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Winterheckezwiebel  (Allium fistulosum)

Winterzwiebel, Stängelzwiebel, Lauchzwiebel

ANBAU, KULTUR UND VERMEHRUNG:

Das mehrjährige, völlig frostharte Liliengewächs, das in der Blüte etwa 60-80 cm hoch wird, scheint wie ein Mittelding zwischen Lauch und Schnittlauch. Sie wächst in dichten Stöcken mit weißen, kegelförmigen Blütendolden. Schon im Mittelalter gelangte sie aus China über Russland nach Europa,

Die hohlen, bis zu 2 cm dicken Schlote wachsen in kräftigen Horsten. Trotzdem sind die länglichen, walzenförmigen Zwiebeln kaum ausgebildet und werden daher auch nicht verwendet. Eine Ausnahme bildet dabei die so genannte „Lauchzwiebel“, die Schäfte, ähnlich dem Sommerlauch, ausbildet.

Die Winterheckzwiebel wächst in sonnigen, warmen, windgeschützten Lagen, ist aber weniger wärmebedürftig als Schnittlauch. Der Boden soll lehmig-sandig, humos und nährstoffreich sein.

Eine Vermehrung ist sowohl über Saatgut, als auch über Teilung der Stöcke möglich. Um eine Kreuzung zwischen verschiedenen Sorten zu verhindern, empfiehlt sich die vegetative Vermehrung im Juni (Stockteilung mit Pflanzabstand30 x 20cm). Säen kann man das Liliengewächs von März bis Mai. Für einen Hausgarten reichen 2-3 kräftige Pflanzen völlig aus. Alle 3-4 Jahre sollte man den Standort wechseln. Der Pflegeaufwand ist sehr gering: Es reicht, das Unkraut zu entfernen und die Pflanze im Spätherbst mit reifem Kompost zu düngen. Im Frühjahr kann man abgelagerten Mist überstreuen. Wässern muss man nur nach längerer Trockenheit.

Vom zeitigen Frühjahr bis November kann man die Zwiebelröhren ernten.

Da die Winterheckzwiebel ein insektenbestäubter (Fremdbefruchter) ist, sollte man bei Samenvermehrung ausreichend Abstand zwischen verschiedenen Sorten halten (min. 250 m).

Das Liliengewächs ist sehr robust und wird kaum von Krankheiten befallen. Als tierischer Schädling kommt häufig die Zwiebelfliege vor.

Verwendung:

Die Laubblätter der Winterheckzwiebel werden frisch wie Schnittlauch zum Würzen verwendet  oder auch ähnlich wie Lauchgerichte zubereitet.

In Ostasien werden die Schlote gerne durch Anhäufeln gebleicht. Das macht sie besonders zart und mild.

In China werden auch die Blüten der  Winterheckezwiebel geerntet und in der Küche eingesetzt sowie die Schloten gerne für den Winter getrocknet.