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Mangold (Beta vulgaris) 

Römischer Kohl, Beißkohl

ANBAU, KULTUR UND VERMEHRUNG:

Dieses 2-jährige Gänsefußgewächs gehört zur selben Art wie die Rote Rübe und Zuckerrübe und stammt wahrscheinlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet oder Vorderasien. Es werden entweder die großen und weichen Blätter („Blattmangold“) oder die besonders gut entwickelten Stängel („Stielmangold“) genutzt. Er kann verschiedene Farben haben (hell-, dunkelgrün, gelb, rot, violett).

Mangold wächst besonders gut im gemäßigten und mediterranen Klima, bevorzugt humose Böden mit mittlerer Nährstoffversorgung. Mangold verträgt keine Trockenperioden, daher ausreichend mit Wasser versorgen. Auf 4-5 jährige Anbaupause nach sich selbst und anderen Gänsefußgewächsen (Spinat, Rote Rübe, u.a.) achten.

Direktsaat ist ab Anfang April bis Mitte Juli möglich.  Vorkultivierte Pflanzen können ab Anfang Mai ausgepflanzt werden. Günstige Pflanzabstände: 30-40 x 20 -30 cm

Regelmäßig hacken während des Wachstums!

Rübenmosaikvirus, Rübenvergilbungsvirus und Falscher Mehltau sind häufige Erkrankungen des Mangolds.

Bei Mangold ist eine Schnitternte der gesamten Pflanze möglich. Im Hausgarten hingegen werden immer nur einzelne Blätter geschnitten. Damit bleibt die Pflanze bis zum Spätherbst beerntbar.

Alle Mangoldsorten blühen im 2. Jahr, sind Windbestäuber, die sich untereinander aber auch mit Roten Rüben und Zuckerrüben verkreuzen, dh. Isolationsabstände von mehreren 100 m zwischen verschiedenen Sorten bei Samenproduktion einhalten. Bei der Auswahl der Samenträger unbedingt auf Schossfestigkeit und sortentypische Eigenschaften achten.

Gesundheitliche Bedeutung:

Inhaltsstoffe: Vit. C, Provit. A, eventuell Probleme durch hohen Oxalsäuregehalt, und Nitratanreicherungsgefahr bei wenig Sonnenlicht!

Verwendung:

Mangoldblätter werden wie Spinat verwendet, sind aber kräftiger im Geschmack.Stielmangold wie Spargel oder Schwarzwurzel zubereiten, hat leicht nussartiges Aroma.