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.
PRESSEMITTEILUNG
Gießhübl/Tulln, 14. April 2010

So schmeckt Niederösterreich:
Hauswirtschafts-Cup der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs:
Team der LFS Unterleiten siegt vor LFS Sooß und LFS Ottenschlag

Am 13. April 2010 fand an der Fachschule Gießhübl der dritte niederösterreichweite Hauswirtschafts-Cup für Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen statt. Sieben Teams aus den Schulen Hollabrunn, Ottenschlag, Poysdorf, Sooß, Unterleiten, Warth und Zwettl waren am Start und stellten ihre Kompetenz in Sachen Hauswirtschaft unter Beweis. „Mit der Durchführung des Wettbewerbes wird der Stellenwert der hauswirtschaftlichen Bildung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden“, betonte Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. Das Team der Fachschule Unterleiten siegte vor dem Team der Fachschule Sooß. Dritte wurden die Schülerinnen der LFS Ottenschlag. Die Teams aus der LFS Unterleiten werden am 21. April beim österreichweiten Hauswirtschaftswettbewerb in Lambach, Oberösterreich, starten. Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch und Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn überreichten feierlich die Preise. „Schülerinnen und Lehrerinnen haben besondere Kreativität bei der Speisenauswahl und dem Tischschmuck bewiesen“, erklärte Direktor Ing. Gerhard Altrichter. Die Jury zeigte sich vom vielseitigen Know-how und den professionellen Kochkünsten der Schülerinnen beeindruckt. Ehrengäste und Sponsoren waren bei der Preisverleihung Landtagsabgeordneter Ing. Andreas Pum, Raiffeisenbank-Direktor Mag. Andreas Weber, Lagerhaus-Direktor Ing. Engelbert Aigner und Ing. Friedrich Riess.

Hauswirtschaftliche Kompetenz
„Ziel des Wettbewerbes war, den Schülerinnen ein passendes Forum zu bieten, um ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten zu präsentieren“, erklärten Ing. Gerti Schweiger und Ing. Rosina Neuhold, Organisatorinnen der Veranstaltung. „Der Wettbewerb gliederte sich in einen Team- und einen Einzelbewerb“, informierte Neuhold. Es wurden praktische Aufgaben, wie die Planung einer Veranstaltung und die Zubereitung eines Menüs gestellt. Aber auch ein Wissenstest war zu absolvieren. Beim Kochen wurde besonders auf eine kreative Küche und die Verwendung von regionalen sowie saisonalen Nahrungsmitteln geachtet. Insgesamt waren umfassende und komplexe Aufgaben des Haushaltes zu lösen. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Palette der Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft sind. In Zeiten, wo Ressourcen immer knapper werden gewinnt hauswirtschaftliche Bildung immer mehr an Bedeutung und Managementkompetenzen werden wichtiger.
Die Jury bestand aus Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch, Ing. Veronika Haas, HLFS Sitzenberg, Karin Steigberger, Gabi Kastner, Helga Kölbl, Waltraud Jetzinger, Karin Berndl Leopoldine Hochmeister, Maria Hochleitner, Ing. Gerti Schweiger und Ing. Rosina Neuhold. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ statt.

Gesamtwertung des Hauswirtschafts-Cups
1. LFS Unterleiten: Andrea Buchriegler, Julia Huber und Claudia Wurm
2. LFS Sooß: Birgit Karner, Andrea Berger und Maraike Venkrbrec
3. LFS Ottenschlag: Marianne Wagner, Sarah Scheibenpflug, Yvonne Damböck

Sieger der Einzelbewerbe
Küchenführung: Julia Huber (Unterleiten)
Schriftliche Aufgaben (Wissenstest): Birgit Karner (Sooß) und Claudia Wurm (Unterleiten)
Fertigkeitenstraße: Julia Huber (Unterleiten)
Erkennungsstraße: Daniela Trinkler (Poysdorf)

Sieger des Teambewerbs
LFS Sooß mit Birgit Karner, Andrea Berger und Maraike Venkrbrec

PRESSEMITTEILUNG
Langenlois / Tulln, 26. März 2010

Ing. Franz Fuger folgt DI Georg Steinböck als Fachschuldirektor
„Hofübergabe“ an Gartenbauschule Langenlois

Ing. Franz Fuger wurde rückwirkend mit dem 1. März nun offiziell zum Direktor der Fachschule für Gartenbau Langenlois bestellt. Direktor Fuger löst damit Direktor DI Georg Steinböck ab, der den Direktorenposten 20 Jahre inne hatte. „Die Gartenbauschule soll weiterhin das österreichweite Zentrum für die Â�grünen BerufeÂ� bleiben“, erklärte Direktor Franz Fuger in seinem ersten Statement. Künftig sollen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten im Gartenbau geschaffen werden und auch die internationalen Kontakte zu anderen Schulen möchte Direktor Fuger vertiefen. Der scheidende Direktor Steinböck war ein wichtiger Mentor der Modernisierung der Gärtnerausbildung in Österreich. In seiner „Amtszeit“ wurde die Schulgärtnerei in Haindorf erweitert, Schaugärten angelegt und moderne Praxisräume für Floristik und Landschaftsgestaltung errichtet.

Direktor Ing. Franz Fuger
Nach der Absolvierung der Höheren Bundeslehranstalt für Gartenbau Schönbrunn und der Lehrerausbildung begann Ing. Franz Fuger 1983 als Fachlehrer an der Gartenbauschule Langenlois. Im landwirtschaftlichen Schulwesen gilt er als Pionier im EDV-Bereich. So koordinierte er die EDV-Weiterbildung in Niederösterreich und leitete zahlreiche Computerseminare. Als IT-Fachmann war er auch in der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) und an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik tätig. Außerdem engagierte er sich in der Facharbeiter- und Meisterausbildung der Gärtner. „Als Fachschuldirektor werde ich mich für Schüler, Lehrer und Angestellte gleichermaßen einsetzen. Die Gartenbauschule soll weiterhin ein Zentrum des Wissenserwerbs sein, wo sich die Menschen auch wohl fühlen und ernst genommen werden“, so Direktor Fuger.

Alt-Direktor DI Georg Steinböck
DI Georg Steinböck begann 1974 als Lehrer für Garten- und Landschaftsgestaltung in Langenlois und war seit 1990 Direktor der Gartenbauschule Langenlois. In dieser Zeit forcierte Direktor Steinböck die Modernisierung der Gärtnerausbildung. Bei vielen Veranstaltungen und Projekten, wie die Kamptalgärten, „Natur im Garten“, DIE GARTEN TULLN sowie internationalen Gartenbauwettbewerben, engagierte sich Direktor Steinböck. Er ist vielen Lehrern als herzlicher Gastgeber in Erinnerung, denn Langenlois war immer ein offenes Haus, in dem zahlreiche größere Veranstaltungen, wie die traditionelle Sommerbildungswoche, Tagungen und Weiterbildungsveranstaltungen, stattfanden.
PRESSEMITTEILUNG
Ottenschlag/Tulln, 19. März 2010

Landwirtschaftliche Fachschule Ottenschlag:
FARM-Symposium „Generationswechsel meistern“

Experten aus der Tourismusbranche diskutierten am 19. März an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag den Themenbereich „Generationswechsel am Bauernhof und im Tourismus“. „Mit einer geordneten Hofübergabe werden die Weichen für die künftige Entwicklung des landwirtschaftlichen Betriebes gelegt“, betonte Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler. Häufig ist die Übergabe durch Konflikte zwischen den Generationen überschattet, die eine durchdachte Nachfolgeregelung sehr schwierig machen, so der Tenor der Experten. „Dabei wird das eigene Lebenswerk erst rund, wenn die Zukunft des Betriebes gesichert ist“, sagte Ökonomierat Alois Gaderer bei seinem Vortrag „Partnerschaft Â� Familie Â� Hofübergabe“. Am besten gesichert wird das Morgen mit einer überlegten Übergabe an die nächste Generation, so Gaderer.

Durchdachte Nachfolgeregelung
Für eine gut durchdachte Nachfolgeregelung ist es nie zu früh, aber oft zu spät, stellte Gerwald Hierzi, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, fest. Manchmal ist es so spät, dass nur noch Notlösungen aus dem Hut gezaubert werden, die dem Unternehmen Bauernhof nicht dienlich sind, so Tourismusexperte Hierzi. An der Podiumsdiskussion nahmen Landesbäuerin LKR Maria Winter, Gerwald Hierzi, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, LKR Klaus Vitzthum, Obmann Urlaub am Bauernhof Österreich und Gabriele Schrammel, Vermieterin am „Hacklhof“ bei Ottenschlag, teil. Ehrengäste waren die beiden Landtagsabgeordneten Karl Moser und Franz Mold. Für die Veranstaltungsorganisation zeichnen Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler und Monika Führer, Geschäftsführerin Urlaub am Bauernhof in NÖ, verantwortlich. Die Moderation führte in bewährter Weise Reinhard Butschell durch. Am Nachmittag wurde der Mohnhof Greßl, in Haiden bei Ottenschlag besichtigt.

Keine Patentrezepte
In der Regel gibt es keinen zeitlichen Fahrplan für die Nachfolge - weder für einen familieninternen Generationswechsel, noch für die Übergabe des Unternehmens in externe Hände, so die Diskussionsteilnehmer. Erwartet wird meistens: Der Nachfolger soll auf Zuruf bereit stehen Â� eine Möglichkeit durchaus, aber keine gute, geschweige denn eine optimale Lösung für den personellen Wechsel an der Spitze. Der Generationswechsel darf nicht erst stattfinden, wenn der Senior nicht mehr kann, wurde einhellig bei der Diskussion festgehalten. Viele Konflikte, die immer wieder bei der Nachfolgeregelung auftauchen, können im Vorfeld abgepuffert werden. Voraussetzung dafür ist eine klar gegliederte, strategische Gestaltung des Generationswechsels, die mit grundsätzlichen Überlegungen begonnen werden sollte. Patentrezepte für die Hofübergabe könne man keine liefern, so die Experten, denn der Generationswechsel gestaltet sich meist sehr individuell. Maßgeschneiderte Lösungsvorschläge und viel Kommunikation zwischen Hofübergeber und Hofübernehmer haben schon eine größere Aussicht auf Erfolg.


PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 18. März 2010

Welthauswirtschaftstag am 21. März:
„Hauswirtschaft Â� Kompetenzen stärken im digitalen Zeitalter“
Landesrat Heuras: Neue Medien in der Schule sinnvoll einsetzen

Am 21. März wird der Welthauswirtschaftstag 2010 unter dem Motto „Hauswirtschaft Â� Kompetenzen stärken im digitalen Zeitalter“ begangen. „Für die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich mit dem Schwerpunkt Â�Hauswirtschaft und SozialesÂ� ist dies Anlass, sich diesem Thema mit einer Vielzahl an Aktivitäten zu widmen, denn weltweit nimmt die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien im Haushalt zu“, betonte Landesrat Mag. Johann Heuras. „Das Ziel der Initiative ist, den tatsächlichen Stellenwert der Hauswirtschaft einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen. Die Landwirtschaftlichen Fachschulen bieten eine zeitgemäße Ausbildung, die den Jugendlichen auch den sinnvollen Einsatz der neuen Medien vermittelt“, so Heuras. „Gemeinsam mit SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zeigen wir, dass sich die IT-Technik ins tägliche (Haushalts-)Leben sehr praktisch integrieren lässt und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann“, betonte Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch.

LFS Sooß: Projekt „Informationstechnologie in der Hauswirtschaft“
An der Landwirtschaftlichen Fachschule Sooß mit dem Bildungsschwerpunkt „Hauswirtschaft und Soziales“ steht anlässlich des Welthauswirtschaftstages das Thema „Informationstechnologie in der Hauswirtschaft“ im Zentrum der Unterrichtsaktivitäten. „Die SchülerInnen untersuchen bei diesem Projekt den Einfluss der neuen Medien im Haushalt und führen dazu Recherchearbeiten durch“, erklärte Direktorin Ing. Marianne Sommer. „Die Ergebnisse werden dann von den Jugendlichen in der Klasse präsentiert“, so Direktorin Sommer. Tätigkeiten wie die Rezeptsuche im Internet, der Online-Einkauf und die Weiterbildung im Web gehören heute bereits zum Standard der Hauswirtschaft. Im modernen Haushalt hat die technische Entwicklung längst Einzug gehalten, wie der Einsatz interaktiver Küchengeräte unter Beweis stellt. „Die aktive Einbindung der SchülerInnen im praktischen Unterricht ist uns ein wesentliches Anliegen. Die Jugendlichen sind sehr eifrig bei der Sache und sammeln selbständig Informationen zum Bereich Informationstechnologie in der Hauswirtschaft“, informierte Direktorin Sommer.

Internationaler Verband für Hauswirtschaft (IVHW)
Der Welthauswirtschaftstag ist vom Internationalen Verband für Hauswirtschaft (IVHW) initiiert worden und weist einmal jährlich auf die besondere Bedeutung der Hauswirtschaft für die Lebensqualität der Menschen in verschiedenen Lebenssituationen hin. Weltweit werden an diesem Tag hauswirtschaftliche Verbände mit Aktivitäten, Konferenzen, Diskussionen und Veranstaltungen aufgezeigt, welchen Beitrag die hauswirtschaftliche Versorgung als Lebensgrundlage der Menschen hat und wie schnell Menschen in existenzielle Probleme geraten, wenn diese Lebensgrundlage bedroht ist.
Der Internationale Verband für Hauswirtschaft (IVHW) Â� ein weltweites Netzwerk von Experten der Hauswirtschaft und Haushaltswissenschaft Â� ist eine Internationale Nicht-Regierungsorganisation (INGO) mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen (ECOSOC, FAO, UNESCO, UNICEF) und dem Europarat.
Nähere Infos unter: www.ifhe.org .

PRESSEMITTEILUNG
Tullnerbach, 17. März 2010

Agrarpädagogischer Jour fixe „Jugendliche auf der Sinnsuche“
Landesrat Heuras: Mehr Werteerziehung in der Schule

Am 16. März fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach die Auftaktveranstaltung des agrarpädagogischen Jour fixe „Focus Bildung“ statt. Das Thema „Jugendliche auf der Sinnsuche“ wurde mit Landesrat Mag. Johann Heuras und Johanna Schechner, Logotherapeutin und Vorstand des Viktor-Frankl-Zentrum Wien, diskutiert. „Der Jugend müsse noch mehr Wertschätzung und Respekt Seitens der Eltern, der Schule und der Politik entgegengebracht werden. In den letzten Jahren sei die Jugend viel mehr Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt gewesen als in der Vergangenheit“, betonte Landesrat Mag. Johann Heuras. Daher sei ein Leit- und Orientierungssystem für die Jugendlichen notwendig, wie Beratungsstellen, betreute Jugendzentren oder die Schulsozialarbeit, so der Landesrat. Laut der aktuellen NÖ Jugendstudie herrscht unter der Jugend eine Sehnsucht nach traditionellen Werten, die ganz zentral für das persönliche Lebensglück sind. Die Schule soll künftig verstärkt bei der Werteerziehung der Jugendlichen ansetzen, so Landesrat Heuras. Dabei müssen die Werte eine soziale Resonanz haben, um von Kindern und Jugendlichen akzeptiert zu sein. Sie müssen erleben können, dass es Menschen gibt, die sich an bestimmten Werten orientieren. Werte bilden sich nicht durch Belehrungen, sondern durch Vorbilder in sozialen Beziehungen. Werte finden dann Akzeptanz, wenn Erwachsene das vorleben, was sie von Kindern und Jugendlichen erwarten. Direktor Ing. Franz Raith und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die angeregte Diskussion erfreut. Das Jour fixe, an dem rund 60 Personen teilnahmen, wurde von Fachlehrer Ing. Klaus Karpf moderiert.

Viktor Frankl: Sinnlehre gegen die Sinnleere
„Die Sinnlehre bzw. die Logotherapie von Viktor Frankl ist auch heute für die Jugend nach wie vor aktuell“, betonte Johanna Schechner, Logotherapeutin und Vorstand des Viktor-Frankl-Zentrum Wien. Der Mensch ist ein Wesen, das ständig auf der Suche nach dem Sinn ist. Speziell bei Jugendlichen ist die Sinnsuche und das Bewusstsein eine Aufgabe im Leben zu haben von zentraler Bedeutung, so Logotherapeutin Schechner. Äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden lassen sich durch das Bewusstsein eigenständige Willensentscheidungen zu treffen leichter überwinden. Viktor Frankl spricht von der „Trotzmacht des Geistes“ bei seiner Sinnlehre. Der Mensch ist mehr als das Produkt von Erbe und Umwelt. Er kann wählen, wie er sich zu seinen genetischen Veranlagungen, psychischen Dispositionen und sozialen Prägungen verhalten will. Diese Wahl ist aufgrund der humanen und geistigen Dimension, die nur der Mensch hat, möglich.
Viktor-Frankl-Zentrum im Internet: www.franklzentrum.org .

Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“
Die Veranstaltungsreihe „Focus Bildung“ findet in enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung sowie der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle statt und widmet sich verschiedenen Themenschwerpunkten der Pädagogik. Nach dem Auftakt an der LFS Tullnerbach werden zwei weitere Veranstaltungen an Landwirtschaftlichen Fachschulen abgehalten. An der LFS Ottenschlag wird am 20. April 2010 um 19.00 Uhr mit Architekt Mag. Rainer Mitterer das Thema „Wie die Architektur das Lernen verändert“ eingehend behandelt. Und am 20. Mai 2010 um 19.00 Uhr wird an der LFS Mistelbach das Thema „Erziehung und Werteforschung“ mit Univ. Prof. DDr. Paul Michael Zulehner diskutiert.

Pädagogische Initiative „MOVE“
Mit dem Schuljahr 2009/2010 fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen in Niederösterreich. „Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt“, erklärte Bildungslandesrat Mag. Johann Heuras. „Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. Â�bewegtÂ� werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen“, so Heuras. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu Neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.
Detaillierte Informationen über die Landwirtschaftlichen Schulen gibt es im Internet unter www.farmschulen.at  und www.lako.at  oder gleich direkt bei der jeweiligen Schule.
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Sooß, 19. Februar 2010

Projekte der Landwirtschaftlichen Fachschulen gefördert
Raiffeisen sponsert innovative Schulprojekte

Am 18. Februar wurden an der Landwirtschaftlichen Fachschule Sooß von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien feierlich die Sponsor-Schecks an innovative Schulprojekte übergeben. Prokurist Mag. Wolfgang Pundy, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, überreichte gemeinsam mit Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn und Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald die Schecks an die Direktoren der geförderten Schulen. „Das Sponsoring von Raiffeisen ermöglicht uns spezielle Schulprojekte zu realisieren, die in dieser Form nicht möglich gewesen wären, weil sie aus dem laufenden Schulbudget nicht finanziert werden können“, bedankte sich Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Insgesamt werden 16 Projekte an neun Landwirtschaftlichen Fachschulen mit einer Gesamtsumme von Euro 18.000,- unterstützt. Konkrete Projekte sind etwa das offene Lernen, die Ausstattung von Klassenräumen und die Anlage eines Therapiegartens für den Praxisunterricht“, so Abteilungsleiter Dr. Krenn. „Mit unserem Sponsoring übernehmen wir Verantwortung im Bildungsbereich und fördern auf diese Weise sehr unbürokratisch die Jugend“, erklärte Prokurist Mag. Wolfgang Pundy. Das Sponsoring von Raiffeisen mit den Landwirtschaftlichen Fachschulen läuft bereits seit vier Jahren und wird auch künftig fortgesetzt.

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien als Sponsor
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist an rund 680 Unternehmen in den Segmenten Allfinanz, Industrie, Immobilien, Medien, Dienstleistungen und Immobilien beteiligt. Damit ist das Unternehmen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor mit dem Kerngebiet in der Ostregion Österreichs und insbesondere in den EU-Erweiterungsländern. Die Beteiligungsunternehmen bieten weltweit insgesamt 165.000, in Österreich 20.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Dies bedeutet nicht nur eine hohe Verantwortung hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit sondern auch in Bezug auf die gesellschafts- und sozialpolitischen Auswirkungen des eigenen Handelns. „Das Engagement durch das Sponsoring von Schulprojekten der Landwirtschaftlichen Fachschulen fügt sich in unsere Unternehmensphilosophie optimal ein“, betonte Prokurist Mag. Wolfgang Pundy.

Pressemitteilung
Tulln, 17. Februar 2010

Landesschulinspektor gestorben
Professor Ing. Eduard Ofner verstorben

Landesschulinspektor Prof. Ing. Eduard Ofner ist am 7. Februar 2010 nach kurzer Krankheit im 87. Lebensjahr gestorben. Das Begräbnis fand am 15. Februar in Edlitz statt. Eduard Ofner war seit 1950 als landwirtschaftlicher Lehrer im Schuldienst des Landes Niederösterreich tätig. Ab 1967 wurde er in der Schulabteilung mit den Agenden eines Schulaufsichtsbeamten betraut und 1985 zum Landesschulinspektor ernannt. Kurz nach seinem Ruhestand 1988 wurde ihm das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen. Neben den Aufgaben als Schulinspektor war der Verstorbene mit seinen Ideen leitend für die Erstellung von zeitgemäßen Schulmodellen und projektorientierten Unterrichtsformen tätig. Die Schaffung von zeitgemäßen Unterrichtsbehelfen und die Erstellung von Schulbüchern waren weitere Verdienste.

Landesschulinspektor mit Idealismus
Ing. Eduard Ofner trat am 3. November 1950 als landwirtschaftlicher Fortbildungslehrer in den Schuldienst des Landes Niederösterreich ein. In dieser Eigenschaft war er bis zum Jahr 1967 in verschiedenen Schulbezirken im Einsatz. Durch seinen immensen Fleiß, seinen hohen persönlichen Einsatz und seinen Idealismus hat er Anerkennung und Wertschätzung auch über seinen Arbeitsbereich hinaus erhalten. Ende 1967 wurde er aufgrund seines besonderen Verwendungserfolges in die Schulabteilung berufen und mit den Agenden eines Schulaufsichtsbeamten betraut Â� zunächst im Industrieviertel und im Weinviertel. Ab 1972 wurden alle Landwirtschaftlichen Fachschulen und Landwirtschaftlichen Berufsschulen für Burschen sein Aufgabengebiet. Mit Wirksamkeit vom 1. März 1974 wurde Ing. Ofner in die Verwendungsgruppe L1 überstellt, womit der Amtstitel Professor verbunden war. Mit 1. September 1985 wurde er mit den Aufgaben einen Landesschulinspektors betraut und mit 1. November 1988 ist er in den Ruhestand getreten. Kurz danach wurde im das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen.

Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Schulwesens
Neben den Aufgaben als Schulinspektor war der Verstorbene mit seinen Ideen leitend für die Erstellung von zeitgemäßen Schulmodellen tätig. Im Bereich der Lehrer-aus- und Weiterbildung ergriff er Initiativen und führte gruppendynamische Schulungen und Multiplikatorenausbildungen durch. Besondere Verdienste erwarb er sich in der Unterrichtsdidaktik. Sein Ziel war die verstärkte Einführung von projektorientierten Unterrichtsformen. In diesem Zusammenhang wurden Gemeindeanalysen, Genossenschaftsuntersuchungen und Dorfbefragungen zur Intensivierung des Unterrichtsablaufes durchgeführt.
Das Lebenswerk wäre unvollständig ohne Hinweis auf seinen Aufbau einer guten Zusammenarbeit zwischen dem Genossenschaftswesen und dem landwirtschaftlichen Schulwesen. Die Schaffung von zeitgemäßen Unterrichtsbehelfen und die Erstellung von Schulbüchern waren weitere Verdienste. Seine gesamte Arbeit war so ausgerichtet, dass der Dienst am Mitmenschen im Vordergrund stand. Er versah seine Arbeit mit viel Idealismus, unermüdlichem Fleiß und großem Eifer. Dabei hatte er wesentlichen Anteil an der Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Bildungswesens und der Leistungen der Landwirtschaft. Das landwirtschaftliche Schulwesen wird die Leistungen des Verstorbenen in dankbarer Erinnerung behalten.
PRESSEMITTEILUNG
Edelhof/Tulln, 17. Februar 2010

Landesrat Pernkopf:
Spatenstich für neues Hackschnitzelheizwerk am Edelhof

Am 10. Februar führte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf mit Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn und Direktor DI Franz Breiteneder an der LFS Edelhof den Spatenstich für den Bau der neuen Biomasseanlage durch. Landesrat Pernkopf unterstrich dabei die wichtige Vorreiterrolle der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Sachen erneuerbarer Energie. „Mit dem Einsatz nachwachsender, heimischer Energieträger ist die Rohstoffversorgung langfristig gesichert. Zudem wird damit eine regionale Wertschöpfung erzielt, denn die Arbeitsplätze und das Einkommen bleiben im Waldviertel“, so Landesrat Pernkopf.

Nachhaltige Energieversorgung
Mit dem Biomasseheizwerk werden künftig alle Gebäude am Edelhof mit Wärme versorgt. Im Detail sind das die LFS Edelhof, die LFS Zwettl, die Berufsschule Edelhof und sämtliche Bürogebäude. Der Betrieb des Heizwerkes ist für den Sommer 2011 geplant. Das Hackgut kommt teilweise aus dem Schulwald, von Waldwirtschaftsgemeinschaften der Region und von Waldbauern.
Direktor DI Franz Breiteneder wies in der Festansprache auf die Pionierleistungen der LFS Edelhof im Bereich der erneuerbaren Energien und der Biomasse hin. Ehrengäste beim Spatenstich waren Bundesrätin Martina Diesner-Weiß, Landtagsabgeordneter Franz Mold und Landtagsabgeordneter Josef Edlinger. LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich, der die Veranstaltung moderierte, zeigte sich über den Bau des Heizwerkes erfreut und hob die Dringlichkeit einer weiteren „Holzmobilisierung“ für Hackgut und Brennholz in Niederösterreich hervor. Der Neubau der Biomasseanlage ist auch für die SchülerInnen ein gutes Beispiel für die nachhaltige Energieversorgung.

PRESSEMITTEILUNG
Edelhof/Tulln, 29. Jänner 2010

Wie die Jugend tickt
FARM-Symposium „Neue Jugendkulturen“ mit LR Heuras

Am 29. Jänner fand an den Landwirtschaftlichen Fachschulen Zwettl und Edelhof das Symposium zum Thema „Neue Jugendkulturen“ statt, bei dem ExpertInnen die Lebenswelten der Jugendlichen und aktuelle Strömungen der Jugendkulturen diskutierten. „Der Jugend müsse noch mehr Wertschätzung und Respekt Seitens der Eltern, der Schule und der Politik entgegengebracht werden. In den letzten Jahren sei die Jugend viel mehr Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt gewesen als in der Vergangenheit“, betonte Landesrat Mag. Johann Heuras. Daher sei ein Leit- und Orientierungssystem für die Jugendlichen notwendig, wie Beratungsstellen, betreute Jugendzentren oder die Schulsozialarbeit, so der Landesrat. Laut der aktuellen NÖ Jugendstudie herrscht unter der Jugend eine Sehnsucht nach traditionellen Werten, die ganz zentral für das persönliche Lebensglück sind. Leider fühlen sich rund 20 Prozent der Jugendlichen von den Erwachsenen vernachlässigt, dem zielgerichtet Abhilfe geschaffen werden muss. Ein umfangreiches Angebot an Jugendbeteiligung und Jugendförderung in Niederösterreich ist die beste Prävention und Grundlage für die positive Entwicklung der jungen Menschen und damit der gesamten Gesellschaft, so Landesrat Heuras. Direktorin Ing. Erna Stiermaier und Direktor DI Franz Breiteneder zeigten sich über das große Interesse an der Veranstaltung und die informativen Vorträge erfreut.

Trends der Jugendlichen
Mag. Philipp Ikrath, Institut für Jugendkulturforschung, referierte über die aktuellen Trends bei den Jugendlichen. Die Individualisierung, die Renaissance des Materialismus und die Suche nach Sicherheit sind laut Jugendforscher Ikrath bestimmende Faktoren. Außerdem ist die Jugendlichkeit zum Maßstab der Alltagskultur geworden, was bedeutet, dass sich ältere Menschen an den Jugendlichen orientieren. Hier hat eine völlige Trendumkehr stattgefunden, denn früher war es genau umgekehrt. Weiters ist eine materialistische Lebenseinstellung festzustellen, denn Geld, Karriere und Statussymbole sind für viele junge Menschen sehr wichtig. Der Trend zur Individualisierung des Lebensstils kommt häufig in einem extremen Körperkult zum Ausdruck. Andererseits wohnen rund zwei Drittel der 17- bis 25-Jährigen noch bei den Eltern, was auf eine Überforderung durch die Gesellschaft und auf die Angst Verantwortung zu übernehmen hinweist.

Die Medienkultur der Jugend
Zum Thema „Die neue Medienkultur der Jugendlichen“ hielt Dr. Natalia Wächter, Österreichisches Institut für Jugendforschung, einen Vortrag. Das Internet hat das Fernsehen als wichtigstes Medium bei den jungen Leuten bereits abgelöst. Rund 120 Minuten im Internet stehen ca. 100 Minuten Fernsehen gegenüber, wobei der Fernseher oft nur nebenbei läuft. Inzwischen verfügen 93 Prozent aller Haushalte mit Jugendlichen über einen Internetzugang, der auch intensiv verwendet wird. Ein Großteil der Jugendlichen nutzt bereits soziale Netzwerkseiten wie Facebook oder Netlog, was mittlerweile ganz normal geworden ist. Die Angebote des Web 2.0 werden meist verwendet um mit Freunden den Kontakt zu pflegen, zur Partnersuche und zur Selbstdarstellung.

Neue Krankheiten
Dr. med. Hans-Peter Hutter, Institut für Umwelthygiene, warf einen ärztlichen Blick auf die Gefahren, denen Jugendliche ausgesetzt sind. „Die Krankheitsbilder haben sich deutlich gewandelt. Waren es früher Infektionskrankheiten, wie Cholera oder Polio, so sind es heute Diabetes, Bewegungsmangel, Depressionen und Suchtverhalten, denen die Jugend ausgesetzt ist“, betonte Dr. Hutter. Wobei Gesundheit maßgeblich von den genetischen Faktoren und den Umweltfaktoren bestimmt wird. Aus Sicht der Umwelthygiene sind Chemikalien bzw. Farbstoffe in Textilien sowie verschiedene Duftstoffe häufige Verursacher von Allergien.
Eine weitere Vortragende war DI Birgit Gegenbauer, „die umweltberatung“, die das Thema „Jugendliche und deren Bezug zur Umwelt“ behandelte. Am Nachmittag leitete Land-Impulse-Geschäftsführer Georg Hagl den Workshop „Blick ins Netz Â� Eltern online“. Die Veranstaltung wurde von Christa Ruspeckhofer, „die umweltberatung“, moderiert.

Rahmenprogramm
Infostände der Veranstalter:
Landwirtschaftliche Koordinationsstelle - LAKO
LFS Edelhof
LFS Zwettl
Land-Impulse
„die umweltberatung“
Jugendzentrum Zwettl „JUZZ“
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PRESSEINFORMATION
Tulln / Rust, 27. November 2009

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz Â� ÖAIP:
Dr. Josef Rosner zum neuen ÖAIP-Präsidenten gewählt

Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner von der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung der NÖ Landesregierung wurde am 25. November einstimmig zum neuen Präsidenten der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP) gewählt. Die Wahl wurde im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre ÖAIP“ in Rust am Neusiedlersee durchgeführt. Der bisherige erste Vizepräsident Dr. Rosner tritt somit die Nachfolge des im Frühjahr verstorbenen Präsidenten ÖKR DI Georg von Prosoroff Baron Wettberg an.

Intensive Forschungsarbeit für den Pflanzenschutz
Die Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP) hat das Ziel den Dialog und die Förderung des ganzheitlichen Konzepts der Integrierten Landwirtschaft sowohl in der Politik als auch in der Praxis weiter umzusetzen. Neben der Durchführung von Fachstagungen und Studienreisen sind die „Österreichischen Pflanzenschutztage“ die Hauptveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft. Dabei werden die neuen Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Bereich des integrierten Pflanzenschutzes einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dazu werden wissenschaftliche Versuche durchgeführt und eine intensive Forschungsarbeit wird betrieben. Die Zulassung und Überprüfung von Pflanzenschutzgeräten stellt ebenfalls ein wichtiges Betätigungsfeld dar. Ein eigenes Gütezeichen ist in Österreich vorhanden und wird von der ÖIAP über eine Beantragung und Prüfung vergeben.
Ein weiterer Schwerpunkt der ÖIAP ist die internationale Vernetzung im Forschungsbereich und die Abhaltung von Tagungen, Arbeitstreffen sowie Exkursionen. Eine wichtige Partnerorganisation ist dabei die Europäische Initiative für Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (EISA) http://fnl.de/, der auch die ÖAIP www.oeaip.at angehört.

Dr. Rosner: Spezialist für integrierten Pflanzenschutz und Erosionsschutz
Dr. Josef Rosner spezialisierte sich bereits während es Studiums der Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur auf den Pflanzenschutz und praktizierte sowohl in Österreich als auch in der Schweiz bei einschlägigen Industrieunternehmen. Diplomarbeit am Institut für Pflanzenschutz zum Thema „Maisherbizide“ und Dissertation über „Verbreitung und Bekämpfung des Windhalms (Apera spica venti) in Niederösterreich“. Beruflich war Dr. Rosner immer dem Pflanzenschutz verbunden und führte wissenschaftliche Versuche sowohl im konventionellen als auch nichtchemischen Pflanzenschutz durch. In den letzten beiden Jahrzehnten spezialisierte sich Dr. Rosner auf das Gebiet der Minimalbodenbearbeitung und dem Erosionsschutz, besonders unter dem Blickwinkel von Krankheits-, Schädlings- und Unkrautauftreten. Weiterer Forschungsschwerpunkte sind die Produktion gesunder Nahrungs- und Futtermittel, ressourcenschonender Treibstoffverbrauch, die Verhinderung von Wassererosion und die Minimierung der Verluste von Boden, Nährstoffen und Pestizidrückständen unter besonderem Augenmerk der Mykotoxinproblematik. Als Anhänger der Integrierten Produktion lautet sein Grundsatz „so wenig Einsatz an Pflanzenschutzmitteln wie möglich, aber so viel wie unbedingt nötig“. Dies steht jedoch nicht im Gegensatz zum Biolandbau, denn der Nützlingseinsatz und das Ausschöpfen aller biologischen Möglichkeiten sind in diesem Grundsatz bereits enthalten.
Weitere Informationen unter www.oeaip.at

Presseinformation
St. Pölten / Tulln, 24. November 2009

Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen gut besucht
LR Heuras: Konstant hohe Schülerzahlen an NÖ Landwirtschaftsschulen

Während in vielen Bereichen die Schülerzahlen rückläufig sind, können sich die 20 Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich über eine Zunahme der SchülerInnen freuen. „Die Schülerzahlen für das Schuljahr 2009/2010 liegen bei 3.367 SchülerInnen, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet“, betonte Landesrat Mag. Johann Heuras. „Seit dem Schuljahr 2000/2001 nahmen die Schüler um rund 30 Prozent zu, was einmal mehr die gute Qualität der Schulen unterstreicht“, so Heuras. Die offiziellen Schülerzahlen liegen erst jetzt vor, weil für die dritten Jahrgänge der Fachrichtung Landwirtschaft im November, nach der sogenannten Pflichtpraxis, das Schuljahr beginnt. „Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Zu dieser Steigerung kam es vor allem auch deshalb, weil die Drop-out-Rate an den Fachschulen stetig geringer wird und neue Ausbildungsangebote von den Jugendlichen gut angenommen werden.

Neue Schulschwerpunkte
Neben den klassischen Fachrichtungen „Landwirtschaft“ sowie „Hauswirtschaft und Soziales“ werden auch noch Gartenbau, Pferdewirtschaft sowie Weinbau an den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen in Niederösterreich geführt. Die entscheidenden Gründe für den Besuch einer Landwirtschaftlichen Berufs- oder Fachschule sind die vielfältigen Berufsabschlüsse und die hohe Sozialkompetenz der Fachschulen. Neu sind die drei Ausbildungssparten „Haustierhaltung“ an der LFS Hollabrunn, „Heizungstechnik“ an der LFS Tulln sowie „Lebensmitteltechnik und Ernährung“ an der LFS Pyhra. In diesem Schuljahr wurde der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ gegeben, die auf eine neue Lernkultur und die Anwendung moderner Unterrichtsformen abzielt. Um die hohe Ausbildungsqualität auch weiterhin zu gewährleisten, werden in den nächsten vier Jahren vom Land NÖ rund 48 Millionen Euro in die Modernisierung der Fachschulen investiert.

Informationen
Detaillierte Informationen über die Landwirtschaftlichen Schulen gibt es im Internet unter www.farmschulen.at und www.lako.at oder direkt bei der jeweiligen Schule.

PRESSEAUSSENDUNG
St. Pölten, 12. November 2009

Landwirtschaftliche Fachschulen in NÖ
LR Heuras & LR Pernkopf: Erntedankfest und Jungweintaufe

Am 12. November fanden im Landhaus in St. Pölten das Erntedankfest der Landwirtschaftlichen Fachschulen und die Jungweintaufe statt. „Die Fachschulen machen mit dem traditionsreichsten Fest des Bauernstandes auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Landwirtschaft aufmerksam“, betonten Landesrat Mag. Johann Heuras und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. „Das Erntedankfest 2009 rückt die Bildungsarbeit der Schulen in den Mittelpunkt, die für den ländlichen Raum von großer Bedeutung ist“, erklärten Heuras und Pernkopf. Die Fachschulen präsentierten ihre bäuerlichen Produkte, wie Käse, Honig und Most, und luden zu einer Schmankerlverkostung ein. Anschließend fanden die Segnung der Erntegaben und die Taufe der neuen Weine der Landesgüter durch Monsignore Mag. Karl Schrittwieser statt. Dabei taufte Landesrat Heuras den Grünen Veltliner Sandgrube vom Landesweingut Krems auf den Namen „MOVE“, so wie die neue pädagogische Initiative an den Landwirtschaftlichen Fachschulen heißt. Ziel des MOVE-Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt, erklärte Bildungslandesrat Heuras.

Traditionsreichstes Fest des Bauernstandes
„Die Landwirtschaftlichen Fachschulen wollen mit dem Erntedankfest auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern aufmerksam machen“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „An unseren Landwirtschaftsschulen werden die traditionellen Werte des Bauernstandes gepflegt und den SchülerInnen in einer zeitgemäßen Form vermittelt“, so Dr. Krenn. Die Jugendlichen sind durch die agrarische Ausbildung wichtige Botschafter der heimischen Land- und Forstwirtschaft.

Jungweine 2009 der NÖ Landesweingüter
Schließlich wurde im Zuge der Veranstaltung auch eine Jahrgangspräsentation vorgenommen. Dabei hielt man u. a. fest, dass es sich beim heurigen Jahrgang um einen qualitativ hochwertigen Wein handle. Einziger Wermutstropfen sei aber die aufgrund der Witterung kleiner ausgefallene Erntemenge, die sich auf ca. 2,2 Millionen Hektoliter belaufe.
Das warme und sonnige Wetter bis Anfang Oktober brachte gesunde Trauben mit idealer Reife und kühle Nächte sorgten dafür, dass auch das Aroma perfekt erhalten blieb. Durch schlechtes Wetter während der Blüte und großflächige Hagelschäden wurde eine kleinere Erntemenge erzielt. Kaltes Wetter und Regen führten zu einer geringen Befruchtung, wie etwa im Weinviertel, wo der Traubenansatz geringer als in den Vorjahren war. Starker Regen im Raum Kremstal, Kamptal und Wachau Mitte September führte zu einem erhöhten Pilzdruck und erforderte rigorose Auslesearbeiten bei der Ernte. „Wir können uns trotz der Witterungsprobleme auf einen qualitativ hochinteressanten Jahrgang sowohl bei Weiß- als auch bei Rotwein freuen, die stark vom Winzer geprägt sind“, stellte Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner fest. Die Weißweine erfreuen den Genießer mit mehr Dichte und feiner Struktur sowie milder, aber fruchtiger Säure. Die Rotweine sind farbintensiv, dicht, körperreich und sehr fruchtbetont. Neben der Handschrift des Winzers kommt vor allem die Primärfrucht der jeweiligen Sorte deutlich am Gaumen zum Vorschein.

NÖ Landesweingüter
Auf rund 40 Hektar betreiben die Landwirtschaftlichen Fachschulen Weinbau und können mit einem vielfältigen Sortiment aufwarten. Die besten Weine der NÖ Landesweingüter Hollabrunn, Krems, Mistelbach und Retz werden unter der Premiummarke Campus vermarktet und bieten für Weinliebhaber die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs.
Der Weinkeller im St. Pöltner Regierungsviertel bietet das gesamte Sortiment der NÖ Landesweingüter zum Verkauf an. Der Landhauskeller wird von der Kellermeisterin Judith Hartl geleitet, die auch bei der Wahl des passenden Weines gerne beratend zur Seite steht. Der Landhauskeller ist jeden Dienstag von 8.30 bis 16.00 Uhr geöffnet. Adresse: Landhausplatz, Haus 12, 3109 St. Pölten. Bitte beachten Sie die Beschilderung Â� der Weinkeller befindet sich im Kellergeschoss. Nähere Infos auch unter www.noe-landesweingueter.at , hier finden Sie auch das aktuelle Weinsortiment.

Die Jungweine 2009 im Detail

„MOVE“ - Grüner Veltliner Sandgrube 2009
NÖ Landesweingut Krems
Mit 19°KMW gelesen und Natur belassen.
Dieser Wein hat noch eine leichte Trübung, ein so genannter Staubiger. Er ist noch ein Rohling, der noch geschliffen werden muss, jedoch erkennt man bereits jetzt eine feinduftige Veltlineraromatik.
In der Nase intensive Fruchtnoten nach Kernobst, auch würzige Kräuternoten sind erkennbar.
Am Gaumen spiegelt sich eine Mischung aus frischen Äpfeln und weißem Pfeffer wieder. In der Sandgrube auf Löss gewachsen, hier wird durch kältere Nächte und warme Tagestemperaturen die Säure, Würze und Aromenvielfalt des Weines besonders betont. Trotz Würze und Frucht ist auch ein fülliger, breiter und nachhaltiger Abgang erkennbar Â� ein typischer Veltliner 2009.

Junger Hollabrunner Müller Thurgau 2009
NÖ Landesweingut Hollabrunn
Grüngelbe Farbe, frisches, einladendes und feinblumiges Bukett, gepaart mit ein Schuss
Grapefruit, blumige Noten auch am Gaumen, gehaltvoll, harmonisch und mild.
Lebendige Fruchtsäure lässt den jungen Hollabrunner angenehm ausklingen.
Qualitätswein, trocken, 12 Vol% Alkohol, 6,4g Zuckerrest 5,9 %o Säure

Junger Kremser Rivaner 2009
NÖ Landesweingut Krems
Fruchtig und Facettenreich in der Nase. Am Gaumen sehr süffig mit ausbalancierter
Säurestruktur und schönem, fruchtig-exotischem Nachhall.
Qualitätswein, trocken, 11,5 Vol% Alkohol, 3g Zuckerrest, 5,3 %o Säure

Junger Mistelbacher Müller Thurgau 2009
NÖ Landesweingut Mistelbach
Helles, ansprechendes Grüngelb; frischer blumiger Duft; leicht muskierend; grüne Äpfel,
angenehme Säurestruktur, sehr harmonisch; ein repräsentativer
Vorbote für den Jahrgang 2009
Qualitätswein, trocken, 12,5 Vol% Alkohol, 2g Zuckerrest, 6,3 %o Säure

Junger Retzer Altenberg Pinot Gris 2009
NÖ Landesweingut Retz
Funkelndes Strohgelb mit grünen Reflexen. Feines jugendlich-fruchtbetonte Pinotnase.
Sehr gehaltvoll und extraktreich am Gaumen mit feingliedrigem Säurespiel.
Im Abgang finessreich und lang anhaltend.
Qualitätswein, trocken, 13 Vol% Alkohol, 2,0g Zuckerrest, 6,2 %o Säure
PRESSEAUSSENDUNG
St. Pölten, 31. Oktober 2009

Landwirtschaftliche Fachschulen NÖ: Pädagogische Initiative „MOVE“ gestartet
Landesrat Heuras: Neue Lernformen anwenden

Mit dem neuen Schuljahr fiel der Startschuss für die neue pädagogische Initiative „MOVE“ an den Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich. „Ziel des Projektes ist, eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren, die den Schüler in den Mittelpunkt stellt und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung bringt“, erklärt Bildungslandesrat Mag. Johann Heuras. „Die LehrerInnen sollen mit dieser Initiative motiviert bzw. Â�bewegtÂ� werden neue Unterrichtskonzepte einzusetzen“, so Heuras. Das Projekt läuft drei Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Krems durchgeführt.

Selbstverantwortliches Lernen
„Künftig sollen an allen Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich neue Lernformen angewendet werden, um den veränderten Bedürfnissen der SchülerInnen gerecht zu werden“, informieren Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn und Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „Mit dieser Initiative wollen wir die LehrerInnen unterstützen in ihrem Unterricht neue Lernmethoden einzusetzen“, so Friewald. Unter den „Neuen Lernformen“ sind Unterrichtsmethoden wie das Offene Lernen, der projektorientierte Unterricht, das selbsttätige Lernen, das problemorientierte Lernen und E-Learning zu verstehen, die verstärkt auf das Lernen als einen Prozess der aktiven Selbstaneignung setzen. Kompetenzen wie Selbstverantwortung und Selbstmotivation stehen beim Schüler dabei im Vordergrund. Aber auch die Methodenkompetenz spielt sowohl beim Lehrer als auch beim Schüler eine zentrale Rolle.
Die Abkürzung „MOVE“ steht für die neue Bewegung in der Lernkultur. Der Buchstabe M steht für den Mut zu neuem, O für den Optimismus in der Schule, V für Veränderung und E für den Erfolg der pädagogischen Initiative.

MOVE-Netzwerk an den Landwirtschaftlichen Fachschulen
Pädagoginnen und Pädagogen verfügen über einen großen Erfahrungsschatz im Bezug auf das Unterrichtsgeschehen (Projekte, Lern- und Unterrichtsmaterialien, Problemsituationen in Klassen, etc.). Die Idee des Netzwerkes ist es, diese Erfahrungen zu nützen und sie einer größeren Gruppe zur Verfügung zu stellen. Dazu finden regelmäßige Treffen (alle sechs Wochen) statt, bei denen die Möglichkeit besteht sich im weiteren KollegInnenkreis auszutauschen. Schwerpunktthemen wie
Offene Lernformen, Portfolio-Arbeit, Leistungsbeurteilung, Integration, Verhaltensauffälligkeiten, Psychohygiene, Motivation, Suchtprävention u.a. werden dabei behandelt. Leiter des MOVE-Netzwerkes ist Dipl.-Päd. Herbert Kerzendorfer (Moderation und Koordination). Unter den TeilnehmerInnen des MOVE-Netzwerkes sind alle Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich vertreten.

Landwirtschaftlichen Fachschulen:
Praxisorientierte Ausbildung Â� mit Verstand fürs Land
Die 18 Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich bieten eine breite Palette an Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene an. Die Fachschule beginnt mit der 9. Schulstufe und dauert wahlweise drei oder vier Jahre, dabei kann man zwischen den Fachrichtungen Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Soziales, Gartenbau, Pferdewirtschaft sowie Weinbau wählen. Es werden aber auch zahlreiche Schwerpunkte im Agrar- und Hauswirtschaftsbereich angeboten. Mit dem Facharbeiter bzw. der Facharbeiterin der jeweiligen Fachrichtung und der Mittleren Reife schließt die Schulausbildung ab. Im Anschluss wird noch die „Mehrberufliche Ausbildung“ angeboten, wo man innerhalb eines Jahres einen zweiten Beruf erlernen kann. Z.B.: EDV-Techniker, Metallbearbeitung, Vermessungstechniker, Zimmerer oder Tischler.

Infos
Detaillierte Informationen über die Landwirtschaftlichen Schulen gibt es im Internet unter www.farmschulen.at und www.lako.at oder gleich direkt bei der jeweiligen Schule.
PRESSEAUSSENDUNG
Ottenschlag, 31. Oktober 2009

SchülerInnen führen ein Hotel:
LR Heuras: Eröffnung des Jugendhotels Schloss Ottenschlag

Am 30. Oktober 2009 wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag durch Landesrat Mag. Johann Heuras das Jugendhotel feierlich eröffnet. Durch die Gründung des Jugendhotels werden die SchülerInnen durch eigenständiges Führen eines Hotels in den Mittelpunkt gestellt, wobei die Erlangung von Kompetenzen wie Selbstverantwortung und Selbstmotivation im Vordergrund stehen, betonte Bildungslandesrat Heuras. Dies ist ein wichtiger Schritt eine neue Lernkultur an den Schulen zu etablieren und zeitgemäße Lernformen zur Anwendung zu bringen, so Heuras.

Internat in Selbstverwaltung
„Beim Schulprojekt „Jugendhotel“ führen die SchülerInnen der LFS Ottenschlag das Internat in Selbstverwaltung Â� ganz so wie ein richtiges Hotel. Es gibt also eine Rezeption, ein Zimmerservice und auch der Reinigungsdienst wird von den Jugendlichen selbst durchgeführt“, informierte Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler. „Die SchülerInnen lernen so Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu organisieren“, erklärte Direktorin Karpf-Riegler. Das Projekt „Jugendhotel“ wird künftig ein wesentlicher Teil des Schulschwerpunktes „Tourismus und Haushaltsmanagement“ sein.
Festgäste bei der Eröffnungsfeier waren: Pfarrer Konsistorialrat Josef Reisenbichler, Nationalratsabgeordneter Dr. Günther Stummvoll, Landtagsabgeordneter Franz Mold, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Michael Widermann, Bürgermeister Roman Tiefenbacher, Abteilungsleiter Hofrat Dr. Friedrich Krenn und Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. Das Jugendhotel wurde der ehemaligen Europaparlamentarierin ÖKR Agnes Schierhuber gewidmet. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Geschwister Zeilinger.

Hotel der SchülerInnen
Für die Gründung des Jugendhotels gab es zwei maßgebliche Faktoren: Einerseits ließ die Reinigung der Internatszimmer durch die SchülerInnen häufig zu wünschen übrig. Jugendliche haben offensichtlich andere Vorstellungen von Sauberkeit als Erwachsene. Andererseits wollten die LehrerInnen den SchülerInnen die Tätigkeiten in einem Hotel möglichst praxisgerecht näher bringen. Mit der Etablierung des Jugendhotels lernen nun die SchülerInnen selbstverantwortlich die Führung eines Hotels. Bei der Hotelgründung waren maßgeblich die beiden Lehrerinnen Hermine Hameseder und Elisabeth Krumböck beteiligt. Bevor das Hotel-Projekt starten konnte waren umfangreiche Vorbereitungen zu treffen. So wurden die Internatszimmer in ansprechende Jugendzimmer umgestaltet und es wurde das Freizeitangebot erweitert. Den Jugendlichen stehen nun Aufenthaltsräume mit Fernsehern, ein Fitnessstudio, Tischtennis, Tischfußball sowie das Internet zur Verfügung.

Housekeeping-Abteilung und Reinigungsmanagement
Das gesamte Reinigungsmanagement stellte man um und eine eigene Housekeeping-Abteilung sowie ein Reinigungsoffice wurden gegründet. Um zeitgemäße Reinigungsmethoden anwenden zu können wurden neue Reinigungswägen und Geräte angeschafft. Auch die international übliche Farbcodierung bei den Putztüchern wurde eingeführt und Spezialreinigungsmittel werden anstatt von Universalputzmittel verwendet. Bei der Gelegenheit wurde auch ein neues Mülltrennsystem eingeführt. Beim Jugendhotel wird ebenso auf eine gesunde Ernährung geachtet. So gibt es ein ausgewogenes Frühstücksbuffet, eine gesunde Jause und eine A-la-carte-Küche. Die Führung des Jugendhotels ist ein wichtiger Teil des Schulschwerpunktes „Tourismus und Haushaltsmanagement“, schließlich haben die SchülerInnen hier die Möglichkeit des Lehrabschluss zur Köchin bzw. zum Koch und zur Restaurantfachfrau bzw. zum Restaurantfachmann zu erlangen. Auch der Abschluss in der Betriebsdienstleistung wird hier angeboten.

PRESSEINFORMATION
Langenlois/Tulln, 27. Oktober 2009

Weiterbildung für PädagogInnen
„Lehrertag 2009“ der Landwirtschaftlichen Fachschulen in NÖ

Am 27. Oktober 2009 fand an der Gartenbauschule Langenlois der traditionelle „Lehrertag“ der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Niederösterreichs statt, an dem rund 350 PädagogInnen teilnahmen. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn freute sich über die rege Teilnahme an der Weiterbildungsveranstaltung und wies auf das positive Arbeitsklima an den Landwirtschaftlichen Fachschulen hin. „Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt, was die gestiegenen SchülerInnenzahlen der letzten Jahre deutlich machen“, erklärte Abteilungsleiter Krenn. Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald hob die ambitionierten pädagogischen Initiativen an den landwirtschaftlichen Schulen hervor. Anlässlich des Lehrertages hielt Dirigent und Buchautor Christian Gansch einen fulminanten Vortrag zum Thema „Vom Solo zur Sinfonie - Was Unternehmen von Orchestern lernen können“. Am Nachmittag arbeiteten die LehrerInnen in Workshops zu Fachthemen.

„Vom Solo zur Sinfonie“: effektive Unternehmensführung
Sowohl in Orchestern als auch in Unternehmen kann sich der Erfolg nur einstellen, wenn es gelingt, aus Individualisten und Spezialisten, beziehungsweise unterschiedlichen Abteilungen und Bereichen, ein homogenes Ganzes zu formen, betonte Dirigent Christian Gansch. „Die Schlüsselfrage lautet dabei: Wie kann aus Individualität und Vielfalt eine Einheit mit Identität entwickelt werden? Die Verknüpfung von fachlicher und sozialer Kompetenz ist der wesentliche Faktor für eine effektive Unternehmensführung, leistungsstarke Mitarbeiter und nachhaltige Kundenbeziehungen.“ Dirigent Gansch initiierte mit Analogien aus der Orchesterwelt eine bewusste Auseinandersetzung von MitarbeiterInnen in Unternehmen mit der eigenen Rolle sowie der teaminternen und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Durch den „Orchester-Unternehmen-Transfer“ entsteht ein Perspektivenwechsel, der überholte Verhaltensweisen aufbricht und Raum für Veränderungen schafft, so Gansch. So bedeutet Routine Stillstand. Gleichheit ist Illusion. Nicht Harmonie, sondern gegenseitiger Respekt bildet die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Das Orchester ist dafür eine Metapher.
Mit seinen beiden Büchern „Vom Solo zur Sinfonie - Was Unternehmen von Orchestern lernen können“ und „Wer auftritt, muss spielen - Die drei Schritte zur Führungskompetenz: Wahrnehmen - Entscheiden Â� Handeln“ wurde Gansch einem breiteren Publikum bekannt. Außerdem war er zehn Jahre bei den Münchner Philharmonikern in führender Position tätig und leitete auch andere Orchester. Danach wechselte er in die Musikindustrie und produzierte weltweit über 190 CDs mit Künstlern wie Pierre Boulez, Claudio Abbado, Lang Lang und Anna Netrebko. Neben vielen internationalen Auszeichnungen gewann er vier Grammy Awards.
PRESSEINFORMATION
St. Pölten/Tulln, 10. Oktober 2009

Aktion „Regionale Fitmacher“ Â� So schmeckt NÖ
Landesrat Pernkopf: Bewusstsein für regionale Lebensmittel stärken

Am 10. Oktober 2009 wurde in St. Pölten beim Markt am Domplatz die Initiative „Regionale Fitmacher - Bäuerinnen ernähren die Welt“ bereits zum zweiten Mal durchgeführt. „Mit diesem Projekt werden die vielfältigen Leistungen der niederösterreichischen Bäuerinnen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert“, betonte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. „Dabei steht die Rolle der Bäuerinnen bei der Produktion von gesunden Lebensmittel und regionalen Spezialitäten im Vordergrund“, so Landesrat Pernkopf. „Die Bäuerinnen erfüllen aber auch eine wichtige Aufgabe beim Verkauf und bei der Beratung der Konsumenten. Schließlich kann jeder einzelne Konsument durch bewusstes Einkaufen von regionalen und saisonalen Lebensmittel einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Anlässlich des Welttages der Landfrauen am 15. Oktober und den Welternährungstag am 16. Oktober wurde diese Aktion durchgeführt.

Kulinarischer Schwerpunkt „Nachhaltiges Frühstück“
Der kulinarische Schwerpunkt der diesjährigen Aktion ist das „Nachhaltige Frühstück“, informiert Organisatorin Ing. Rosina Neuhold. „Bei der ersten Mahlzeit des Tages ist besonders auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl sowie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten“, so Ernährungsexpertin Neuhold. Am Stand der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra gab es daher kreative Frühstücksideen zu verkosten und auch ein Schaukochen wurde durchgeführt. „Unsere selbst erzeugen Käsespezialitäten sind ein gutes Beispiel für die Steigerung der Wertschöpfung in der Region und für die Vernetzung der Landwirtschaft mit Gewerbe, Gastronomie, Handel und Tourismus“, erklärte Direktor Ing. Franz Fidler. „Die Konsumenten sind die wichtigsten Verbündeten der Bäuerinnen und Bauern, weil sie bei jedem Einkauf das jeweilige Unternehmen unterstützen und die Art und Weise befürworten, wie das gekaufte Produkt hergestellt wurde“, so Fidler.

Regionalität braucht das Land
Unter dem Motto „Regionalität braucht das Land“ fand ein runder Tisch mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Landesbäuerin NR Anna Höllerer, NR Johann Höfinger, Direktor Ing. Franz Fidler und Gebietsbäuerin Anna Bracher statt. „Wir setzen mit unserem neuen Schulschwerpunkt „Lebensmitteltechnik und Ernährung ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft unserer Region“, erklärte Direktor Ing. Franz Fidler. „Diese Initiative hat auch das Ziel den direkten Kontakt zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen zu verbessern, was beim Wochenmarkt in St. Pölten auch bestens gelungen ist“, so Fidler. Den runden Tisch moderierte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. Als Rahmenprogramm gab es eine Volkstanzvorführung von SchülerInnen der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra und beim Fitmacher-Quiz für KonsumentInnen konnte man sein Wissen im Bereich Ernährung unter Beweis stellen. Die Veranstaltung wurde von der LFS Pyhra, der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO), der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen St. Pölten und der Landwirtschaftskammer NÖ durchgeführt.

Welttag der Landfrauen und den Welternährungstag
Unter dem Titel „Bäuerinnen ernähren die Welt“ laden Österreichs Bäuerinnen zum zweiten Mal rund um den Weltlandfrauentag am 15. Oktober zu Aktionstagen ein. „Frauen in der Landwirtschaft spielen sowohl bei der Sicherung der Ernährung eine Hauptrolle als auch bei der Erhaltung einer intakten Umwelt und eines funktionsfähigen ländlichen Raumes“, betonte NR Anna Höllerer. „Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich ist Mitglied im Weltlandfrauenverband (ACWW) und unterstützt die zentralen Forderungen der Landfrauen, wie etwa die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung, eigenständiges Einkommen als auch die Forderung nach Chancengleichheit beim Zugang zu politischen Entscheidungsfunktionen“, so Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen. Um der Öffentlichkeit die Leistungen der Bäuerinnen und Landfrauen in aller Welt bewusst zu machen, wurde 1995 im Rahmen der Weltfrauenkonferenz in Peking von der Frauen-Weltgipfel-Stiftung der 15. Oktober zum Weltlandfrauentag erklärt.
PRESSEINFORMATION
Tulln, 10. Oktober 2009

Erstmals Experten für nachhaltige Projektentwicklung ausgebildet
Abschluss des Lehrganges „Nachhaltige Entwicklung - LENA“

Am 9. Oktober fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln der erste Abschluss des zweijährigen Lehrganges „Nachhaltige Entwicklung - LENA“ mit der feierlichen Zertifikatverteilung statt. Lehrgangsleiter DI Reinhard Engelhart sprach von ambitionierten Kursteilnehmern, die nun über die Kompetenz und die handwerklichen Fähigkeiten zur Umsetzung von regionalen Projekten verfügen. „Erklärtes Ziel des Lehrganges ist die Initiierung und Umsetzung von nachhaltigen Projekten im ländlichen Raum. Weitere Schwerpunkte lagen beim Projektmanagement und bei der Bildung von Netzwerken, die den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen“, so Ausbildungsleiter Engelhart.

Erfolgreiche Projektentwicklung
Der Lehrgang dauerte zwei Jahre und wurde in insgesamt acht zweitägigen Modulen abgehalten. Themenbereiche wie nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Projektentwicklung standen dabei ebenso auf dem Programm, wie die Analyse von Best-Practice-Projekten aus der Praxis. Insgesamt besuchten 16 Teilnehmer den Lehrgang und acht Teilnehmer machten den Abschluss. Dazu war die Verfassung einer schriftlichen Arbeit über eine praxisbezogene Projektentwicklung notwendig, die einer Jury präsentiert wurde. „Das Erfreuliche ist, dass alle Absolventen bereits in laufenden Projekten eingebunden sind und sich so Theorie und Praxis optimal ergänzen“, informierte DI Reinhard Engelhart. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus dem landwirtschaftlichen Bereich und sind großteils in Vereinen in ehrenamtlichen Funktionen tätig. Wegen der großen Nachfrage wird an einer Wiederholung des Spezialkurses gearbeitet. Der Lehrgang wurde von Land-Impulse, der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) und vom Bildungs- und Heimatwerk (BHW) durchgeführt.

„Nachhaltigkeit“ ist Schlüsselbegriff
„Eine solide Ausbildung ist für eine erfolgreiche Durchführung von Projekten im ländlichen Raum von entscheidender Bedeutung“, erklärte LandImpulse-Geschäftsführer Georg Hagl, der für die Organisation verantwortlich zeichnet. Für LAKO-Geschäftsführer Ing. Herbert Grulich ist der Faktor „Nachhaltigkeit“ der Schlüsselbegriff für zukunftsorientierte Initiativen, die auch langfristig gut funktionieren. „Wir brauchen ein Klima des nachhaltigen Wachstums in unseren Gemeinden und Regionen“, so Grulich. Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle (LAKO) war maßgeblich bei der Konzeptentwicklung, der Planung und der Finanzierung des Lehrganges beteiligt. Die Jury, welche die Abschlussarbeiten bewertete, bestand aus: Mag. Dr. Margit-Helene Meister, Umweltbildung Land NÖ, Vizerektorin Mag. Christine Wogowitsch, DI Veronika Hager, LandImpulse Österreich, Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Hofrat DI Christian Steiner und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich.
PRESSEINFORMATION
Tulln, 8. Oktober 2009

Startschuss für Weinkompetenzzentrum in Krems
Penz, Pernkopf: „Meilenstein für Aus- und Weiterbildung der Weinbauern"

In der Obst- und Weinbauschule in Krems informierten Landtagspräsident Ing. Hans Penz und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf gestern, 7. Oktober, über das geplante Weinkompetenzzentrum in Krems. Die Errichtung des Weinkompetenzzentrums bezeichnete Penz dabei als „Jahrhundertprojekt", das erst kürzlich vom NÖ Landtag beschlossen wurde. Gebaut wird auf dem Areal der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems. Die Investitionen für das neue Weinkompetenzzentrum belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. Im Jahr 2013 soll die Weinernte bereits im neuen Weinkompetenzzentrum verarbeitet werden.

Modernes Weinzentrum
„Niederösterreich hat 13.000 Weinbaubetriebe mit einer Gesamtfläche von rund 31.000 Hektar", sagte Penz. Es gelte nun, den Weinbauern und der Jugend nicht nur eine entsprechende Aus- und Weiterbildung in den Landwirtschaftlichen Fachschulen zu ermöglichen, sondern die Weinbaubetriebe bei ihren wirtschaftlichen Herausforderungen auch erfolgreich zu begleiten.
Im Kompetenzzentrum sind Weißwein- und Rotweinverarbeitung samt Lagerung, Barriquelager, Verkaufsraum sowie Verkostraum geplant. Penz: „Durch den fixierten Einzug der Außenstelle Krems des Bundesamtes für Weinbau entsteht in unmittelbarer Nähe zur Bezirksbauernkammer Krems und zum Weinlabor der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems ein konzentriertes Bildungs- und Beratungszentrum für die gesamte Region." In der Außenstelle Krems werden jährlich rund 9.500 Qualitätsweine von rund 2.500 Weinbaubetrieben analysiert und untersucht. Dazu kommen weitere 7.000 Privatproben. Durch den Einzug des Bundesamtes für Weinbau erhöhen sich die Investitionskosten um 600.000 Euro.

Bau- und Investitionsprogramm für Landwirtschaftliche Fachschulen
„Das Weinkompetenzzentrum in Krems ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", sagte Landesrat Pernkopf. „Diese Einrichtung wird wesentlich dazu beitragen, einerseits eine wichtige Anlaufstelle für die Winzer zu werden und andererseits in Verbindung mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems Theorie und Praxis miteinander zu verbinden." Das Land werde in den nächsten vier Jahren in die niederösterreichischen Landwirtschaftlichen Schulen rund 48 Millionen Euro investieren, führte Pernkopf weiter aus, der auch betonte: „Wir schaffen und sichern mit den Bauprojekten in allen Landesteilen viele Arbeitsplätze, was gerade jetzt besonders wichtig ist." Dieses Ausbauprogramm diene somit auch der Konjunkturbelebung. Die Landwirtschaftlichen Schulen erschließen außerdem laufend neue Zielgruppen und verzeichnen steigende Schülerzahlen. „Seit dem Jahr 2000 ist die Schülerzahl um 30 Prozent gestiegen", so Pernkopf abschließend.
Laut dem Direktor der Wein- und Obstbauschule Krems, Dieter Faltl, soll im neuen Weinkompetenzzentrum erstmals die Ernte 2013 verarbeitet werden. Für Direktor Faltl ist der Bau des Weinkompetenzzentrums ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Ausbildungsqualität. „Der Einsatz moderner Technik, wie die Mikrovinifikation, ist für die praktische Ausbildung von entscheidender Bedeutung“, sagte Faltl.
PRESSEINFORMATION
Tulln, 2. Oktober 2009

Nachhaltige Landbewirtschaftung:
EU-Agrarexperten informieren sich in Österreich

Vom 21. Bis 23. September fand in Niederösterreich und im Burgenland ein europaweites Treffen von Vertretern der Europäischen Initiative für Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (EISA - European Initiative for Sustainable Agriculture) statt, zu dem die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP) eingeladen hatte. „Ökologische Aspekte wie Gründeckenmanagement, die Gipsblockmethode bei der Beregnung, der integrierte Pflanzenschutz nach dem Schadschwellenprinzip und die Minimalbodenbearbeitung mit Erosionsschutz standen dabei im Vordergrund“, erklärte Dr. Josef Rosner, der stellvertretende Präsident der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz (ÖAIP). „Die 44 Teilnehmer besuchten Betriebe die Gemüse sowie Wein produzieren und auch verschiedene Ackerkulturen bearbeiten“, sagte Dr. Josef Rosner. „Dazu gehörte auch ein Betrieb im Marchfeld auf dem das österreichische Umweltprogramm (ÖPUL) mit dem System des immergrünen Ackers begutachtet werden konnte. Hier werden kurz nach der Ernte diverse Gründeckenmischungen angebaut und erst kurz vor dem nächsten Anbau umgebrochen. Teilweise finden hier auch Mulch- oder Direktsaatverfahren Anwendung, was Ressourcen spart und große ökologische Vorteile bringt“, so Rosner. Auch die Erosionsversuche der Landwirtschaftlichen Fachschulen Tulln und der Universität für Bodenkultur, wo verschiedene Bodenbearbeitungssysteme miteinander verglichen werden, wurden besichtigt. Durch diese Langzeitversuche können wissenschaftliche abgesicherte Daten gewonnen werden und aktive Schritte zur Erosionsvermeidung gemeinsam mit den Landwirten gesetzt werden.

Europäische Initiative für Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (EISA)
Die 2001 gegründete Europäische Initiative für Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (EISA) ist eine Vereinigung von nationalen Landwirtschaftsorganisationen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten, und zwar FARRE (Forum de lÂ�Agriculture Raisonnée Respectueuse de LÂ�Environnement, Frankreich), FILL (Fördergemeinschaft Integrierte Landbewirtschaftung, Luxemburg), FNL (Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, Deutschland), LEAF (Linking Environment and Farming, England), ÖAIP (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Integrierten Pflanzenschutz, Österreich) und OiB (Odling i Balans, Schweden) mit dem gemeinsamen Ziel, die Integrierte Landwirtschaft in Europa weiterzuentwickeln und zu fördern.
Der EISA Agrarexperten-Austausch fand zum sechsten Mal statt und wurde in diesem Jahr von der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI-Platform) finanziell gefördert. Der Austausch im kommenden Jahr ist in Schweden geplant, um den Dialog und die Förderung des ganzheitlichen Konzepts der Integrierten Landwirtschaft sowohl in der Politik als auch in der Praxis weiter voranzubringen. Näherer Informationen zur Europäischen Initiative für Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (EISA) unter http://fnl.de/ .
Presseinformation
St. Pölten/Tulln, 30. September 2009

Auszeichnungen für Landesweine
Pernkopf: NÖ Landesweingüter auf Erfolgskurs

„Die NÖ Landesweingüter konnten mit ihren Weinen hohe Auszeichnungen erzielen, wodurch die fachgerechte Winzerarbeit einmal mehr bestätigt wird“, erklärte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bei der Weinpräsentation am 30. September im Landhauskeller in St. Pölten. „Die Landesweingüter decken die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs ab und setzen auf schonende und kontrollierte Verarbeitung sowie auf die fachliche Erfahrung der Kellermeister“, so Landesrat Pernkopf.
Auch dieses Jahr sind die Voraussetzungen für einen exzellenten Jahrgang gegeben, wenn das Wetter nun keinen Strich mehr durch die Rechnung macht. Jedoch führten die Hagelschäden in einigen Gebieten Niederösterreichs zu massiven Mengenverlusten.

3 Mal Gold bei der Austrian Wine Challenge für Landesweine
„In den Salon Österreichischer Wein wurden heuer der Kremstal DAC Riesling 2008 aus dem NÖ Landesweingut Krems sowie Weißburgunder Eiswein 2006 aus dem NÖ Landesweingut Hollabrunn nominiert. Das Landesweingut Mistelbach erhielt bei der Austrian Wine Challenge, wo rund 9000 Weine verkostet werden, gleich drei Mal Gold für Merlot Exklusiv, Grüner Veltliner Campus DAC und Chardonnay Spätlese“, freut sich Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Bei der der Poysdorfer Weinparade wurde das Landesweingut Mistelbach mit dem Baccuspreis für den Zweigelt 2008 ausgezeichnet und mit Gold wurden der Blauburger 2008, der Welschriesling 2008, der Riesling 2008 und die Traminer Spätlese 2008 prämiert. Und bei der Bezirksweinverkostung „Land um Hollabrunn“ ging das NÖ Landesweingut Hollabrunn mit ihrem Rubin Carat 2007, Campus Premium als Sieger hervor. Bei der Retzer Weinwoche wurde das Landesweingut Retz mit den Sorten Weinviertel DAC 2008, St. Laurent Campus Premium 2007 und Ergo Cabernet Sauvignon 2006 in den „Kreis der Besten“ aufgenommen.

Landesweingüter setzen auf Qualität
„Das Interessante am Wein ist, dass jeder Jahrgang verschieden ausfällt und das fachliche Know-how der Winzer immer wieder stark gefordert ist“, erklärte Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. „Die Landesweingüter setzen verstärkt auf Qualität, was die zahlreichen Auszeichnungen bestätigen“, informiert Rosner.
Die NÖ Landesweingüter Hollabrunn, Krems, Mistelbach und Retz decken die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs ab. 40 Hektar beste Weinbaulagen auf den Lössböden des Weinviertels, den Urgesteinsterrassen des Kremser Wachtbergs und in den sonnigen Weinbergen des Retzer Landes bringen große Weine hervor. Die besten Weine werden unter der Premiummarke „Campus“ vermarktet. Bewirtschaftet werden die Landesweingüter von den Landwirtschaftlichen Fachschulen. Nähere Infos über die Landesweingüter und das Weinsortiment unter www.noe-landesweingueter.at .

Verkauf im Landhauskeller in St. Pölten
Der Weinkeller im St. Pöltner Regierungsviertel bietet das gesamte Sortiment der NÖ Landesweingüter zum Verkauf an. Neben dem umfangreichen Weinangebot wird auch Sekt, Obstmost, Schnaps, Honig und Käsespezialitäten der landwirtschaftlichen Fachschulen verkauft. Neu im Regal sind Wildspezialitäten der LFS Obersiebenbrunn. Der Landhauskellers wird von der Kellermeisterin Judith Hartl geleitet, die auch bei der Wahl des passenden Weines gerne beratend zur Seite steht. Weine und die Produkte der Landwirtschaftlichen Fachschulen sind auch bestens als Geschenke geeignet und werden bei größeren Bestellungen auch direkt geliefert.

Öffnungszeiten
Der Landhauskeller ist jeden Dienstag von 8.30 bis 16.00 Uhr geöffnet.
Adresse: Landhausplatz, Haus 12, 3109 St. Pölten. Bitte beachten Sie die Beschilderung Â� der Weinkeller befindet sich im Untergeschoß.

Infos & Beratung
Judith Hartl
Kellermeisterin
NÖ Landesweingüter
E-Mail: judith.hartl@noel.gv.at
www.noe-landesweingueter.at

Presseinformation
Tulln, 17. September 2009

Landwirtschaftliche Fachschulen NÖ:
Schülerwallfahrt mit über 1500 Jugendlichen zum Stift Herzogenburg

Am 17. September 2009 fand zum zweiten Mal die Schülerwallfahrt der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich statt, die diesmal zum Stift Herzogenburg führte. „SchülerInnen, LehrerInnen und Bedienstete der Fachschulen machten eine Sternwanderung zum Stift Herzogenburg und setzten damit ein starkes Zeichen der Gemeinsamkeit“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Rund 1500 Personen, davon über 1000 SchülerInnen, nahmen an diesem Start-up ins neue Schuljahr teil“, so Krenn. Propst Prälat KR Mag. Maximilian Fürnsinn hielt den Eröffnungsgottesdienst und sprach von einer einmaligen Aktion der Schulen, die Gemeinschaft stiftet und den Jugendlichen die Natur und Kultur gleichermaßen näher bringt. „Trotz des schlechten Wetters haben fast alle Landwirtschaftlichen Fachschulen an dieser besonderen Schulveranstaltung teilgenommen, was den hohen Stellenwert der Wallfahrt einmal mehr unterstreicht“, betonte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. Ehrengäste bei der Veranstaltung waren der Direktor des Diözesanschulamtes Mag. Karl Schrittwieser und Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. Für die Musik sorgte die Blasmusikgruppe der Landwirtschaftlichen Fachschulen unter der Leitung von Direktor Ing. Franz Fidler. Als Rahmenprogramm wurden Stiftführungen durchgeführt.

Presseinformation
Langenlois / Tulln, 2. September 2009

Sommerbildungswoche der Landwirtschaftlichen Fachschulen:
Neue Lernkultur fördern und zeitgemäße pädagogische Konzepte umsetzen

Bei der traditionellen Sommerbildungswoche der Landwirtschaftlichen Fachschulen vom 31. August bis 2. September 2009 an der Gartenbauschule Langenlois standen Vorträge und Workshops rund um den Bereich der zeitgemäßen Pädagogik auf dem Programm. „Die Teilnahme von rund 270 LehrerInnen und Bediensteten an dieser Veranstaltung zeigt das rege Interesse an der Weiterbildung“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Über neue Formen der Lernkultur, die Erziehungsfragen und den Wertewandel bei Jugendlichen wurde eingehend informiert“, betonte Krenn. Zu den Vortragenden zählten die Bildungsexperten Prof. Dr. Peter Struck, Prof. DDr. Karl Klement, der Jugendforscher Mag. Bernhard Heinzlmaier und Mentaltrainerin Christine Hackl. Neben den Fachvorträgen wurden zahlreiche Workshops zu schulischen Themen durchgeführt.

Neue Lernkultur
Prof. DDr. Karl Klement wies in seinem Vortrag „Wege in die neue Lernkultur“ auf das Lernen als einen Prozess der aktiven Selbstaneignung hin. „Dies ist nur möglich, wenn der Schüler im Zentrum des Unterrichts steht und selbst die Verantwortung für das eigene Lernen übernimmt“, betonte Klement, Professor an der Pädagogischen Hochschule NÖ. Es gehe hauptsächlich um die Selbstverantwortung, die Selbstmotivation und die Methodenkompetenz beim Schüler: „Da kann der Unterricht noch so gut vom Lehrer vorbereitet sein, wenn die Botschaften am Lernenden vorbei gehen, hat kein Lernprozess stattgefunden. Diese Kluft gilt es zu benennen, zu analysieren und zu verringern“. Je kompetenter der Schüler wird sich etwas anzueignen, desto besser ist der Lernprozess.

Erziehung gegen Aggressivität
Prof. Dr. Peter Struck, Autor von Büchern wie „Die 15 Gebote des Lernens“ und „Lehrer der Zukunft“, verwies in seinem Referat „Erziehung gegen Aggressivität“ auf die frühe Prägung der Kinder. „Bereits mit zweieinhalb Jahren entscheidet sich die Entwicklung des Kindes“, so Struck. Fehlende Zuwendung seitens der Eltern kann bei den Kindern Essstörungen und psychische Probleme zu Folge haben. In der Schule muss daher mit dem Lernen früher und ganz langsam begonnen werden, jedoch muss das Tempo dann stärker als bisher gesteigert werden. Kinder sollten bereits mit fünf Jahren eingeschult werden. „Derzeit überfordern wir die Erst- und Zweitklassler, hingegen ab der dritten Klasse bis zur Matura werden die Schüler unterfordert“, erklärte Struck.

Wie die Jugend tickt
Mag. Bernhard Heinzlmaier beleuchtete im Vortrag „Wie die Jugend tickt“ aktuelle Strömungen der Jugendkulturen: „Heute haben wir es mit einer Verjugendlichung der Alltagskultur zu tun. Ältere Menschen orientieren sich an den Jugendlichen. Hier hat eine völlige Trendumkehr stattgefunden, denn früher war es genau umgekehrt. Bei den Jugendlichen ist ein starker Trend zu einer materialistischen Lebenseinstellung festzustellen. Geld, Karriere und Statussymbole sind für viele junge Menschen sehr wichtig. Weiters ist ein Trend zur Individualisierung des Lebensstils bemerkbar, was häufig in einem extremen Körperkult zum Ausdruck kommt. Andererseits wohnen rund zwei Drittel der 17- bis 25-Jährigen noch bei den Eltern, was auf eine Überforderung durch die Gesellschaft und auf die Angst Verantwortung zu übernehmen hinweist.“

Weiterbildung wichtig für Unterrichtsqualität
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn zeigte sich über die besonders hohe Teilnehmerzahl an der Sommerbildungswoche erfreut. „Rund 40 Prozent der LehrerInnen bzw. Angestellten an den Landwirtschaftlichen Fachschulen nahmen an der Weiterbildungsveranstaltung teil“, betonte Krenn.
Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald, Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich hoben das vielfältige Programmangebot und das große Interesse der TeilnehmerInnen hervor. Für einen zeitgemäßen Unterricht ist die Weiterbildung der PädagogInnen von besonderer Bedeutung.
PRESSEINFORMATION
Tullnerbach/Tulln, 26. Juni 2009

LFS Tullnerbach siegt bei Schulpferdetrophy:
Reitstunde mit Olympiateilnehmerin

Am 25. Juni fand eine ganz spezielle Reitstunde von Schülerinnen der LFS Tullnerbach mit der Olympiateilnehmerin Victoria Max-Theurer am Reitplatz der Schule statt. Dies war der Hauptgewinn der Schulpferdetrophy in der Wiener Freudenau, die das Schulteam letzten November gewonnen hatte. „Die vier Reiterinnen des 2. Jahrgangs waren begeistert von der Trainingsstunde mit Österreichs Dressur-Star“, freut sich Direktor Ing. Franz Raith. Auch für Teambetreuerin DI Maria Ottersböck war diese besondere Reitstunde ein Highlight des Schuljahres: „Die jungen Reiterinnen wurden mit diesem Hauptpreis für ihre überaus guten Leistungen im Reitsport belohnt und sind für die kommenden Turniere bestens motiviert.“ Die vier siegreichen Schülerinnen sind Gwendolyne Mayer, Elisabeth Schmatz, Florentina Müllner und Isabella Gutschl. Bei der Schulpferdetrophy sind sie sehr genau geritten und stellten die Pferde professionell vor. Auch in der Theorie wurde von ihnen die Höchstpunktezahl erreicht.
Ausbildungsschwerpunkt Pferdewirtschaft
An der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach werden die beiden Ausbildungsschwerpunkte Pferdewirtschaft sowie Hauswirtschaft und Soziale Dienste angeboten. Die Schule verfügt über einen eigenen Reitstall und über einen Reitplatz. Da auf die praktische Ausbildung im Reitsport besonderer Wert gelegt wird, nehmen die SchülerInnen an zahlreichen Turnieren teil.

Presseinformation
Großschönau/Tulln, 18. Juni 2009

„Zdimal-Preise“ 2009: Beste Forstabsolventen ausgezeichnet

Großschönau/Tulln, 13. Juni 2009: Im Rahmen der Alternativenergiemesse „BIOEM“ in Großschönau im Waldviertel wurden die besten Forstabsolventen Niederösterreichs und der Försterschule Bruck an der Mur mit den „Zdimal-Preisen 2009“ ausgezeichnet. Hanna Zdimal, LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich, Forstdirektor DI Werner Löffler und Direktor DI Franz Breiteneder von der LFS Edelhof nahmen die feierliche Preisverleihung in den Kategorien Forstwirtschaftsmeister, Forstfacharbeiter und Förster vor. „Eine fundierte Ausbildung in der Forstwirtschaft ist ein wichtiger Grundstein für die fachgerechte Bewirtschaftung des österreichischen Waldes“, betonten die Initiatoren Grulich und Löffler bei der 22. Preisverleihung. „Da sich die Anforderungen an die Forstwirtschaft laufend ändern, kommt der Weiterbildung künftig ein noch höherer Stellenwert zu“, so die Forstmänner.

Fachleute für nachhaltige Waldbewirtschaftung
LAKO-Leiter Herbert Grulich verwies auf die überaus gute Zusammenarbeit im Bereich Forstwirtschaft zwischen der Landwirtschaftskammer, dem Land Niederösterreich und den Landwirtschaftlichen Fachschulen. „Durch die praxisgerechte Ausbildung in der Forstwirtschaft wird eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung in Niederösterreich forciert“, betonte Ing. Herbert Grulich, Organisator der Preisverleihung. „An den Landwirtschaftlichen Fachschulen werden gemeinsam mit der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer sowie der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle laufend Fachkurse in der Aus- und Weiterbildung für Waldbesitzer abgehalten“, so Grulich. „Schließlich gehört Niederösterreich, mit einem Waldanteil von knapp 40 Prozent der Landesfläche, zu den waldreichsten Bundesländern. Die Zdimal-Preisträger sind ein Musterbeispiel für das lebenslange Lernen und häufig übernehmen sie wichtige Funktionen in Waldwirtschaftsgemeinschaften oder ähnlichen Organisationen“, so Grulich.

Initiative für Forstausbildung in NÖ
„Namensgeber für den Forstpreis ist der verstorbene Forstdirektor DI Willibald Zdimal, der sich besonders für die Forstausbildung in Niederösterreich einsetzte“, betonte Forstdirektor DI Werner Löffler anlässlich der Preisverleihung. Die Autoren des Buches „Waldwirtschaft heute“ gründeten 1989 gemeinsam mit Hanna Zdimal diese Initiative. Entscheidend für die Auszeichnung ist der Notendurchschnitt in der jeweiligen Ausbildungsrichtung. Dieses Jahr wurden Preise im Gesamtwert von rund € 3.500,- vergeben. Sponsoren der Sachpreise waren die Firma Stihl, die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, der NÖ Forstverein, der Agrarverlag, die LAKO und die NÖ Landarbeiterkammer. Doris Vogl von der Firma Stihl Österreich überreichte als Hauptpreis eine Motorsäge samt Zubehörkoffer an Forstwirtschaftsmeister Alois Zechner.
Als Organisatoren der Zdimal-Preisverleihung zeichnen die Autoren des Lehrbuches „Waldwirtschaft heute“, die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, die Sozialversicherung der Bauern und die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) verantwortlich.

Zdimalpreisträger 2009

Bester Forstwirtschaftsmeister:
Alois Zechner, Obertriesting 37, 2572 Kaumberg

Bester Förster, Försterschule Bruck an der Mur
Roman Braunstingl, 2141 Ameis 155

Bester Forstfacharbeiter, Zweitlehre, Forstliche Berufsschule Edelhof
Hannes Sommer, Groß Reichenbach, 3921 Schweiggers

Bester Forstfacharbeiter, Abendkurse LFS Edelhof und LFS Warth:
Franz Riebenbauer, Am Mühlbach 8, 8243 Pingau (Steiermark)
Walter Hackl, Siebenhöf 18, 3921 Langschlag
Presseinformation
Edelhof/Tulln, 19. Mai 2009

22. Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen
Francisco Josephinum siegt bei Mädchen und Burschen

Am 19. Mai 2009 fand an der LFS Edelhof der Waldarbeitswettbewerb der Landwirtschaftsschulen in Niederösterreich statt. „Beim 22. Wettbewerb der Fachschulen konnten die SchülerInnen ihren fachgerechten Umgang mit der Motorsäge einer breiten Öffentlichkeit präsentieren“, erklärten die beiden Organisatoren LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Forstdirektor DI Werner Löffler. „Außerdem weisen wir mit dieser Veranstaltung auf die Wichtigkeit einer soliden Forstausbildung hin“, so Grulich und Löffler. Das Team des HBLA Francisco Josephinums Wieselburg konnte den Bewerb für sich entscheiden und siegte vor der Berufsschule Edelhof, den dritten Platz belegte die LFS Warth. In der Mannschaftswertung „Burschen unter 17 Jahre“ siegte die LFS Hohenlehen vor dem Team 1 der LFS Edelhof und der LFS Hollabrunn. „Bei der Austragung des Wettkampfes standen besonders die Sicherheitstechnik und die persönliche Schutzausrüstung im Vordergrund“, betonte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. Die Urkunden und Preise wurden von Bezirkshauptmann Dr. Michael Widermann überreicht.

22 Jahre Waldarbeitswettbewerbe
„Die rege Teilnahme der SchülerInnen zeigt das große Interesse an diesen Waldarbeitswettbewerben“, freut sich Ing. Herbert Grulich. „Diesmal waren zehn Burschenteams und drei Mädchenmannschaften am Start“, informiert Grulich. „Den Jugendlichen wird mit diesem Wettbewerb ein passendes Forum geboten, um ihr Können unter Beweis zu stellen“, betonte Forstdirektor DI Werner Löffler, Forstabteilung der Landwirtschaftskammer NÖ.
Für den landesweiten Waldarbeitswettbewerb finden an den Schulen Vorausscheidungen statt, um die besten Wettkämpfer zu ermitteln. Der Wettkampf bestand aus den Bewerben: Fallkerb, Präzisionsschnitt, Stechen und Zusammenschneiden, Zielhacken und Blochrollen.
Austragungsorte des Schulvergleichswettbewerbs sind abwechselnd die Landwirtschaftlichen Fachschulen und die Wieselburger Messe. Diesmal waren für die Organisation Ing. Herbert Grulich, Fachlehrer DI Johannes Bichl und DI Michael Gruber, Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, verantwortlich. Hauptsponsoren des Wettbewerbs sind die Motorsägenfirmen Stihl, Husqvarna und Jonsered.

Mannschaftswertung Burschen II (über 17 Jahre)
1. HBLA Wieselburg, 232,4 Punkte
2. BS Edelhof 1, 191,5 Punkte
3. LFS Warth, 166,7

Mannschaftswertung Burschen I (unter 17 Jahre)
1. LFS Hohenlehen, 238,5 Punkte
2. LFS Edelhof, 226,2 Punkte
3. LFS Hollabrunn, 179 Punkte
4. LFS Pyhra, 147,3 Punkte

Mannschaftswertung Mädchen
1. HBLA Wieselburg, 215,4 Punkte
2. LFS Zwettl, 158,1 Punkte

Einzelwertung
Bei den Burschen über 17 Jahre siegt Markus Schremser, HBLA Wieselburg.
Bei den Burschen unter 17 Jahre siegt Wolfgang Großbichler, LFS Hohenlehen.
Bei den Mädchen siegt Sabine Egger, HBLA Wieselburg.

Veranstalter:
LFS Edelhof
Forstabteilung der NÖ Landwirtschaftskammer
Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung Â� LAKO
Abteilung landwirtschaftliche Bildung, Abt. LF2, Amt der NÖ Landesregierung
Landwirtschaftliche Fachschulen
PRESSEINFORMATION
St. Pölten/Tulln, 14. Mai 2009

So schmeckt NÖ
LH Pröll und LR Pernkopf stellen neuen Winzersekt vor
Sektproduktion der NÖ Landesweingüter: ein prickelndes Vergnügen

Am 14. Mai überreichte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll den neuen Sekt der NÖ Landesweingüter. „Die neuen Sektsorten sind nicht nur perlendes Erlebnis, sondern sie kombinieren ökologische Vorteile mit besonderer Qualität“, betonte Landesrat Pernkopf. Landhauptmann Pröll zeigte sich vom neuen „Landessekt“ begeistert: „Damit wird die Vielfalt der heimischen Spezialitäten und die hohe Qualität unserer bäuerlichen Produkte einmal mehr deutlich gemacht. Wer bewusst gesunde Produkte von regionalen Produzenten kauft und genießt, leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem bleibt die wirtschaftliche Wertschöpfung in unseren ländlichen Regionen erhalten“.
„Die Sekterzeugung nimmt speziell Rücksicht auf eine effiziente Produktion, die auch einem bäuerlichen Familienbetrieb die Produktion dieser Weine ermöglicht“, informiert Landesrat Pernkopf. Der Sekt wird nach der traditionellen Champagnermethode gekeltert. Verkauft werden die neuen Sektsorten in St. Pölten im Landhauskeller und an den Landwirtschaftlichen Fachschulen Krems, Hollabrunn und Mistelbach.

Neue Produktionsmethoden und neue Weinsorten
„Die NÖ Landesweingüter entwickelten für die neuen Weinsorten gemeinsam mit einem privaten Sekterzeuger neue Produktionsformen“, erklärten Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn und Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. Das Ziel war dabei, eine rationelle Produktion von Sektgrundweinen mit wenig Arbeitszeit pro Hektar anzuwenden. Mit Minimalschnittverfahren und passende Erziehungsformen ist dies auch gelungen, womit auch einem kleineren Winzerbetrieb die Erzeugung von Sektgrundweinen möglich ist.
Im Weinviertel wurden diese Weinsorten und Erziehungsformen bereits erfolgreich getestet. Am Landesweingut Mistelbach werden die beiden neuen Sorten Helios und Johanniter geprüft, die sich durch eine besonders gute Pilzresistenz auszeichnen. Mit diesem ökologischen Vorteil und der exzellenten Traubenqualität lassen sich hervorragende Sekte nach der Champagnermethode keltert.

Sektsorten der NÖ Landesweingüter
Frizzante (Gelber Muskateller) 2008 NÖ Landesweingut Krems
Chardonnay Classic NÖ Landesweingut Krems
Rose Prestige Sekt NÖ Landesweingut Hollabrunn
Limitierte und nummerierte Edition Helios und Johanniter NÖ Landesweingut Mistelbach

Neue Schaumweinsorten
Frizzante ,Tankgärung
Pinotlinie Classic (Chardonnay, Pinot Blanc), Champagnermethode
Rose, Champagnermethode
Muskateller-Traminer halbsüß, Champagnermethode
Helios und Johanniter Cuvee, Champagnermethode

NÖ Landesweingüter
Auf rund 40 Hektar betreiben die Landwirtschaftlichen Fachschulen Weinbau und können mit einem vielfältigen Sortiment aufwarten. Die besten Weine der NÖ Landesweingüter, Hollabrunn, Krems, Mistelbach und Retz werden unter der Premiummarke Campus vermarktet und bieten für Weinliebhaber die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs.

Verkauf im Landhauskeller in St. Pölten
Der Weinkeller im St. Pöltner Regierungsviertel bietet das gesamte Sortiment der NÖ Landesweingüter zum Verkauf an. Neben dem umfangreichen Weinangebot wird auch Sekt, Obstmost, Schnaps aus den Landesgütern verkauft. Neu im Regal sind Honig und Honigprodukte der Imkerschule Warth und Käsespezialitäten der LFS Pyhra. Der Landhauskeller wird von der Kellermeisterin Judith Hartl geleitet, die auch bei der Wahl des passenden Weines gerne beratend zur Seite steht. Weine und die Produkte der Landwirtschaftlichen Fachschulen sind auch bestens als Geschenke geeignet und werden bei größeren Bestellungen direkt geliefert.

Öffnungszeiten
Der Landhauskeller ist jeden Dienstag von 8.30 bis 16.00 Uhr geöffnet.
Adresse: Landhausplatz, Haus 12, 3109 St. Pölten. Bitte beachten Sie die Beschilderung Â� der Weinkeller befindet sich im Kellergeschoss.
Nähere Infos auch unter www.noe-landesweingueter.at , hier finden Sie auch das aktuelle Weinsortiment samt den Preisen.

Infos & Beratung
Judith Hartl
Weinbau- & Kellermeisterin
NÖ Landesweingüter
E-Mail: judith.hartl@noel.gv.at
www.noe-landesweingueter.at

Presseinformation
Tulln, 29. April 2009

Holzfällerwettbewerb im Waldviertel:
Edelhofer Fachschüler bei Eurojack erfolgreich

Bei der Eurojack-Jugendmeisterschaft U21, die am 24. April in Langschlag im Waldviertel abgehalten wurde, zeigten die Schüler der LFS Edelhof eine starke Leistung. Armin Kugler, von der Fachschule Edelhof, konnte den Bewerb vor dem Schweden Lars Johan Perjons und dem Newcomer Dominik Thor aus Zwettl für sich entscheiden. Die Bewerbe Scheibensägen, liegend Schroten, Singlesägen und Klettern kamen beim Jugend-Eurojack zur Austragung. Für das Publikum gab es ein spannendes Kräftemessen zwischen Österreich und Schweden zu verfolgen.

Konsequente Nachwuchsarbeit
Das Österreich-Team, bestehend aus Armin Kugler, Dominik Thor, Martin Wiltschko und dem 12-jährigen Oliver Helmreich, wurde von Eurojack-Sportler Josef Laier trainiert und überzeugte mit großartigen Leistungen. „Den Jugendlichen steht das Trainingszentrum des Vereins der Waldviertler Forstarbeiter zur Verfügung“, betont Josef Laier. „Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung unterstützt die Teilnahme der Fachschüler am Eurojack, um das Interesse an der Waldarbeit zu wecken“, erklärt LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. „Der österreichische Sieg ist wichtig für die Begeisterung der Jugendlichen am Wettbewerb“, so Grulich. An den Landwirtschaftlichen Fachschulen werden Trainingscamps von Josef Laier abgehalten, um die Jugendlichen mit den Eurojack-Disziplinen vertraut zu machen. Mit konsequenter Nachwuchsarbeit ist es in kurzer Zeit gelungen, bei vielen Schülern die Freude und das Interesse am Eurojack-Sport zu wecken.

Schweizer gewinnt Eurojack
Nach einem spektakulären Kräftemessen unterstrich der Schweizer Thomas Gerber mit einem überragenden Tagessieg seine Favoritenrolle für den Europameistertitel. Der zweite Platz ging an den amtierenden Europameister Stefan Eble (D) vor Toni Flückinger (CH). Absolut erfreulich die Platzierung von Lokalmatador Kurt Graf aus Langschlag. Mit dem vierten Gesamtrang sichert sich der Holzsportler eine hervorragende Ausgangsposition für die Gesamtserie 2009.
Für eine große Überraschung sorgte der erste 17-jährige Armin Kugler von der LFS Edelhof. Nach nur einem Jahr Training konnte er mit dem Sieg der U21-Wertung und dem 7. Platz beim Qualifikationsbewerb am zur Europaspitze aufschließen. In diesem Feld landete er im Finalbewerb am auf Platz 17. Josef Laier (11. Platz) und Patrick Poiss (13. Platz) sind ebenfalls beim Austria-Eurojack Team mit dabei.

Spektakuläres Sportevent
Der spektakuläre Eurojack-Sport entwickelte sich aus dem so genannten „Lumberjack“, der um 1900 in Holzfällercamps in Kanada erstmals durchgeführt wurde. Neben Geschicklichkeit und technischem Können sind vor allem Kraft und Konzentration erforderlich. Zum Einsatz kommen außergewöhnliche Geräte und Werkzeuge, wie Spezialzugsägen, Wettkampfäxte und Powersägen mit bis zu 70 PS. Eurojack-Disziplinen sind Scheibensägen, Axtwerfen und auch Baumklettern. Nähere Infos unter www.eurojack.at.

PRESSEINFORMATION
Tulln, 24. April 2009

US-Delegation von Bodenexperten in Österreich
LR Pernkopf: Internationale Zusammenarbeit bei Erosionsversuchen

Im Rahmen einer internationalen Tagung besuchte am 23. April eine Delegation von US-Wissenschaftlern die Erosionsversuche der Landwirtschaftlichen Fachschulen Tulln und Hollabrunn. „Die Bodenexperten konnten sich von den bodenschonenden Bodenbearbeitungsmethoden in Niederösterreich überzeugen“, betont Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. „Ökologische Aspekte des ÖPUL-Programmes, wie Gründeckenmanagement und Minimalbodenbearbeitung, stehen dabei zunehmend im Vordergrund“, so Pernkopf. Seit 1994 werden an den Landwirtschaftlichen Fachschulen Erosionsmessstellen betrieben, die verschiedene Bodenbearbeitungssysteme miteinander vergleicht. „Erst durch die Langzeitversuche können wissenschaftliche abgesicherte Daten gewonnen werden“, informiert Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. „Durch Herbst- und Winterbegrünung kann der Humusgehalt nachhaltig gesteigert werden und CO2 wird im Boden gebunden“, so Rosner. Auf dem Gebiet der Erosionsvermeidung besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und den Gemeinden.

Nachhaltige Bodenbearbeitung durch Agrar-Umweltprogramm ÖPUL
In Österreich werden rund 450.000 Hektar als potentiell erosionsgefährdet eingestuft, was besonders auf die Topografie zurückzuführen ist. Mit dem Agrar-Umweltprogramm, dem österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL), wird eine umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen gefördert. Durch ÖPUL konnte die Ökologisierung der Bodenbearbeitung stark verbessert werden. Bodenschonende Methoden setzen sich auch deswegen immer mehr durch, weil damit die Produktionskosten gesenkt werden können. Durch eine geringere Befahrung des Bodens gibt es auch weniger Bodenverdichtung, was wiederum das Wasserspeichervermögen verbessert. Außerdem können durch die Erhöhung des Humusgehaltes bessere Erträge erzielt werden und weniger CO2 wird freigesetzt.

Lehr- und Versuchsbetriebe der Landwirtschaftlichen Fachschulen
„Die Durchführung der Erosionsversuche erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur“, erklärt Landesgüterdirektor Rosner. An den Lehr- und Versuchsbetrieben der LFS Mistelbach, Tulln und Pyhra werden verschiedene Bodenbearbeitungssysteme wissenschaftlich geprüft. Neben der konventionellen Bearbeitung mit Grubber und Pflug, werden Gründeckenpflanzen mit anschließender Mulch- und Direktsaat getestet. Ebenso gibt es Versuche mit Minimalbodenbearbeitung und Flächen, wo keine Bodenbearbeitung durchgeführt wird. Die Versuchsergebnisse zeigen sehr deutlich, dass sich durch Begrünung und fachlich richtiger Bearbeitung die Erosion deutlich verringer und die Erträge nachhaltig gesichert werden können.
PRESSEINFORMATION
Ottenschlag/Tulln, 22. April 2009

So schmeckt Niederösterreich:
Hauswirtschafts-Cup der Landwirtschaftlichen Schulen Österreichs
Schülerinnen der LFS Rotholz und der Agrar-HAK Althofen siegen

Am 21. und 22. April 2009 fand an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag der österreichweite Hauswirtschafts-Cup für Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Schulen statt. Insgesamt waren acht Teams der Landwirtschaftlichen Fachschulen und fünf Teams der Höheren Lehranstalten am Start und stellten ihre Kompetenz in Sachen Hauswirtschaft unter Beweis. „Mit der Durchführung des Wettbewerbes soll der Stellenwert der hauswirtschaftlichen Bildung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden“, betonte Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. „Schülerinnen und Lehrerinnen haben besondere Kreativität bei der Speisenauswahl und dem Tischschmuck bewiesen“, so Hirsch. Im Teilnehmerfeld der Fachschulen gab es zwei erste Plätze bei der Gesamtwertung: Birgit Aigner und Catherina Bamberger von der LFS Rotholz (Tirol) siegten vor Nicole Waldherr von der LFS Sooß (NÖ). Bei den Höheren Lehranstalten siegte Michaela Schrottenbacher vor Eva-Maria Schöffmann, beide von der Agrar-HAK Althofen (Kärnten), und den dritten Platz belegte Julia Wakonig von der HBLA Pitzelstätten (Kärnten). Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch und Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn übereichten feierlich die Preise. Die Jury zeigte sich vom vielseitigen Know-how und den professionellen Kochkünsten der Schülerinnen beeindruckt. Ehrengäste bei der Preisverleihung waren Landtagsabgeordneter Franz Mold, Bundesrätin Martina Diesner-Wais, LK-Vizepräsidentin Theresia Mayer, Bezirkshauptmann Dr. Michael Widermann und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. Direktorin Ing. Agnes Riegler sorgte mit ihrem Lehrerteam für einen reibungslosen Ablauf des Bewerbes.

Hauswirtschaftliche Kompetenz
„Ziel des Wettbewerbes war, den Schülerinnen ein passendes Forum zu bieten, um ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten zu präsentieren“, erklärten die Organisatorinnen Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch, Ing. Rosina Neuhold und Ing. Gerti Schweiger. „Der Wettbewerb gliederte sich in einen Team- und einen Einzelbewerb“, informiert Hirsch. Es wurden praktische Aufgaben, wie die Planung einer Veranstaltung und die Zubereitung eines Menüs gestellt. Aber auch ein Wissenstest war zu absolvieren. Beim Kochen wurde besonders auf eine kreative Küche und die Verwendung von regionalen sowie saisonalen Nahrungsmitteln geachtet. Insgesamt waren umfassende und komplexe Aufgaben des Haushaltes zu lösen. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Palette der Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft sind. In Zeiten, wo Ressourcen knapper werden gewinnt die hauswirtschaftliche Bildung an Bedeutung und Managementkompetenzen werden wichtiger.

Großes Teilnehmerfeld
Folgende Landwirtschaftlichen Fachschulen nahmen teil: LFS Eberndorf (Kärnten), LFS Gießhübl (NÖ), LFS Großlobming (Steiermark), LFS Kleinraming (OÖ), LFS Kleßheim (Salzburg), LFS Neusiedl/See (Burgenland), LFS Rotholz (Tirol) und LFS Sooß (NÖ). Teilnehmer bei den Höheren Schulen: Agrar-HAK Althofen (Kärnten), HLA Eggenberg (Steiermark), HBLA Elmberg (OÖ), HLFS Pitzelstätten (Kärnten) und HBLA Sitzenberg (NÖ).
Der Jury gehörten Schulinspektorinnen, Direktorinnen und Fachlehrerinnen der teilnehmenden Schulen an. Der Hauswirtschafts-Cup, der bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, ist durch die Initiative von Ministerialrätin Dr. Gertraud Pichler ins Leben gerufen worden. Der nächste Wettbewerb wird in Oberösterreich statt finden.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ durchgeführt. Sponsoren des Hauswirtschafts-Cups waren: Berglandmilch, Fleischerei Gruber, Koch- & Backjournal, LAKO, NÖ Versicherung, Raiffeisenkasse Ottenschlag-Martinsberg, Sonnentor, Stocker Verlag, Bäckerei Straub, Trauner Verlag, Wagner Schulmilch, Waldland und Wiberg.

Wertung Teambewerb „Veranstaltungsplanung“ der Fachschulen
1. LFS Rotholz (Birgit Aigner, Catherina Bamberger und Katharina Prader)
2. LFS Sooß (Julia Haas, Barbara Gundacker und Nicole Waldherr)
3. LFS Gießhübl (Anna Nadlinger, Sabriana Furtlehner und Carina-Anna Maier)

Wertung Teambewerb „Veranstaltungsplanung“ der Höheren Schulen
1. HBLA Elmberg (Andrea Schachermayer, Judith Roidinger und Marlene Schausberger)
2. HLFS Pitzelstätten (Julia Wakonig, Andrea Strauß und Silvia Kogler)
3. Agrar-HAK Althofen (Alexandra Kranger, Eva-Maria Schöffmann und Michaela Schrottenbacher)
Presseinformation
Tulln, 25. März 2009

Film „Besser leben mit weniger Energie“
LR Pernkopf und LR Heuras: Energie effizient nutzen

„Der Film „Besser leben mit weniger Energie“ zeigt den effizienten Umgang mit Energie und gibt nützliche Tipps zum Energiesparen“, erklärten die beiden Landesräte Dr. Stephan Pernkopf und Mag. Johann Heuras bei der Filmpräsentation. Je weniger Energie für die gleiche Leistung benötigt wird, desto höher ist die Energieeffizienz. Durch welche Maßnahmen dies möglich ist, zeigt der Film mit anschaulichen Beispielen und gibt leicht anwendbare Energiespartipps. So werden fast 90 Prozent des Energieverbrauchs eines privaten Haushalts für Heizung und Warmwasser verwendet. Am meisten Energie kann also durch besser gedämmte Altbauten und durch innovative Konzepte für Neubauten gespart werden. Im Durchschnitt lässt sich der Energiebedarf bei Altbauten um rund 50 Prozent verringern. Beim Strom kann bei den Geräten zum Kühlen, Gefrieren, Waschen und Trocknen am meisten gespart werden.
Produktionsleiter DI Bernhard Nindl hat in Zusammenarbeit mit der Energieberatung NÖ, LandImpulse Österreich und der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) den Film hergestellt. Das Filmteam von Stanzl media zeichnet für die technische Umsetzung verantwortlich.

Steigerung der Energieeffizienz im Haushalt
Rund drei Viertel des Energieverbrauchs eines Haushalts macht die Raumwärme aus, von der bei schlechter Wäremedämmung ein Großteil durch Wände, Fenster, Dach, Türen oder den Fußboden verschwindet. Auch alte Heizkessel sowie überdimensionierte, falsch eingestellte und ineffiziente Umwälzpumpen treiben den Strom- und Wärmeverbrauch in die Höhe. Rund 5,5 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushaltes entfallen auf den Strom für Elektromotoren - etwa für Wasch- und Spülmaschinen, Kühl- und Gefrierschränken und Lüftern. 1,5 Prozent gehen auf das Konto von Licht und Lampen.
Aber letztlich ist die umweltfreundlichste Energie jene, die gar nicht erst verbraucht wird. Doch der Trend weist in die entgegen gesetzte Richtung: Nach wie vor steigt etwa der Stromverbrauch in Österreich um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr an. Die Folge: Heute wird um fast 50 Prozent mehr elektrischer Strom verbraucht als 1990. Eine Trendumkehr zeichnet sich derzeit nicht ab, jedoch kann jeder durch gezielte Maßnahmen die Energie effizienter nutzen - der „Energiefilm“ gibt dabei wertvolle Tipps. Bereiche wie Wohnen, Mobilität, Strom im Haushalt, Ernährung, Konsum und Lebensstil werden dabei eingehend beleuchtet.
Nähere Informationen zum Thema Energiesparen in Niederösterreich unter der Energie-Hotline 02742/221 44 und in Wien unter der Service-Hotline 01/ 803 32 32. Infos unter www.energieberatung-noe.at.

Film-Bestellung
Der Film „Besser leben mit weniger Energie“ ist zum Preis von € 12,- bei der Energieberatung NÖ, Telefon: 02742/221 44, E-Mail: office@energieberatung-noe.at zu bestellen. Der 15-minütige Film zeigt nützliche Tipps, um die Energiekosten niedrig zu halten sowie CO2 zu sparen und dennoch nichts von der Lebensqualität einzubüßen.
Presseinformation
Ottenschlag/Tulln, 6. März 2009

Landwirtschaftliche Fachschule Ottenschlag:
FARM-Symposium „Touristen aus dem Osten: neue Märkte Â� neue Chancen“

Experten aus der Tourismusbranche diskutierten am 6. März an der Landwirtschaftlichen Fachschule Ottenschlag über neue Trends des Tourismus in Österreich. „Die Chancen für den heimischen Tourismus liegen zu einem Großteil im Osten. Vor allem im Winter profitiert Österreich von Gästen aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Polen und Russland. Daneben ist auch der Städtebesuch ein häufiges Motiv für einen Urlaub in Österreich“, analysierte Direktorin Ing. Agnes Karpf-Riegler beim Symposium. „Landwirtschaft und Wirtschaft müssen verstärkt kooperieren, damit langfristig der bäuerliche Tourismus erfolgreich ist“, betonte Landtagsabgeordneter Karl Moser. Auch wenn die derzeitige Wirtschaftskrise den Tourismus etwas bremst, so werden die Gäste aus dem Osten auch künftig an Bedeutung gewinnen, so der Tenor der Tourismusexperten.

Mehr Gäste aus dem Osten
„Die höchsten Zuwächse können wir bei Gästen aus Tschechien verzeichnen, gefolgt von Ungarn und Polen“, betonte Mag. Hans Embacher, Geschäftsführer von „Urlaub am Bauernhof“. „Besonders die östlichen Bundesländer in Österreich profitieren von den Ost-Touristen, weil sie schnell erreichbar sind und über attraktive Angebote verfügen“, so Embacher. Betrachtet man österreichweit den Bereich „Urlaub am Bauernhof“, so dominieren mit 60 Prozent die Gäste aus Deutschland, gefolgt von 30 Prozent Touristen aus Österreich und fünf Prozent Niederländern. Die restlichen fünf Prozent verteilen sich auf verschiedene Nationalitäten, wobei die Länder aus dem Osten mittlerweile zweistellige Zuwachsraten in der Nächtigungsstatistik verzeichnen können.

Internet wichtig für Urlaubsplanung
„Seit fünf Jahren haben wir mehr Gäste aus Ungarn und der Slowakei als aus Österreich“, erklärte Sabine Schenner, Vermieterin vom „Bodenhof“ in Wienerbruck im Alpenvorland. „Der Trend zu mehr Gästen aus den östlichen Nachbarländern hält ungebrochen an, auch im Sommer kommen vermehrt ausländische Gäste aus dem Osten“, so Schenner. Wobei die Gäste meist der so genannten A-Schicht, wie Ärzte, Manager und Akademiker, angehören und über ein höheres Einkommen verfügen. Das Internet ist auch bei „Urlaub am Bauernhof“ das wichtigste Medium für die Gäste Â� ca. 80 Prozent der Buchungen werden per E-Mail gemacht, erläuterte Schenner. Hans Schweiger, Obmann „Urlaub am Bauernhof Steiermark“, berichtete, dass im Ennstal bereits 15 Prozent der Gäste aus dem Osten kommen.
Markus Hann, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, verwies auf den Aufbau von Tourismus-Kooperationen mit Tschechien. „Im Waldviertel ist der Ausflugstourismus aus dem Osten sehr stark vertreten. Der Wellnesstourismus steckt hingegen noch in den Kinderschuhen, wird aber gut angenommen“, betonte Tourismusexperte Hann. Am Nachmittag wurde das Kurzentrum Bad Traunstein besichtigt.
PRESSEINFORMATION
Poysdorf/Tulln, 5. März 2009

So schmeckt Niederösterreich:
Hauswirtschafts-Cup der Landwirtschaftlichen Fachschulen:
Team der LFS Gießhübl siegt vor LFS Sooß und LFS Warth

Am 5. März 2009 fand an der Fachschule Poysdorf der zweite niederösterreichweite Hauswirtschafts-Cup für Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen statt. Sieben Teams aus den Schulen Gießhübl, Hollabrunn, Ottenschlag, Sooß, Unterleiten, Warth und Zwettl waren am Start und stellten ihre Kompetenz in Sachen Hauswirtschaft unter Beweis. „Mit der Durchführung des Wettbewerbes soll der Stellenwert der hauswirtschaftlichen Bildung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden“, betont Regierungsrätin Ing. Theresia Hirsch. Das Team der Fachschule Gießhübl siegte vor dem Team der Fachschule Sooß. Dritte wurden die Schülerinnen der LFS Warth. Die Teams aus Gießhübl und Sooß werden am 21. April beim österreichweiten Hauswirtschaftswettbewerb in Ottenschlag starten. Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich überreichten feierlich die Preise. „Schülerinnen und Lehrerinnen haben besondere Kreativität bei der Speisenauswahl und dem Tischschmuck bewiesen“, erklärte Direktor DI Martin Faber. Die Jury zeigte sich vom vielseitigen Know-how und den professionellen Kochkünsten der Schülerinnen beeindruckt. Ehrengäste bei der Preisverleihung waren Kammerobmann Ökonomierat Johann Fally, Bezirksbäuerin Ökonomierätin Maria Kaller, Schulstadtrat Karl Leiser und die Obfrau des Absolventenverbandes Maria Girsch.

Hauswirtschaftliche Kompetenz
„Ziel des Wettbewerbes war, den Schülerinnen ein passendes Forum zu bieten, um ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten zu präsentieren“, erklärten Ing. Gerti Schweiger und Ing. Rosina Neuhold, Organisatorinnen der Veranstaltung. „Der Wettbewerb gliederte sich in einen Team- und einen Einzelbewerb“, informiert Neuhold. Es wurden praktische Aufgaben, wie die Planung einer Veranstaltung und die Zubereitung eines Menüs gestellt. Aber auch ein Wissenstest war zu absolvieren. Beim Kochen wurde besonders auf eine kreative Küche und die Verwendung von regionalen sowie saisonalen Nahrungsmitteln geachtet. Insgesamt waren umfassende und komplexe Aufgaben des Haushaltes zu lösen. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Palette der Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft sind. In Zeiten, wo Ressourcen knapper werden gewinnt hauswirtschaftliche Bildung an Bedeutung und Managementkompetenzen werden wichtiger.
Die Jury bestand aus der Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch, Ing. Veronika Haas, HLFS Sitzenberg, Ing. Gerti Schweiger, Ing. Rosina Neuhold, Sylvia Heissenberger, Ingrid Zehetbauer, Andrea Marchart, Petra Fuchs, Heidelore Kögler, Ing. Walter Haselberger und LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ statt.

Gesamtwertung des Hauswirtschafts-Cups
1. LFS Gießhübl (Anna Nadlinger, Sabriana Furtlehner und Carina-Anna Maier)
2. LFS Sooß (Julia Haas, Barbara Gundacker und Nicole Waldherr)
3. LFS Warth (Elisabeth Hecher, Bettina Handler und Melanie Rodler)

Sieger der Einzelbewerbe
Küchenführung: Anna Nadlinger, LFS Gießhübl
Schriftliche Aufgaben (Wissenstest): Gerlinde Simetzberger, LFS Unterleiten
Fertigkeitenstraße: Sabriana Furtlehner, LFS Gießhübl
Erkennungstraße: Bernadette Klem, LFS Ottenschlag

Sieger des Teambewerbs
LFS Gießhübl (Anna Nadlinger, Sabriana Furtlehner und Carina-Anna Maier)
PRESSEMITTEILUNG
Tulln/Warth, 4. März 2009

Landwirtschaftliche Koordinationsstelle sponsert Recycling-Schneeschieber
Landesrat Johann Heuras: Fachschulen unterstützen Sozialprojekt

Landesrat Mag. Johann Heuras überreichte an die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich Recycling-Schneeschieber, die von dem Sozialprojekt „Emmaus Lilienfeld“ hergestellt wurden. „Die Schulen unterstützen damit eine Initiative, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen hilft“, erklärte Landesrat Heuras. „Bei dieser Aktion geht es darum, Umweltschutz und Bewusstseinsbildung mit der sozialen Verantwortung für die Menschen zu kombinieren, Tätigkeiten und Produkte zu finden, die eine wirtschaftlich tragfähige Basis für sinnvolle Arbeit schaffen", betonte der Bildungslandesrat. Die Schneeschieber wurden von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) gesponsert. Alle Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich sind mit einem Set an Schneeschiebern ausgerüstet worden. Die stellvertretende Übergabe für alle Fachschulen fand an der LFS Warth am 4. März statt.

Sozialprojekt „Emmaus Lilienfeld“
Die Emmaus-Gemeinschaft in Lilienfeld hat sich auf die Verwertung ausgedienter Kunststoff-Mülltonnen spezialisiert. In einem Projekt mit den NÖ Abfallverbänden wurden bereits über 10.000 „Recycling-Schneeschieber“ nach einem europaweiten Patent hergestellt. Montiert und verschickt werden die Qualitäts-Schneeschieber beim Jugendbeschäftigungsprojekt „AVM“ in St. Valentin. Weitere Informationen zum Produkt auf www.recyclingschneeschieber.at und www.emmaus-lilienfeld.at .
Das Sozialprojekt „Emmaus Lilienfeld“ begleitet Menschen, die in schwierige Situationen geraten sind. Diese Personen können hier arbeiten und wohnen bis sie es schaffen, wieder auf eigenen Füßen im Leben zu stehen. Die Emmaus-Gemeinschaft Lilienfeld kommt gänzlich ohne Förderungen aus.

Presseinformation
Tulln, 19. Februar 2009

Landwirtschaftliche Fachschulen:
Tagung „Ernährungstrends und die 5-Elemente-Küche“

Am 19. Februar 2009 wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach die Tagung „Ernährungstrends und die 5-Elemente-Küche“ abgehalten. „Die Fachveranstaltung analysierte die großen Veränderungen im Essverhalten und zeigte Konsumtrends im Zeitalter der Globalisierung auf“, betont Organisatorin Ing. Rosina Neuhold. „Weltweit gibt es zwei Schwerpunkte im Ernährungsbereich: Zum einen geht es um Geschmack, Gesundheit und Nährwert, zum anderen um Komfort und praktischen Nutzen.“ Vorträge gab es bei der Tagung von der Ernährungswissenschafterin Dr. Claudia Nichterl zum Thema „TCM und 5-Elemente-Küche“ und von der AMA-Marktforscherin Mag. Barbara Köcher-Schulz zu den Ernährungstrends. Auch ein Koch-Workshop wurde abgehalten.

Essen zum Wohlfühlen
„Ein wesentlicher Punkt der 5-Elemente-Küche ist eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln der Saison zu erzielen“, informierte Dr. Claudia Nichterl, Autorin und Ernährungsberaterin der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). „Den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser werden Lebensmittel zugeordnet, die in unterschiedlicher Form den Körper beeinflussen“, so Nichterl. Die „5-Elemente-Küche“ stützt sich im Wesentlichen auf zwei Säulen: „Einerseits ist es die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln, die genutzt werden soll Â� kalt, erfrischend, neutral, wärmend bis heiß. Andererseits sind es die fünf Elemente, also fünf Geschmacksrichtungen, die auch therapeutisch eingesetzt werden können.“ Dies ist auch die Begründung dafür, dass unser Körper je nach Jahreszeit andere Nahrungsmittel verlangt. So hat ein intakter Organismus im Hochsommer wenig Lust auf Rotkraut oder gebratene Ente, Tomaten und Mozzarella hingegen sind heiß begehrt.
In Asien werden Lebensmittel sehr bewusst eingesetzt um körperliches Wohlbefinden und Gesundheit zu erhalten. Im Westen gibt es ein wieder aufkeimendes Bewusstsein für die Kraft und Wirkung von Lebensmitteln. Das Buch „Rezepte der 5-Elemente-Küche“ verbindet die Prinzipien der „5-Elemente-Küche“ mit der Verarbeitung heimischer Zutaten. Im Mittelpunkt stehen einfache und schmackhafte Rezepte aus regionalen und saisonalen Zutaten, die man ohne großen Aufwand nachkochen kann.

Lokale und globale Ernährungstrends
Über das Konsumverhalten der österreichischen Verbraucher referierte Mag. Barbara Köcher-Schulz, Marktforscherin von Agrarmarkt Austria. „In den westlichen Ländern mit mehr Wohlstand ist der Trend zu Lebensmitteln mit Zusatznutzen, so genannten „Functional Food“, festzustellen“, erklärte Köcher-Schulz. „In den Schwellen- und Entwicklungsländern besteht das Bedürfnis nach billigem Zugang zu gesunden sowie nährstoffreichen Lebensmitteln. So herrscht in China eine ungebrochen starke Nachfrage nach Milch und Milchprodukten, wie Joghurt, sowie vorgefertigter Babynahrung.“ Weltweit steigt auch der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten, frische Fertigsalate, frische Kräuter und Gewürze sowie Tiefkühlkost.
Bei den Faktoren für die Kaufentscheidung von Lebensmitteln ist in Österreich neben der Herkunft und der Qualität auch der Preis bzw. Sonderangebote besonders wichtig. Die monatlichen Ausgaben für Ernährung betragen nur mehr 13 Prozent des Haushaltseinkommens und werden auch weiterhin sinken. Durch die Finanzkrise verzeichnen die Diskonter große Zuwächse, die auf Kosten der Supermärkte gehen. Ein Trend zum preisbewussten Einkauf lässt sich deutlich feststellen.


Presseinformation
Tulln, 18. Februar 2009

„go-Schulwettbewerb“: Ideen für die Landwirtschaft von morgen
LR Dr. Petra Bohuslav: Auszeichnung innovativer Schulprojekte

Im Rahmen einer Festveranstaltung wurden am 18. Februar in Tulln die Sieger des niederösterreichweiten „go-Schulwettbewerbs“ von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav gekürt. „Alle SchülerInnen aus Niederösterreich im Alter von 14 bis 19 Jahren waren zu diesem Wettbewerb eingeladen, um ihre Ideen und Visionen für die Landwirtschaft von morgen einzubringen“, informierte die Bildungslandesrätin. „Die eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie zeitgemäße Pädagogik an unseren Schulen von LehrerInnen und SchülerInnen praktisch umgesetzt wird“, betonte Landesrätin Bohuslav. „Mit der Auszeichnung von kreativen und innovativen Projekten von Jugendlichen wird der Startschuss für die österreichweite Zukunftsdiskussion „Die Grüne Offensive Â� Unser Weg für eine starke Landwirtschaft“ gegeben“, erklärte Abteilungsleiter HR Dr. Friedrich Krenn.

Projekt der LFS Poysdorf siegt
„Unter den 40 eingereichten Projekten kürte die Fachjury die Teamarbeit des 2. Jahrganges der Landwirtschaftlichen Fachschule Poysdorf zum Sieger“, informierte Organisatorin Mag. Veronika Prochaska. Beim Schulprojekt „Zur Tafel bitte“ sollen auf den Stützen eines Schiliftes Schilder mit Texten, die auf die bäuerlichen Leistungen hinweisen, angebracht werden. Das Preisgeld für den ersten Platz beträgt € 1000,-. Der zweite Platz ist mit € 600,- dotiert und ging an die HAK Krems mit dem Projekt „Genuss pur Â� der Spaß mit der Natur“, wo es um eine Kooperation zwischen der Landwirtschaft und der Hotels geht. Den dritten Platz teilen sich die Fachschulen Tullnerbach mit „Der Hof und Garten als Therapieangebot“ und die LFS Tulln mit dem Projekt „Jedem sein Windrad“. Die beiden Fachschulen erhalten jeweils € 400,-. Das Siegerprojekt nimmt beim bundesweiten „go-Wettbewerb“ teil. Infos unter www.godiegrueneoffensive.at .

Raiffeisen sponsert Schulprojekte
Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch die Sponsorchecks der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien an Projekte der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen überreicht. „Wir unterstützen Projekte, die aus den laufenden Budgets der Schulen nicht zu finanzieren sind“, informierte Prokurist Mag. Wolfgang Pundy von Raiffeisen. „Mit unserem Sponsoring von € 18.000 pro Jahr möchten wir Verantwortung im Bildungsbereich übernehmen“, so Pundy. Gesponserte Initiativen sind etwa das Projekt „Coole Schule“, das offene Lernen, der Aufbau von Schulbibliotheken und internationale Projekte.

UNESCO-Auszeichnung für LAKO-Kreativpreis-Projekte
Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) wurde für die Durchführung des LAKO-Kreativpreises von der UNESCO-Kommission als UN-Dekadenprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. „Jene Schulprojekte, die beim LAKO-Kreativpreis teilgenommen haben, werden mit UNESCO-Urkunden ausgezeichnet“, erklärte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich. „Die Anforderungen an die österreichischen Dekaden-Projekte sind, dass sie die Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort umsetzen“, so Grulich. „Die Auszeichnung ist für uns ein wichtiges Zeichen gemeinsam mit den Landwirtschaftlichen Fachschulen auf dem richtigen Weg zu sein und innovative Schulprojekte zu fördern“, betonte Grulich.
Die Veranstaltung wurde von der Bläsergruppe der LFS Hohenlehen und der LFS Pyhra unter der Leitung von Direktor Ing. Franz Fidler und DI Josef Schnabl musikalisch umrahmt.
Presseinformation
Edelhof/Zwettl, 30. Jänner 2009

Landwirtschaftliche Fachschulen Zwettl und Edelhof:
FARM-Symposium „Ernährung und Bewegung“

An den Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof und Zwettl fand am 30. Jänner 2009 das Symposium „Ernährung und Bewegung“ statt, an dem rund 250 Personen teilnahmen. In Fachvorträgen und Workshops wurden Themen wie das Essverhalten und die Essstörungen ebenso unter die Lupe genommen wie die sportliche Betätigung. „Beim Symposium zeigten ExpertInnen den positiven Zusammenhang von ausgewogener Ernährung und Bewegung auf“, erklärten Direktorin Ing. Erna Stiermaier und Direktor DI Franz Breiteneder. „Gerade vor dem Hintergrund, dass weltweit der Anteil übergewichtiger Jugendlicher ständig steigt, kommt dieser Informationsveranstaltung für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen eine besondere Bedeutung zu“, so die Direktoren. Landtagsabgeordneter Franz Mold verwies auf den Wechselwirkung von Ernährung und Umwelt: „Die Verwendung regionaler Lebensmittel hilft ganz entscheiden die CO2-Bilanz zu bessern.“

Förderung eines gesunden Lebensstils
Dr. Werner Schwarz, Dozent am Institut für Sportwissenschaften der Universität Wien, plädierte in seinem Vortrag für einen aktiven Lebensstil und eine positive Einstellung zur Bewegung. „Bereits ein Viertel der Jugendlichen in Österreich ist übergewichtig und acht Prozent sind fettleibig, wobei die Burschen deutlich vor den Mädchen liegen“, informierte Sportarzt Schwarz. Von der Magersucht sind hingegen die Mädchen wesentlich stärker betroffen. Diäten sind meist der falsche Weg, um abzunehmen. Die Ernährungswissenschaft setzt heute vielmehr auf vorbeugende Maßnahmen, die auf spielerischem Weg motivieren - ohne Verbote und Verzichtsappelle. Zentrale Aufgabe ist daher die Förderung eines gesunden Lebensstils, der ausgewogene Ernährung und viel Bewegung, aber auch Genuss und Entspannung.

Richtiges Essverhalten
Den Themenbereich „Essverhalten und Essstörungen“ beleuchtete Mag. Karin Lobner, Ernährungswissenschafterin und Psychotherapeutin, in ihrem Vortag. „Die Grundsteine für ein gesundes Essverhalten werden bereits beim Kleinkind gelegt“, erklärte Ernährungsexpertin Lobner. Für Kinder ist das Kochen lernen sehr wichtig, weil sie dadurch eine positive Einstellung zur richtigen Ernährung bekommen. Auch das gemeinsame Essen in der Familie ist für Kinder von großer Bedeutung, weil so die Ernährung einen besonderen Stellenwert erhält und Kommunikation gepflegt werden kann. Bei Essstörungen verwies Ernährungswissenschafterin Lobner auf professionelle Beratung. Hilfreiche Adressen im Internet sind www.intakt.at und www.essstoerungshotline.at .
Dipl.-Päd. Petra Nemec, „die umweltberatung“, informierte über den Zusammenhang von Ernährung und Umweltschutz. „Die Produktion von Lebensmitteln hat direkte Auswirkungen auf den Boden, die Meere sowie die Tier- und Pflanzenwelt“, sagte Nemec. Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit sollen künftig mehr Bedeutung erlangen. Abschließend gab es Workshops zu Fitness und Bewegung. Die Veranstaltung wurde von Christa Ruspeckhofer, „die umweltberatung“, moderiert.

Das nächste FARM-Symposium findet am Freitag, 6. März 2009 an der LFS Ottenschlag zum Themenbereich „Touristen aus dem Osten“ statt. Nähere Informationen: www.lako.at.

Infostände der Veranstalter:
LFS Edelhof
LFS Zwettl
Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung - LAKO
Land-Impulse
So schmeckt Niederösterreich
„die umweltberatung“
Gesünder Leben in NÖ Â� tut gut
Natur im Garten
PRESSEINFORMATION
Pyhra/Tulln, 8. Jänner 2009

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav:
Bilanz und Zukunftsperspektiven der landwirtschaftlichen Bildung in NÖ

Pyhra, 8. Jänner 2009: Landesrätin Dr. Petra Bohuslav zog bei der Pressekonferenz an der LFS Pyhra eine positive Bilanz der landwirtschaftlichen Bildung in Niederösterreich. „Die Landwirtschaftlichen Fachschulen konnten sich als Bildungszentren im ländlichen Raum etablieren und bieten zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeiten an“, informierte Landesrätin Bohuslav. „Ab kommenden Schuljahr werden die drei neuen Ausbildungsschwerpunkte Lebensmitteltechnik, Haustierhaltung und Heizungstechnik angeboten“, so Bohuslav. Moderne Unterrichtsformen wie das authentische Lernen und die Initiative „Coole Schule“ unterstreichen die hohe pädagogische Kompetenz der Landwirtschaftsschulen. Die vielfältigen Berufsabschlüsse und die praxisorientierte Ausbildung sind die entscheidenden Gründe für die steigenden Schülerzahlen an den Fachschulen. Im Rahmen der Pressekonferenz wurde eine Broschüre präsentiert, die das gesamte Ausbildungsangebot des Landwirtschaftlichen Schulwesens darstellt und kostenlos unter der Telefonnummer 02272/9005-16619 bzw. E-Mail: post.lf2@noel.gv.at bestellt werden kann.

Bilanz Schulentwicklung
Während in vielen Bereichen die Schülerzahlen rückläufig sind, können sich die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich über eine Zunahme der Schülerinnen freuen. „Die Schülerzahlen für das Schuljahr 2008/2009 liegen bei 3.364 SchülerInnen. Damit wird der bisherige Höchststand an SchülerInnen aus dem Schuljahr 1990/1991 um 78 SchülerInnen übertroffen“, betonte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. „Ausgehend vom Jahr 2000 bedeutet das eine Steigerung von mehr als 46 Prozent“, so Krenn.

Neue Schulschwerpunkte an Landwirtschaftlichen Fachschulen
Mit der neuen Ausbildungssparte „Haustierhaltung“ der LFS Hollabrunn werden Jugendliche aus dem landwirtschaftlichen Bereich angesprochen, die gerne mit Tieren arbeiten und schon Vorkenntnisse im Umgang mit Haustieren mitbringen. Das fachliche Know-how wird in Unterrichtsfächern wie Veterinärkunde, Haustierpflege, Aquaristik, Terraristik, Tierschutz vermittelt, wobei intensiv mit Tierärzten und einschlägigen Organisationen zusammengearbeitet wird
Die neue Fachrichtung „Heizungstechnik“, die an der LFS Tulln angeboten werden soll, trägt der großen Nachfrage nach umweltfreundlichem und energiesparendem Heizen Rechnung. Moderne Heizungstechnik braucht Fachleute für Geräte und Systeme, die mit alternativer Energie betrieben werden.
An der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra soll die Fachrichtung „Lebensmitteltechnik“, deren Schwerpunkte die Sicherstellung der Produktqualität ist, etabliert werden. Die Ausbildung berücksichtigt besonders die einschlägigen Sicherheits- und Hygienevorschriften, Normen sowie Umweltstandards. Ein Großteil des praktischen Unterrichts wird im schuleigenen Verarbeitungsbetrieb und in der Milchverarbeitung mit Käserei durchgeführt.
Die Ausbildung der drei neuen Fachrichtungen besteht aus drei Jahren Landwirtschaftlicher Fachschule und einem einjährigen Praktikum wobei in den Bereichen Heizungstechnik und Lebensmitteltechnik mit den einschlägigen Berufsschulen zusammengearbeitet werden soll.

Investitionen in das Bildungssystem
Durch die Umsetzung des „Schulschwerpunktkonzeptes“ ist es gelungen viele moderne und zeitgemäße Ausbildungseinrichtungen zu schaffen. Das Kompetenzzentrum für Schweinezucht in Gießhübl, das Milchwirtschaftszentrum Pyhra oder das Rinderzuchtzentrum Warth sind so zu wichtigen Impulsgebern in ihrem Fachgebiet geworden. Neue Internatsbauten in Unterleiten und am Edelhof, Generalsanierungen in Hohenlehen und Mistelbach sowie viele kleine Investitionen in die Schulinfrastruktur haben wesentlich zur Attraktivitätssteigerung der Schulen beigetragen.
In nächster Zeit ist die Errichtung eines Weinbaukompetenzzentrums in Krems, einer Lehrwerkstätte „Biomasse“ in Tulln sowie die Generalsanierung der LFS Tullnerbach verbunden mit der Schaffung eines pferdewirtschaftlichen Zentrums geplant. Größere Sanierungsvorhaben sind auch an den Standorten Edelhof, Gießhübl, Hohenlehen, Sooß und Warth in Planung.

Landwirtschaftlichen Fachschulen:
Praxisorientierte Ausbildung - mit Verstand fürs Land
An den 18 Landwirtschaftlichen Fachschulen und zwei Berufsschulen in Niederösterreich wird eine zeitgemäße und vernetzte Ausbildung angeboten. Die Ausbildung beginnt mit dem 9. Schuljahr und dauert wahlweise drei bis vier Jahre. Neben den klassischen Fachrichtungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft werden auch noch Gartenbau, Pferdewirtschaft sowie Weinbau als eigene Fachrichtungen geführt.
Im agrarischen Bereich gibt es verschiedene Schulschwerpunkte, die von Ackerbau über Agrarhandel und Rinderzucht reichen. Im Hauswirtschaftsbereich werden die Schwerpunkt Eco-Design, Tourismus und Soziale Dienste mit den Ausbildungen zum/r Heimhelfer/in, KinderbetreuerIn, Tagesvater/mutter, Bürofachkraft für den medizinischen Bereich angeboten. Anschließend bestehen für die AbsolventenInnen Ausbildungsmöglichkeiten zum/r Betriebs- und Dorfhelfer/in sowie im Bereich der Altendienste und Pflegehilfe. Auch der Lehrabschluss Betriebsdienstleistung kann erworben werden.
Die angebotene „Mehrberufliche Ausbildung“, die für alle Absolventen/innen einer dreijährigen Fachschule offen steht, führt innerhalb eines Jahres zur Lehrabschlussprüfung in einem der folgenden Berufe: IT-Technik, Metallbearbeitung, Zimmerei, Tischlerei oder Vermessungstechnik (zweijährig).
Der spezielle Berufsreifeprüfungslehrgang für Fachschulabsolvent/innen ermöglicht den Zugang zu allen Angeboten der Fachhochschulen und Universitäten.
Infos: www.farmschulen.at

Broschürenbestellung
Die Broschüre „Ausbildungsangebote der Landwirtschaftlichen Fachschulen in NÖ“ ist kostenlos bei der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung, Frauentorengasse 72-74, 3430 Tulln, zu bestellen. Telefon: 02272/9005-16619; E-Mail: post.lf2@noel.gv.at .

PRESSEINFORMATION
Hollabrunn/Tulln, 17. Dezember 2008

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav präsentiert:
- Neuer Schulschwerpunkt Haustierhaltung
- Offenes Bildungssystem durch Berufsreifeprüfung

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav präsentierte am 17. Dezember an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn den neuen Schulschwerpunkt Haustierhaltung. „Mit dieser neuen Berufsausbildung erweitern die Landwirtschaftlichen Fachschulen ihr Bildungsangebot und kommen der großen Nachfrage an qualifizierten Fachkräften in der Haustierhaltung nach“, betonte Landesrätin Bohuslav. „Die SchülerInnen lernen hier den artgerechten Umgang und die fachlich richtige Pflege der Tiere. Die dreijährige Ausbildung schließt mit dem Facharbeiter für Haustierhaltung ab“, informierte Bohuslav.

Spezialisten für artgerechte Haustierhaltung
„Mit dieser neuen Ausbildungssparte sprechen wir Jugendliche aus dem landwirtschaftlichen Bereich an, die gerne mit Tieren arbeiten und schon Vorkenntnisse im Umgang mit Haustieren mitbringen“, sagte Direktor Ing. Rudolf Reisenberger. „Das fachliche Know-how wird in Unterrichtsfächern wie Veterinärkunde, Haustierpflege, Aquaristik, Terraristik, Tierschutz, Haustierethologie, Fütterung und Zucht vermittelt“, so Reisenberger. In den Ausbildungssparten Hunde, Katzen, Kleinnager, Amphibien, Reptilien, Fische und Vögel wird intensiv mit Tierärzten zusammengearbeitet. Den AbsolventInnen der Haustierhaltung stehen Berufsfelder wie Tierkliniken, Petshops, Tierheime, Haustierzüchtung und die Haustierzubehörindustrie offen. Die Ausbildung besteht aus drei Jahren Landwirtschaftlicher Fachschule und einem einjährigen Praktikum. Abschluss als Landwirtschaftlicher Facharbeiter mit Schwerpunkt Haustierhaltung.

Berufsreifeprüfung: erste AbsolventInnen
„An der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn wird seit einem Jahr in Zusammenarbeit mit Land-Impulse und dem Erzbischöflichen Gymnasium Hollabrunn ein einjähriger Lehrgang zur Ablegung der Berufsreifeprüfung angeboten“, erklärte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „Die ersten AbsolventInnen schlossen im Juni den Lehrgang ab und besitzen nun die Berechtigung zum Studium an Universitäten, Fachhochschulen, Akademien oder Kollegs“, betonte Friewald. Dieser Lehrgang richtet sich an AbsolventInnen von Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen.
Die Berufsreifeprüfung ist ein wichtiger Reformschritt zur Erhöhung der Durchlässigkeit des landwirtschaftlichen Bildungssystems. Sie ermöglicht Jugendlichen, die einen stärker praxisorientierten Ausbildungsweg beschreiten, gleiche Studien- und Karrierechancen wie den AbsolventInnen einer höheren Schule. Für Erwachsene bietet die Berufsreifeprüfung eine weitere Möglichkeit zur Höherqualifizierung im zweiten Bildungsweg.

Informationstag am Freitag, 27. März 2009
Eine Informationsveranstaltung findet am Freitag, 27. März 2009, um 10.00 Uhr an der LFS Hollabrunn eine Informationsveranstaltung über den Berufsreifeprüfungs- und Studienvorbereitungslehrgang statt. Interessierte können sich hier eingehend über den Lehrgang informieren und anmelden.
Anmeldeschluss für den Berufsreifeprüfungslehrgang ist Donnerstag der 30. April 2009. Die Aufnahmeprüfung findet am Freitag, 15. Mai 2009 14.00 Uhr im Erzbischöflichen Gymnasium Hollabrunn statt.

Infos und Anmeldung
Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn
Sonnleitenweg 2
2020 Hollabrunn
Telefon: 02952/2133
E-Mail: office@wein-land-schule.at
www.lfs-hollabrunn.ac.at
PRESSEMITTEILUNG
St. Pölten, 13. November 2008

Landwirtschaftliche Fachschulen in NÖ
LR Bohuslav & LR Plank: Erntedankfest und Jungweintaufe

Am 13. November fanden im Landhaus in St. Pölten das Erntedankfest der Landwirtschaftlichen Fachschulen und die Jungweintaufe statt. „Die Fachschulen wollen mit dem traditionsreichsten Fest des Bauernstandes auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Landwirtschaft aufmerksam machen“, betonten Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Landesrat DI Josef Plank. „Das Erntedankfest 2008 rückt die Bildungsarbeit der Schulen in den Mittelpunkt, die für den ländlichen Raum von großer Bedeutung ist“, erklärten Bohuslav und Plank. Die Fachschulen präsentierten ihre bäuerlichen Produkte, wie Käse, Honig und Most, und luden zu einer Schmankerlverkostung ein. Anschließend fanden die Segnung der Erntegaben und die Taufe der neuen Weine der Landesgüter durch Monsignore Karl Schrittwieser statt.

Jungweine 2008 der NÖ Landesweingüter
„Viel Arbeit gab es in diesem Vegetationsjahr für die Winzer, doch dafür wurden sie mit sehr guten Trauben belohnt“, erklärte Landesgüterdirektor DI Dr. Josef Rosner. Das Weinjahr 2008 bringt hervorragende Qualitäten mit ausgewogener Säure und eleganter Frucht. „Die Weinernte lag dieses Jahr deutlich über dem Durchschnitt, denn durch den hohen Niederschlag entwickelten sich große und saftreiche Trauben“, so Rosner. Der Jahrgang 2008 wird ganz besonders vom Winzer geprägt, wobei sein Können und Wissen von großer Bedeutung ist. Die Weißweine zeigen sich besonders fruchtig und duftig, weil sich bei der Reife viele warme Tage mit kühlen Nächten abwechselten. Die Zuckerwerte sind gegenüber den letzten Jahren etwas geringer, was leichtere Weine erwarten lässt. Bei optimaler Arbeit werden wir auch 2008 wieder ausgezeichnete Rotweine mit ansprechender Dichte vorfinden.

Traditionsreichstes Fest des Bauernstandes
„Die Landwirtschaftlichen Fachschulen wollen mit dem Erntedankfest auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern aufmerksam machen“, erklärte Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „An unseren Landwirtschaftsschulen werden die traditionellen Werte des Bauernstandes gepflegt und den SchülerInnen in einer zeitgemäßen Form vermittelt“, so Friewald. „Die Jugendlichen sind durch die agrarische Ausbildung wichtige Botschafter der heimischen Land- und Forstwirtschaft“, sagte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn bei seiner Festrede.

NÖ Landesweingüter
Auf rund 40 Hektar betreiben fünf Landwirtschaftliche Fachschulen Weinbau und können mit einem vielfältigen Sortiment aufwarten. Die besten Weine der NÖ Landesweingüter Gumpoldskirchen, Hollabrunn, Krems, Mistelbach und Retz werden unter der Premiummarke Campus vermarktet und bieten für Weinliebhaber die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs.

PRESSEMITTEILUNG
Tulln, 12. November 2008

Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung - LAKO:
Plank: 20 Jahre erfolgreiche Bildungsarbeit in NÖ

Am 12. November fand die 20-Jahres-Feier der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Bildung und Forschung Â� LAKO in Tulln statt. Landesrat Josef Plank betonte die wichtige Netzwerkfunktion und führte weiters aus: „Die LAKO als Zukunftswerkstätte konnte sich als wichtiges Bindeglied zwischen Lehre und Praxis etablieren. Gratuliere zum 20-jährigen Bestehen und wünsche weiterhin alles Gute in dieser wichtigen Netzwerkfunktion zwischen Landwirtschaft und Bildung“.
Durch die Initiative der LAKO wurde das EU-Bildungsnetzwerk EUROPEA gegründet, womit ein wichtiger Grundstein für die Durchführung internationaler Projekte im Agrarbereich gelegt wurde. „Ein weiterer Verdienst der LAKO ist die Koordination der Forschungs- und Versuchstätigkeit der Lehr- und Versuchsbetriebe der Landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen“, betonte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich.

20 Jahre: Bilanz einer Bildungsinstitution
„Im Jahr 1988 wurde die LAKO mit dem Ziel gegründet die aktuellen Entwicklungen im agrarischen Bildungs- und Forschungsbereich den Landwirtschaftlichen Fachschulen leichter zugänglich zu machen“, erklärte der ehemalige LAKO-Leiter DI Peter Schawerda. „Eine weitere zentrale Aufgabe war die Initiierung von landwirtschaftlichen Pilotprojekten, um auch den fachlichen Kontakt zu den Bauern und Bäuerinnen zu vertiefen“, so Schawerda. Als erster LAKO-Leiter sprach Direktor DI Adi Kastner von einer „Aufbruchsstimmung“, die in den ersten Jahren viele Projekte zur Durchsetzung verhalf. „Besonders erfolgreich war das Projekt „Bauernzukunft“, das sich mit der künftigen Entwicklung der Landwirtschaft in Form von Seminaren, Unterlagen und Vorträgen auseinander setzte“, sagte Kastner in seinem Rückblick. Er sprach weiters von einer besonders guten Kooperation der Landwirtschaftsschulen, dem Land Niederösterreich, der Landwirtschaftskammer und den Bauern, welche den Tätigkeitsbereich der LAKO kennzeichnet. Die Abwicklung der EU-Förderung im Landwirtschaftsbereich und die Gründung des europäischen Bildungsnetzwerkes EUROPEA zählen für den ehemaligen LAKO-Leiter Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald zu den wesentlichen Erfolgen. „Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle wird auch künftig ihre Rolle als Servicestelle im Bildungs- und Forschungsbereich wahrnehmen“, erklärte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich beim Festakt. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn bedankte sich bei den MitarbeiterInnen der LAKO für ihre Einsatzfreude und den Pioniergeist bei ihrer Tätigkeit.

LAKO - die Bildungsplattform im ländlichen Raum
Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) ist eine Servicestelle für die Bereiche landwirtschaftliche Bildung und Beratung im ländlichen Raum. Zentraler Tätigkeitsbereich ist die praxisgerechte Umsetzung von Fachwissen und neuen Erkenntnissen im Schul- und Erwachsenenbildungsbereich. Die LAKO, mit Sitz in Tulln, ist ein Teil der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Die zwölf LAKO-MitarbeiterInnen sind LehrerInnen an den Landwirtschaftlichen Fachschulen in NÖ. Als Zukunftswerkstätte für zeitgemäßes Know-how organisiert die LAKO ein breit gefächertes Bildungsangebot für SchülerInnen und LehrerInnen. Es werden auch laufend Broschüren und Unterrichtsmaterialien zu Fachthemen veröffentlicht. Als Informationsdrehscheibe im Wissensbereich arbeitet die LAKO intensiv mit internationalen Bildungseinrichtungen zusammen. Eine zusätzliche Aufgabe ist die Abwicklung von EU-Förderungen im agrarischen Bildungsbereich.
Nähere Infos unter www.lako.at .

PRESSEINFORMATION
Zwettl/Tulln, 30. Oktober 2008

LFS Edelhof: Fachtag „Wald und Holz“
Themen: Wald, Wild und Klimawandel

Am 30. Oktober 2008 wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof der Fachtag „Wald und Holz“ abgehalten, an dem rund 300 Besucher teilnahmen. Schwerpunkte der Veranstaltung waren aktuelle Themen wie „Verhütung von Wildschäden“, „Jagd-Ausbildung in NÖ“, „Wald im Zeichen des Klimawandels“ und die „Situation am Holzmarkt“. Forstdirektor DI Werner Löffler sprach von den „direkten Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf den österreichischen Holzmarkt“. „Im Bauernwald kann die Holznutzung flexibler als in Großbetrieben gestaltet werden, weil man hier den Einschlag auch etwas aufschieben kann. Außerdem benötigen kleine Sägewerke weiterhin Holz von den Waldbauern“, so Löffler. LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich plädierte für einen offenen Dialog zwischen Jagd und Forstwirtschaft: „Wald und Wild sind untrennbar miteinander verbunden und können sich harmonisch ergänzen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur echten Zusammenarbeit“. „Ein gutes Beispiel dafür sind die Landwirtschaftlichen Fachschulen, die ab diesem Schuljahr das Schwerpunktfach Jagd anbieten, das die Jagdprüfung ersetzt. Fachschulabsolventen können somit die NÖ Jagdkarte lösen“, betonte Grulich. Direktor DI Franz Breiteneder hob das große Interesse der Waldviertler Bauern an der Fachveranstaltung hervor.

Wald und Klimawandel
DI Karl Schuster, Forstabteilung der NÖ Landwirtschaftskammer, referierte zum Thema „Einfluss des Klimawandels auf den Wald“. „Die prognostizierte Erwärmung um zwei Grad bzw. vier Grad in den Alpen wird auch im Wald große Veränderungen mit sich bringen“, erklärte Schuster. So seien die Auswirkungen schon jetzt deutlich zu spüren, wie die zahlreichen Windwürfe und die rasante Zunahme der Borkenkäfer zeige. Mit der Fichte wird es in tieferen und mittleren Lagen wegen der Erwärmung und der fehlenden Niederschläge große Probleme geben. Hingegen werden die Eichen sowie die Kiefern gute Rahmenbedingungen für das Wachstum vorfinden und auch die Buche wird in höhere Regionen vordringen. Wegen der langen Produktionszeiträume im Wald sind diese Prognosen bei Wiederaufforstungen und der Waldpflege schon jetzt zu berücksichtigen.

Angespannter Holzmarkt
„Die Situation am Holzmarkt ändert sich wegen der globalen Finanzkrise ständig“, erläuterte Ing. Norbert Hüttler von der Stora Enso Timber AG. „Durch die großen Windwürfe sind die Holzlager der Sägewerke und der Holzindustrie voll. Die geringe Nachfrage drückt somit den Preis“, sagte Holzexperte Hüttler. Ebenso wirkt sich die stark gesunkene Bautätigkeit in den USA, Großbritannien, Spanien und Griechenland negativ auf den Holzmarkt aus. Lediglich in Australien und in einigen arabischen Ländern ist die Baukonjunktur auch derzeit noch steigend. Eine seriöse Prognose für die künftige Entwicklung des Holzmarktes ist aus heutiger Sicht kaum möglich.

Wald-Wild-Problematik
Oberförster Ing. Martin Exenberger berichtete über die Wildschadensverhütung in der Praxis. Für Exenberger tragen waldbauliche Maßnahmen, eine Verbesserung der Äsungssituation und waldgerechte Jagdmethoden zur Reduktion von Wildschäden im Wald bei. Das bundesweite Wildeinflussmonitoring stellte DI Florian Gruber, Abteilung Forstwirtschaft der NÖ Landesregierung, vor. „Erste Ergebnisse lassen eine Verbesserung der Wildschadenssituation erkennen, aber der Einfluss des Wildes auf den Wald ist weiterhin sehr stark“, sagte Gruber. Ing. Alois Gansterer, NÖ Landesjagdverband, stelle die Wildökoland-Aktion vor. Mit der Anlage von Hecken und der Pflanzung von fruchttragenden Bäumen sollen die Lebensräume der Wildtiere verbessert werden. Abschließend gab es Exkursionen zu Aufforstungs- und zu Wildäsungsflächen.
PRESSEINFORMATION
St. Pölten/Tulln, 18. Oktober 2008

Landwirtschaftliche Fachschulen Hochstraß und Pyhra:
Aktion „Regionale Fitmacher“ Â� So schmeckt NÖ

Am 18. Oktober 2008 wurde in St. Pölten beim Markt am Domplatz die Initiative „Regionale Fitmacher - Bäuerinnen ernähren die Welt“ durchgeführt. „Mit diesem Projekt werden die vielfältigen Leistungen der niederösterreichischen Bäuerinnen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert“, betonte Organisatorin Ing. Rosina Neuhold. „Dabei steht die die Rolle der Bäuerinnen bei der Produktion von gesunden Lebensmittel und regionalen Spezialitäten im Vordergrund“, so Neuhold. Am Stand der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra gab es selbst erzeuge Käsespezialitäten zu verkosten und die LFS Hochstraß führte ein Schaukochen von Kürbis-Schmankerln durch. Landwirt Gerhard Gatterer präsentierte seine neue Fruchtsaft-Kreation „Beerige Fitmacher“ und auch die Genussregion „Wiesenwienerwald Elsbeere“ wurde vorgestellt. Veranstalter der Aktion waren die Landwirtschaftlichen Fachschulen Hochstraß und Pyhra, die Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen St. Pölten und die Landwirtschaftskammer NÖ.

Regionalität braucht das Land
Unter dem Motto „Regionalität braucht das Land“ fand ein runder Tisch mit Landesbäuerin NR Anna Höllerer, Gebietsbäuerin Anna Bracher, NR Johann Höfinger, Direktor Ing. Franz Fidler und Ing. Rosina Neuhold statt. „Wir setzen mit unseren Ausbildungsschwerpunkten Feldbau, Milchwirtschaft und Agrarhandel ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft unserer Region“, erklärte Direktor Ing. Franz Fidler. „Diese Initiative hat auch das Ziel den direkten Kontakt zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen zu verbessern, was beim Wochenmarkt in St. Pölten auch bestens gelungen ist“, so Fidler. Den runden Tisch moderierte Christine Hackl.
Als Rahmenprogramm gab es eine Volkstanzvorführung von SchülerInnen der Landwirtschaftlichen Fachschule Hochstraß und beim Fitmacher-Quiz für KonsumentInnen konnte man sein Wissen im Bereich Ernährung unter Beweis stellen.

Weltlandfrauentag
Unter dem Titel „Bäuerinnen ernähren die Welt“ laden Österreichs Bäuerinnen heuer erstmals rund um den Weltlandfrauentag am 15. Oktober zu Aktionstagen ein. „Frauen in der Landwirtschaft spielen sowohl bei der Sicherung der Ernährung eine Hauptrolle als auch bei der Erhaltung einer intakten Umwelt und eines funktionsfähigen ländlichen Raumes“, betonte NR Anna Höllerer. „Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich ist Mitglied im Weltlandfrauenverband (ACWW) und unterstützt die zentralen Forderungen der Landfrauen, wie etwa die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung, eigenständiges Einkommen als auch die Forderung nach Chancengleichheit beim Zugang zu politischen Entscheidungsfunktionen“, so Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen. Um der Öffentlichkeit die Leistungen der Bäuerinnen und Landfrauen in aller Welt bewusst zu machen, wurde 1995 im Rahmen der Weltfrauenkonferenz in Peking von der Frauen-Weltgipfel-Stiftung der 15. Oktober zum Weltlandfrauentag erklärt.
PRESSEINFORMATION
Langenlois/Tulln, 13. Oktober 2008

„Lehrertag 2008“ der Landwirtschaftlichen Fachschulen in NÖ

Am 13. Oktober 2008 fand an der Gartenbauschule Langenlois der so genannte „Lehrertag“ der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen Niederösterreichs statt, an dem rund 350 PädagogInnen teilnahmen. Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn freute sich über die rege Teilnahme und wies auf die Zunahme der SchülerInnen an den Landwirtschaftlichen Fachschulen hin. „Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald hob das positive Arbeitsklima und die gut besuchten Weiterbildungsangebote an den landwirtschaftlichen Schulen hervor. Anlässlich des Lehrertages hielt Bildungsexperte Dr. Andreas Salcher einen Vortrag zum Thema „Der talentierte Schüler“. Am Nachmittag arbeiteten die LehrerInnen in Workshops.

Der talentierte Schüler und seine Feinde
„Der talentierte Schüler und seine Feinde“ heißt das Buch von Dr. Andreas Salcher, über das zurzeit Eltern, Lehrer und Schüler heftig diskutieren. Salcher beschreibt darin das österreichische Schulsystem provokant als „Talentvernichtungssystem“. „Wenige Kinder werden als Genies geboren Â� aber alle Kinder haben eine Vielzahl von Talenten. Leider werden diese Lebenschancen in unseren Schulen systematisch vernichtet“, betonte Dr. Andreas Salcher in seinem Fachvortrag. Der Buchautor beleuchtete die aktuelle Schuldiskussion aus der Perspektive des talentierten Kindes und zeigte dabei auf, dass es vor allem darum geht, Verantwortung für die Talente der Kinder zu übernehmen. „Rund 21 Prozent der Jugendlichen Schulabsolventen sind funktionelle Analphabeten, was einmal mehr die Mittelmäßigkeit des Bildungssystems unterstreicht“, erklärte Salcher.

PRESSEINFORMATION
Wien/Tulln, 2. Oktober 2008

Veranstaltung Blickpunkt Klimawandel:
Film „Öko-Krise als Chance“ präsentiert

Im Rahmen der Veranstaltung „Blickpunkt Klimawandel“ am 1. Oktober an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien fand die Präsentation des Films „Öko-Krise als Chance“ statt. „Der Film „Öko-Krise als Chance“ zeigt anschaulich den Einsatz von erneuerbaren Energieformen und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen“, erklärte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich bei der Filmpräsentation. „Als umweltschonende Energiequellen werden in diesem Film Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme eingehend behandelt“, informierte Grulich. „Der Film ist für eine erste Beschäftigung mit diesem Thema oder als Impulsgeber für eine weitere Vertiefung sowohl für den Einsatz in Schulen als auch in der Erwachsenenbildung bestens geeignet“, betonte Projektleiter DI Bernhard Nindl. Für die professionelle Umsetzung zeichnet das Filmteam von Stanzl media im Auftrag von LandImpulse Österreich und der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Bildung und Forschung (LAKO) verantwortlich.

Treffpunkt Hochschule: Blickpunkt Klimawandel
Die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Hochschule“ stand diesmal unter dem Themenschwerpunkt „Klimawandel“. Professorin Dr. Helga Kromp-Kolb beleuchtete die Veränderungen des Klimas aus Sicht der Wissenschaft. Generalsekretär DDr. Reinhard Mang skizzierte die Strategien gegen den Klimawandel aus dem Blickwinkel des Lebensministeriums. Die Auswirkungen des Klimawandels und die Konsequenzen für die Bildungsarbeit wurden dabei eingehend diskutieren. „Schließlich kann nachhaltiger Klimaschutz nur mit Unterstützung professioneller Bildung und Beratung gelingen“, betonte Rektor Mag. Thomas Haase. „Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik setzt hier viele wichtige Akzente. Einer davon ist das Bachelorstudium „Umweltpädagogik“, das im Studienjahr
2008/09 erstmals angeboten wird“, erklärte Studienkoordinatorin Mag. Dr. Birgit Karre. Nähere Informationen unter www.agrarumweltpaedagogik.ac.at .

Film-Bestellung
Der Film „Öko-Krise als Chance“ ist zum Preis von € 29,90 plus Versandkosten bei LandImpulse Österreich zu bestellen. Dauer: 25 Minuten. Ab 12 Jahren bzw. ab der 7. Schulstufe, auch für außerschulische Zwecke einsetzbar.

LandImpulse Österreich
Angermayergasse 1
1130 Wien
Telefon: 0650/8636560
E-Mail: hager@landimpulse-oesterreich.at
www.landimpulse-oesterreich.at
Presseinformation
Tulln, 2. Oktober 2008

Erste Absolventinnen in der Betriebsdienstleistung ausgebildet
Betriebsdienstleistung - neuer Lehrabschluss mit Zukunft

An den Landwirtschaftlichen Fachschulen Gaming, Gießhübl und Sooß fanden erstmals die Lehrabschlussprüfungen zum Beruf Betriebsdienstleistung (BDL) statt. „Insgesamt legten 23 Mädchen diese Prüfung erfolgreich ab, zu der man nach einer dreijährigen Landwirtschaftlichen Fachschule der Fachrichtung Hauswirtschaft mit anschließender Praxis antreten kann“, betonte Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch. „Der vorwiegende Einsatzbereich der Betriebsdienstleistungskaufrau bzw. des Betriebsdienstleistungskaufmanns ist in Großbetrieben und der Aufgabenbereich erstreckt sich vom Einkauf bis zu Organisationstätigkeiten und Gästebetreuung“, informiert Hirsch.

23 neue Betriebsdienstleistungskauffrauen in NÖ
Die erste Lehrabschlussprüfung in Niederösterreich fand am 16. September 2008 in der Fachschule Sooß statt. Alle acht Kandidatinnen bestanden die Prüfung, davon eine mit ausgezeichnetem und fünf mit gutem Erfolg. Die Prüfungskommission der NÖ Wirtschaftskammer zeigte sich von den guten Leistungen beeindruckt.
Am 18. September fand am Mostviertler Bildungshof Gießhübl die erste Prüfung im Lehrberuf Betriebsdienstleistung statt. Die sieben Kandidatinnen stellten sich mit Erfolg der Prüfungskommission, die aus zwei Vertretern der Wirtschaftskammer und einer Vertreterin der Landwirtschaftlichen Fachschulen bestand.
Auch an der Landwirtschaftlichen Fachschule Gaming gab es eine Premiere in Sachen Betriebsdienstleistung. Am 23. September bestanden die acht Kandidatinnen mit Bravour die Lehrabschlussprüfung zur Betriebsdienstleistungskauffrau.

Zusatzqualifikationen erwerben
„Durch die Schaffung des neuen Lehrberufes wird der qualifizierten Facharbeit ein adäquater Stellenwert beigemessen“, betont Schulinspektorin Hirsch. Absolventinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen mit der Fachrichtung Hauswirtschaft in Gaming, Gießhübl, Hochstraß, Ottenschlag, Poysdorf, Sooß, Tullnerbach, Unterleiten, Warth und Zwettl haben die Möglichkeit den Lehrabschluss BDL zu erwerben. Somit erwerben die SchülerInnen neben dem Schulabschluss als FacharbeiterIn der Hauswirtschaft zwei weitere Zusatzqualifikationen, da der Abschluss in der Betriebsdienstleistung auch den Lehrabschluss Bürokaufmann/frau inkludiert. Außerdem ersetzt der Lehrabschluss BDL die Lehrzeit für den Lehrberuf Hotel- und GastgewerbeassistentIn.

BDL - der Allroundprofi
Allrounder und Organisationstalente sind besonders in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt, deshalb wurde der neue Beruf geschaffen, der neuen Entwicklungen am Arbeitsmarkt Rechnung trägt. Der Abschluss Betriebsdienstleistung ist mit einer Prüfung, abgehalten von der Wirtschaftskammer Niederösterreich, zu erwerben. Die Prüfungsvorbereitung wird an den Landwirtschaftlichen Fachschulen durchgeführt. Geschaffen wurde ein Berufsbild, das dahingehend ausbildet, einen Großhaushalt professionell zu managen. Tätigkeitsbereiche sind Großhaushalte wie Bildungshäuser, Seniorenheime, Jugendherbergen. Die Hauptaufgaben bestehen darin, wichtige Arbeiten im Betrieb zu planen, zu organisieren und zu überwachen.
Betriebsdienstleistungskaufleute haben ein waches Auge auf den Betrieb und sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert, bestellen Waren, überwachen die Lieferungen, verhandeln mit Lieferanten und kümmern sich um die Warenlagerung, erkennen die Wünsche der Gäste, BewohnerInnen bzw. KundInnen und gehen darauf ein, kümmern sich um Beschwerden der MitarbeiterInnen und Gäste, BewohnerInnen bzw. KundInnen, erstellen Personaleinsatzpläne und Dienstpläne, veranlassen Reparaturen und Instandhaltungsaufgaben, managen die Büroarbeit.
Nähere Infos: www.lako.at , www.ausbilder.at/bdl und www.wko.at/noe/bildung .

Presseinformation
St. Pölten / Tulln, 1. Oktober 2008

LR Bohuslav: Steigende Schülerzahlen an Landwirtschaftlichen Fachschulen

Während in vielen Bereichen die Schülerzahlen stark rückläufig sind, können sich die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich über eine Zunahme der SchülerInnen freuen. „Die Schülerzahlen für das Schuljahr 2008/2009 liegen bei 3.307 SchülerInnen. Damit wird der bisherige Höchststand an SchülerInnen aus dem Schuljahr 1990/1991 um 21 SchülerInnen übertroffen“, betont Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. „Gegenüber dem Vorjahr stieg die Schülerzahl um rund ein Prozent an“, so Bohuslav. „Die Bemühungen, die Schulen zu Bildungszentren mit gezielter fachlicher Schwerpunktsetzung zu machen, haben sich bewährt“, erklärt Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Zu dieser Steigerung kam es vor allem auch deshalb, weil die Drop-out-Rate an den Fachschulen stetig geringer wird und neue Ausbildungsangebote wie der Berufsreifeprüfungslehrgang von den Jugendlichen gut angenommen werden.

Individuelle Bildungsschwerpunkte
„Neben den klassischen Fachrichtungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft werden auch noch Gartenbau, Pferdewirtschaft sowie Weinbau als eigene Fachrichtungen geführt“, betont Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. Im agrarischen Bereich ist es gelungen jedem Standort ein Schwerpunktprofil zuzuordnen. „Im Bereich Hauswirtschaft wird der Schwerpunkt Soziale Dienste mit den Ausbildungen zur HeimhelferIn, KinderbetreuerIn und Bürofachkraft für den medizinischen Bereich angeboten“, sagt Schulinspektorin Ing. Theresia Hirsch. „In diesem Bereich können wir eine starke Zunahme der SchülerInnen verzeichnen, guten Zuspruch haben auch die Schwerpunkte Eco Design und Tourismus & Haushaltsmanagement“, so Hirsch. Ebenso hat sich die „Mehrberufliche Ausbildung“ in der IT-Technik, Metallbearbeitung, Vermessungstechnik, Zimmerei oder Tischlerei den letzten Jahren bewährt. Auch wegen des umfangreichen Kurs- und Seminarangebotes für Erwachsene konnten die Landwirtschaftlichen Fachschulen ihre Rolle als Bildungszentren im ländlichen Raum weiterhin festigen.
Nähere Informationen zu den Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich unter www.farmschulen.at .

 

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